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Romantischer Liederabend "Im wunderschönen Monat Mai", 12. Mai 2024, 17 Uhr, Haus Stapel, Havixbeck

Samstag, 11. Mai und Sonntag, 12. Mai 2024, 17 Uhr

Romantischer Liederabend „Im wunderschönen Monat Mai“, Haus  Stapel; Havixbeck bei Münster

Heike Hallaschka, Sopran, Maximilian Kramer, Bass, Clemens Rave Klavier

Durch Zufall wurde ich an dieses Konzert erinnert, als ich, inzwischen für eine Woche in Coesfeld, über die WhatsApp-Gruppe des Kirchenchores St. Johannes, Lette, dem ich seit Anfang 1989 angehöre, und unter dessen derzeitigem Leiter Maximilian Kramer ich fast dreißig Jahre lang gesungen habe, eingeladen wurde, doch dieses Konzert zu buchen, was ich gestern auch tat und heute wahrgenommen habe.
Das Konzert begann schon mit einem Auftakt vor der etatmäßigen Begrüßung durch die Besitzerin des Hauses Stapel Dr. Mechthild Freifrau Raitz von Frentz. Dieser Auftakt bestand aus einem kurzen Lied von Annette von Droste- Hülshoff, „Liebe schwärmt auf allen Wegen“, von dem ich hier eine Aufnahme von Heike Hallaschka vom 30. 5. 2015 habe:

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So  leicht, wie ihr dieses Lied 2015 von den Lippen ging, war es heute nicht. Zumindest in den hohen Lagen wirkte sie angestrengt, was man auch in späteren Nummern teilweise feststellen konnte. Sie schien mir in der Tat, vielleicht durch eine Infektion, leicht indisponiert.

Das eigentliche Konzert nach der Begrüßung begann mit einem ersten Schwerpunkt, Robert Schumann. Und im ersten Programmpunkt wurden sechs Lieder aus seiner „Dichterliebe“ op. 48, deren Texte von Heinrich Heine stammen.

Die ersten drei „Im wunderschönen Monat Mai“, „Aus meinen Tränen sprießen“ und „Die Rose, die Lilie, die Taube“, die Maximilian Kramer allesamt mit der ihm innewohnenden Ruhe und sicher geführten Stimme und einer hohen Sprachverständlichkeit ausführte. Hinzu kam seine bekannte hohe Ausdrucksfähigkeit. Was mir erst jetzt, im Publikum sitzend, auffiel, war seine im fortgeschrittenen Alter hinzugewonnene sichere Tiefe, ohne, dass er in der Höhe etwas eingebüßt hätte oder sich anstrengen müsste.
Die nächsten drei Lieder, „Wenn ich in deine Augen seh“, „Ich will in meine Seele tauchen“ und „Und wüßtens die Blumen, die kleinen“, trug Heike Hallaschka vor.
Auch hier musste man gelegentlich um die Höhe bangen, z. B. in der vierten Zeile des Liedes „Wenn ich in deine Augen seh“ (…so wird ich ganz und gar gesund). Sie sang jedoch mit hoher emotionaler Intensität und in den folgenden drei Duetten, ebenfalls von Robert Schumann, in denen Maximilian Kramer weiterhin durch seine hohe Souveränität glänzte, ohne sich jedoch in den Vordergrund zu drängen.
Nach der von Clemens Rave solo vorgetragenen Romanze op. 18 Nr. 2 folgten drei weitere Duette von Robert Schumann, in denen man an der Sicherheit, mit der Heike Hallaschka und Maximilian Kramer miteinander im Duett sangen, ablesen konnte, dass sie dies nicht zum ersten Mal taten.

Der zweite große Block des „Spätnachmittags“, der Felix Mendelssohn gewidmet war, begann mit zwei Duetten noch vor der Pause nach Texten von Heine und Fallersleben, denen nach der Pause zunächst drei weitere Duette folgten.
Dann sang Maximilian Kramer drei Solo-Lieder, das Minnelied op. 47.1 (Tieck), das Venezianische Gondellied op. 47.5 (Moore) und das Wanderlied op. 57.6 Eichendorff mit der seit Beginn gewohnten Sicherheit und Überzeugungskraft, bevor

Heike Hallaschka den Block des Abends, der zwei Komponisten der Klassik gewidmet war, mit drei Liedern von Wolfgang Amadeus Mozart, „Im Frühlingsanfang“ KV 587 (Sturm), Das Veilchen KV 476 (Goethe) und Sehnsucht nach dem Frühlinge KV 596 (Overbeck) (im Programm stand KV 696)

Vor dem letzten Komponisten des Abends spielte Clemens Rave nochmal solo, und zwar Mozarts Fantasie KV 397, ebenfalls in einer Weise, die jeden „reinen“ Klaviermusikfreund schon entzückt hätte. Ich zähle mich zu beiden, den Lied-Freunden und den Klavierfreunden.

Der letzte Block war Joseph Haydn und seinen beiden großen Oratorien gewidmet. Aus den Jahreszeiten sang zunächst Heike Hallaschka die Arie „Welche Labung für die Sinne“, der natürlich Max Kramer die Arie „Schon eilt froh der Ackersmann“ in gewohnter Manier folgen ließ. Das Programm beendeten die beiden mit dem Duett von Adam und Eva aus der Schöpfung „Holde Gattin, teurer Gatte“, das einen letzten interpretatorischen Höhepunkt des Abends bedeutete. Das Duett hätten die beiden schon in unserer Aufführung der „Schöpfung“ im September 2023 in Ochtrup singen sollen. Damals musste Heike Hallaschka krankheitsbedingt absagen.

Liebe Grüße

Willi😀

 

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uhrand

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