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Rachmaninow, Sergei, 1873-1943, Klaviersonate Nr. 2 in b-Moll, op. 36

Die Sonate Nr. 2 op. 36 von Sergei Rachmaninow ist eine Klaviersonate in b-Moll, die der Komponist 1913 komponierte. 1931 überarbeitete er sie mit dem Vermerk: „Die neue Fassung, vom Autor überarbeitet und gekürzt.“

Drei Jahre nach der Fertigstellung seines dritten Klavierkonzerts zog Rachmaninow mit seiner Familie in ein Haus in Rom, das zuvor Pjotr ​​Iljitsch Tschaikowsky bewohnt hatte. Während dieses Aufenthalts in Rom begann er mit der Arbeit an seiner zweiten Klaviersonate.
Da jedoch beide Töchter an Typhus erkrankten, konnte er die Komposition in Rom nicht vollenden. Stattdessen reiste Rachmaninow mit seiner Familie nach Berlin, um Ärzte zu konsultieren. Als die Mädchen wieder gesund waren, kehrte er mit seiner Familie auf sein Landgut in Iwanowka zurück, wo er die zweite Klaviersonate vollendete. Ihre Uraufführung fand am 18. Oktober 1913 (5. Oktober nach dem julianischen Kalender) in Kursk statt.

Der erste Satz (Allegro agitato) steht in der Sonatenhauptsatzform.

Der zweite Satz (Non allegro – Lento) greift Material aus dem ersten Satz auf, das die erste zyklische Einheit in der Sonate darstellt. So wird beispielsweise im Mittelteil dieses Satzes die Glockentextur des ersten Satzes wieder aufgegriffen.

Der dritte Satz (L’istesso tempo – Allegro molto) beginnt mit einer Wiederholung des Zwischenspiels aus dem zweiten Satz. Auch dieser Satz, wieder in Sonatenhauptsatzform, nutzt die zyklische Einheit durch die Verwendung von Themen aus dem ersten Satz.

Sergei Rachmaninow: Klaviersonate Nr. 2 in b-Moll, op. 36
Vladimir Horowitz, Klavier
1968 (1913er Fassung)

I, Allegro agitato
II, Non Allegro – Lento
III, L’istesso tempo – Allegro molto

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