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Troubadour-Forum für klassische Vokal- und Instrumentalmusik

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Schubert, Franz, "Erlkönig", Matthias Goerne, Bariton, Andreas Haefliger, Klavier

Bei der Betrachtung von Caspar David Friedrichs Der Mönch am Meer , jener einsamen Gestalt verloren vor der Endlosigkeit von Himmel und Meer, meinte Kleist, es sei, als ob ihm „die Augenlider weggeschnitten wären“: ein Bild ohne Perspektive, nur ein Vordergrund, eine dichte, unendliche Massevon Wolken und Wellen. Ohne jeden Abstand, nur mehr ein Ganzes, das uns umgibt und aufsaugt. Mit dem Erlkönig“ gelingt Schubert dasselbe gewagte Wunder. Mehrere Komponisten hatten zuvor Goethes schaurige Ballade aus dem Jahre 1782 schon vertont. Unter anderem auch Zelter, der bevorzugte Komponist des Dichters. Jeder konnte also sein Erzähltalent oder -genie unter Beweis stellen. Schubert hingegen bricht mit aller Distanz und verweigert selbst das Erzählen: schon mit den ersten Akkorden versetzt er uns mitten hinein in jene Gruselgeschichte, schaffft eine fast unerträgliche Nähe zu den Personen der Handlung.
Weiteres in HMX2908750.61, CHRISOPHE GHRISTI, Übersetzung: Heidi Fritz

01: Im Abendrot D.799 (Karl Lappe)
02: Der Wanderer D.439 (Georg Philipp Schmidt von Lübeck)
03: Nachtviolen D.752 (Johann Mayrhofer)
04: Im Walde D.834 (Ernst Schulze)
05: Normanns Gesang D.846 (Adam Storck nach Sir Walter Scott („The Lady of the Lake“)
06: Der Geistertanz D.116 (Friedrich von Matthison)
07: Schatzgräbers Begehr D.761 (Franz von Schober)
08: An den Mond D.259 (Johann Wolfgang von Goethe)
09: Erlkönig D.378) Johann Wolfgang von Goethe)
10: Am See D.746 (Franz Seraph von Bruchmann)
11: Alinde D.904 (Friedrich Rochlitz)
12: Widerschein D.949 (Franz Xaver von Schlechta)
13: Die Forelle D.550 (Christian Friedrich Daniel Schubart)
14: Der Fluss D.693 (Friedrich von Schlegel)
15: Abendröte D.690 (Friedrich von Schlegel)
16: Klage D.415 (Friedrich von Matthison)
17: Der Strom D.565 (Anonymous)
18: Fischerweise D.881 (Franz Xaver von Schlechta)
19: Auf der Bruck D.853 (Ernst Schulze)

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Nr. 3 und Nr. 7 sind Werbevideos

Liebe Grüße

Willi😀

 

Nach vielen Jahren, in denen ich das Lied „Im Abendrot“ immer wieder gehört habe und immer wieder auf Fritz Wunderlich zurückgekommen bin, habe ich es nun heute erstmals von einem Bariton gehört, den ich spontan in Ausdruck und musikalischer Tiefe diesem gleichgestellt habe, wobei m. E. neben der Ausnahmeleistung von Matthias Goerne mich auch das unerhört lyrische Ausdrucksvermögen Andreas Haefligers am Klavier sehr tief berührt hat.

Liebe Grüße

Willi😇

 

Da die oben vorgestellte Playlist nicht mehr verfügbar ist, teile ich hier diejenige von Goernes YouTube-Kanal:

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"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Gestaltung Agentur kuh vadis