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Troubadour-Forum für klassische Vokal- und Instrumentalmusik

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Ries, Ferdinand, Klavierkonzert op. 123 (1806)

Ich möchte in diesem Unterforum die Klavierkonzerte von Ferdinand Ries (1784-1838) vorstellen, der einem Teil der Klassikfreunde mehr als Schüler und Sekretär Ludwig von Beethovens bekannt sein mag, aber schon hier, angesichts seiner Klavierkonzerte, wird deutlich, dass er weit mehr war als das, zumal er zeitlebens, zumindest nach seiner Ausbildung durch Beethoven, einer der größten Pianisten Europas war und auch seine Werke durchaus ernst zu nehmen waren.
Ferdinand Ries traf schon in Bonn auf Beethoven, weil sein Vater Franz Ries einer der Lehrer Beethovens in Bonn war. Ries war eigentlich sein ganzes Leben lang „auf der Flucht“, hauptsächlich bedingt durch Napoleon, der in jenen Jahren ebenfalls in Europa unterwegs war, allerdings nur auf Eroberungsfeldzügen, was bedingte, dass er überall auf der Suche nach neuen Soldaten war. Dies führte ihn von Wien, wo er einer der wenigen Beethoven-Schüler war, wieder nach Bonn wo er allerdings bei einer Untersuchung als wehruntauglich befunden wurde, dann nach Paris, wieder nach Bonn, dann wieder nach Wien, wo er dann wieder floh, weil er vom österreichischen Militär einberufen werden sollte, schließlich nach Russland, und als Napoleon auch dorthin sich näherte, ging es nach Schweden, wo er Mitglied der Königlich Schwedische Musikakademie wurde und schließlich nach London kam. Erst dort kam er zur Ruhe, weil in Europa mittlerweile die nachnapoleonische Zeit angebrochen war.
Vergl. auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Ferdinand_Ries

Ich möchte die Klavierkonzerte entsprechend ihrer Kompositionszeit vorstellen, die nicht zwangsläufig mit der Opuszahl übereinstimmt. So trägt sein erstes Klavierkonzert, das er 1806 in Bonn komponierte, die Opuszahl 123, weil es eben wesentlich später veröffentlicht wurde. Erst bei den letzten drei Klavierkonzerten stimmen die Opuszahlen, zumindest, was die Abfolge der Konzerte betrifft, wieder mit den Opuszahlen überein.

Hier kann ich zumindest die Klavierkonzerte alle mit adäquaten Hörbeispielen vorstellen, weil sie alle in der ersten Dekade des 21. Jahrhunderts und am Beginn des zweiten Dekade beim Label Naxos erschienen sind:

Das o. a. Konzert wurde aufgenommen vom 1. bis 3. Febrauer 2005 im Michael Fowler Centre in Wellington, Neuseeland. Es spielte das New Zealand Symphony Orchestra undter der Leitung von Uwe Grodd, Solist war Christopher Hinterhuber (Video 1 – 3):

 

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Liebe Grüße

Willi😀

Gestaltung Agentur kuh vadis