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Scriabin, Alexander, 2 Mazurkas op. 40

Die beiden Miniaturen von Skrjabins op. 40 entstanden während des Höhepunkts der „mittleren Schaffensperiode“ des Komponisten, der auch die gewaltigen acht Etüden (op. 42) und Le divin poème (op. 43) entstammen. Dies war eine Zeit des persönlichen Umbruchs, sowohl in äußerlicher als auch innerlicher Hinsicht. Skrjabin lebte in Genf und hatte eine Beziehung mit Tatjana Schloezer, die bald seine Lebensgefährtin werden sollte, doch hatte er seiner Frau Wera seinen Entschluss, die Heimat zu verlassen, noch nicht mitgeteilt. In seinem ersten Notizbuch, das er im Sommer 1904 schrieb, findet sich eine schonungslos gründliche Auseinandersetzung mit dem Phänomen des Bewusstseins, die Skrjabin zu dem Schluss führte, dass die Welt durch seine eigene geistige Aktivität geschaffen und die Wahrheit eine Illusion sei. Diese neu erdachte Realität wird in seiner Musik hörbar, die sich von den alten Gewissheiten der Tonalität zu entfernen beginnt.

Op. 40 Nr. 1 ist trotz kapriziöser Tempowechsel eine noch immer als solche erkennbare Mazurka. Die charakteristischen punktierten Rhythmen sind vorhanden, und später erklingt das typische Zusammenschlagen der Hacken. Das Wechseln in höhere und tiefere Lage kurz vor Ende, das in op. 3 Nr. 4 bereits vorweggenommen wurde, ist inzwischen ein Stilmerkmal. Die Nr. 2 hingegen ist kaum mehr eine Mazurka: hierbei handelt es sich um eine luftige, kapriziöse Miniatur, einen Tanz der Luftgeister. Es ist interessant, dass Skrjabin dieses Stück 1910 in seinen Klavierrollenaufnahmen für Welte-Mignon in Moskau aufnahm und dass Alexander Goldenweiser berichtete, dass es ein persönliches Lieblingswerk war.

Mit diesem Stück erreicht Skrjabins Beschäftigung mit der Mazurka einen Zustand der Desintegration, der Entmaterialisierung oder Vergeistigung, der sowohl seine letzten Werke als auch den Weg zur Abstraktion bei Künstlern wie etwa Malewitsch vorwegnimmt, welcher 1919 schrieb: „Schwimmen Sie im weißen, freien Abgrund, die Unendlichkeit liegt vor Ihnen.“
https://www.hyperion-records.co.uk/dw.asp?dc=W22535_68355

Ich habe als ersten Interpreten Swjatoslaw Richter, der diese beden Mazurkas in seinem Konzert in Bad Schliersee im Juli 1992 spielte:

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Liebe Grüße

Willi😀

Alternativ habe ich Artur Pizarro, dessen Interpretation seit dem 5. 1. 2019 bei Youtube gelistet ist:

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Willi😀

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