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Sir Colin Davis, ein englischer Dirigent und Gentleman (1927 – 2013)

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Ich vergaß im vorigen Beitrag, die Gesangssolistinnen und -solisten zu erwähnen:

Christiane Eda-Pierrre, Sopran

Patricia Payne, Mezzosopran

Robert Tear, Tenor und

Kurt Moll, Bass.

Mea culpa

Willi😥

Beethoven, Missa Solemnis in D-dur op. 123

Die von dem deutschen Komponisten Ludwig van Beethoven zwischen 1819 und 1823 komponierte Missa solemnis in D-Dur, op. 123, gilt als eine der bedeutendsten Leistungen Beethovens und zählt zu den berühmtesten Messen der abendländischen Kunstmusik. Formal gehört das Werk zum Typus der Missa solemnis.

Beethoven selbst bezeichnete sie in seinen letzten Lebensjahren als sein gelungenstes Werk, und obgleich ihre Popularität nicht an viele seiner Sinfonien und Sonaten heranreicht, zeigt sie Beethoven auf dem Höhepunkt seiner Schaffenskraft. Es handelt sich um seine zweite Messe nach der weniger bekannten Messe in C-Dur, op. 86 von 1807.

Die Komposition der Missa solemnis geht auf Beethovens Freundschaft mit Erzherzog Rudolph von Österreich (1788–1831) zurück. Der Erzherzog war ein sehr begabter Schüler des Komponisten in Klavierspiel und Komposition sowie auch ein Förderer Beethovens in materieller Hinsicht. Daher widmete Beethoven dem Freund mehrere seiner bedeutendsten Kompositionen, darunter die Oper Fidelio. Aus Anlass der Inthronisation des Erzherzogs zum Erzbischof von Olmütz am 9. März 1820 plante Beethoven die Komposition einer Messe. Ein Tagebuch-Eintrag Beethovens aus dem Jahr 1818 lässt vermuten, dass Beethoven bereits vor dem konkreten Anlass der Inthronisation Pläne zur Komposition einer Messe hegte: »Um wahre Kirchenmusik zu schreiben alle Kirchenchoräle der Mönche etc. durchgehen[,] wo auch zu suchen[,] wie die Absätze in richtigsten Uibersetzungen nebst vollkommener Prosodie aller christkatholischen Psalmen und Gesänge überhaupt«.[1] Gestützt wird diese Annahme durch ein von Beethoven erstelltes sechsseitiges Manuskript des Ordinariumstextes unter anderem mit Betonungszeichen und einer deutschen Übersetzung.

Als Beethoven die Nachricht von der Ernennung Rudolphs zum Erzbischof von Olmütz erreichte, schrieb er: »Der Tag, wo ein Hochamt von mir zu den Feierlichkeiten für I.K.H. soll aufgeführt werden, wird für mich der schönste meines Lebens sein; und Gott wird mich erleuchten, dass meine schwachen Kräfte zur Verherrlichung dieses feierlichen Tages beitragen.«

Jedoch fand die Bischofsweihe in Olmütz ohne die Aufführung der Messe statt, da die geplante Messe in ihren Dimensionen weit über den üblichen Rahmen hinauswuchs und zu einer mehr als vierjährigen Suche Beethovens nach seinem Gottesverständnis wurde. Der Musiker betrieb intensive Forschungen auf den Gebieten der Theologie, Liturgik und der Geschichte der Kirchenmusik, von der Entstehungszeit des Gregorianischen Gesangs über Palestrina bis Bach und Händel. Geschrieben hat Beethoven die Messe in Mödling in seinem dortigen Sommerhaus, das heute Beethoven-Gedenkstätte ist.[2]

Beethoven zog die Arbeit an der Missa solemnis anderen Projekten vor. So kam es beispielsweise nicht zu der Komposition des von Beethoven geplanten Requiems, das er im Frühjahr 1818 dem Tuchhändler Johann Wolfmayer versprochen hatte; dieser hatte ein Honorar in Höhe von 450 Gulden zugesagt. Auch scheiterte die Komposition eines Oratoriums Sieg des Kreuzes über die Legende des Sieges Konstantins des Großen in der Schlacht an der Milvischen Brücke, nachdem Librettist Joseph Carl Bernard den Text zum Oratorium zunächst verspätet ablieferte und der Text dann sowohl von Beethoven als auch von der Direktion der Gesellschaft für Musikfreunde, von der die Initiative für das Oratorium ausgegangen war, für untauglich befunden wurde.

Wie die Skizzenbücher zur Missa solemnis belegen – zu keinem anderen Werk Beethovens sind so viele Skizzenbücher erhalten geblieben wie zur Missa solemnis –, entstanden etwa zwischen April 1819 und Juli 1820, also dem Zeitraum der Inthronisation Erzherzog Rudolphs, das Kyrie, das Gloria und das Credo. Während er mit interessierten Verlegern verhandelte und ihnen die baldige Vollendung der Messkomposition zusicherte, komponierte er zunächst die Klaviersonaten Nr. 30 (op. 109) und Nr. 31 (op. 110) und fuhr dann von November 1820 bis Juli 1821 mit der Komposition des Sanctus (mit Benedictus) und der ersten beiden Teile des Agnus Dei fort. In einer dritten Arbeitsphase von April bis August 1822 schrieb er das Dona nobis pacem; bis November 1822 unternahm er Revisionen der Gesamtpartitur.

Von 11. Februar bis 10. April 1820 saß Beethoven dem Maler Joseph Karl Stieler in insgesamt vier Sitzungen Modell für ein Porträt, das ihn bei der Komposition der Missa solemnis zeigt, Beethoven, der sich ansonsten ungern porträtieren ließ, tat dies in diesem Fall aus Freundschaft zu Franz und Antonie Brentano, die ein Beethoven-Porträt »in Lebensgröße von Stieler gemahlt haben« wollten, wie ein unbekannter Gesprächspartner des Komponisten in dessen Konversationsheft schrieb.[3] Das Bild wurde bei der Frühjahrsausstellung der Wiener Kunstakademie im Jahr 1820 in Wien erstmals ausgestellt;[4] wenig später wurde Stieler Ehrenmitglied der Akademie.

Für Beethoven waren mit der Komposition der Missa solemnis auch Hoffnungen verbunden, auf diesem Wege nach der Inthronisation des Erzherzogs dessen Kapellmeister zu werden. Erste diesbezügliche Hoffnungen im Jahr 1811 hatten sich zerschlagen, als Erzherzog Rudolph nach dem Tod von Erzbischof Hieronymus von Colloredo hätte inthronisiert werden können, aber seinen Verzicht erklärte. Doch auch im Jahr 1820 kam es zu keiner Berufung zum Kapellmeister, nachdem die von Erzbischof Rudolph geforderte termingerechte Ablieferung der Missa solemnis scheiterte.
https://de.wikipedia.org/wiki/Missa_solemnis_(Beethoven)
Weiteres in dem äußerst umfangreichen und informativen Artikel kann man ebenda lesen.

Colin Davis nahm die Missa Solemnis, seine letzte Station in der „Beethoven Odyssey“, allerdings als zweitletztes Stück in dieser Box am 14. bis 20. Oktober 1977 in der Walthamstow Assembly Hall mit dem London Symphony Chorus und Orchestra sowie folgenden Solistinnen und Solisten auf:
Anna Tomowa-Sintow, Sopran, Patricia Payne, Mezzosopran, Robert Tear, Tenor und Robert Lloyd, Bass.

Dies kann man in Youtube in den Nr. 78 bis 89 nachhören:

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Willi😀

Nun kommen wir zu Robert Schumann und seinem Klavierkonzert:

Das Klavierkonzert a-Moll op. 54 ist ein romantisches Solokonzert für Klavier und Orchester von Robert Schumann. Er vollendete das Konzert 1845 und ließ es im Dezember des Jahres erstmals aufführen. Das Konzert, welches während der Hochromantik entstand, trägt viele Eigenschaften der romantischen Epoche. Ebenso wie einige andere Klavierkonzerte des 19. Jahrhunderts hat das a-Moll-Konzert einen sinfonischen Charakter (Verschmelzungsprinzip). Da das Werk zunächst als Phantasie konzipiert war, steht das gesamte Konzert unter romantisch-phantastischen Eindrücken.[1] Schumann benötigte für die verzögerte Fertigstellung über fünf Jahre. Auf dem Titelblatt des Autographs weist Schumann auf die unterschiedlichen Entstehungszeiten der Sätze hin.

Schumann hatte zuvor bereits einige Kompositionsversuche von Klavierkonzerten unternommen. 1828 begann er ein Konzert in Es-Dur und von 1829 bis 1831 arbeitete er an einem Konzert in F-Dur, aber keine dieser Arbeiten wurde vollendet. Bereits am 10. Januar des Jahres 1833 äußerte Schumann erstmals den Gedanken, ein Klavierkonzert in a-Moll zu schreiben. In einem Brief an seinen zukünftigen Schwiegervater Friedrich Wieck formulierte er: „Ich denke mir das Klavierkonzert müsse aus C-Dur oder a-Moll gehen.“[2] 1841 entstand schließlich vom 17. bis 20. Mai die Phantasie für Klavier und Orchester a-Moll.[3] Schumann versuchte erfolglos dieses einsätzige Werk bei Verlegern anzubringen. Der mit Allegro affettuoso für Pianoforte mit Begleitung des Orchesters op. 48 bezeichnete Satz ließ sich alleinstehend bei keinem Verleger verkaufen. Im August 1841 sowie im Januar 1843 überarbeitete Schumann den Satz, blieb jedoch erfolglos. So entschloss er sich, das Werk zu einem Klavierkonzert zu vergrößern. 1845 fügte Schumann ein Intermezzo und ein Rondo hinzu und vollendete das Klavierkonzert.

Die Uraufführung des Kopfsatzes (Phantasie) erfolgte am 13. August 1841 im Leipziger Gewandhaus mit der Solistin Clara Schumann. Die vollständige 3-sätzige Fassung wurde in Dresden am 4. Dezember 1845[4] wiederum mit seiner Frau Clara Schumann am Klavier und dem Widmungsträger Ferdinand Hiller als Dirigent uraufgeführt. Das Konzert wurde anders als viele Klavierkonzerte der Romantik mit Begeisterung aufgenommen. Clara Schumann schrieb nach der Uraufführung: „… wie reich an Erfindung, wie interessant vom Anfang bis zum Ende ist es, wie frisch und welch ein schönes zusammenhängendes Ganzes!“
https://de.wikipedia.org/wiki/Klavierkonzert_(Schumann)

Sir Colin Davis spielte das Konzert mit Murray Perahia im Jahre 1989 mit dem Bayerischen Rundfunk-Sinfonieorchester in München ein:

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Willi😀

Es folgt Edvard Grieg mit seinem Klavierkonzert:

Das Klavierkonzert a-Moll op. 16 ist das einzige Konzert des norwegischen Komponisten Edvard Grieg, das er vollendet hat.

Schon als Student am Konservatorium in Leipzig hörte er um 1858 Clara Schumann das a-Moll-Konzert ihres Mannes spielen und war inspiriert. Das Konzert von Grieg entstand in Søllerød, Dänemark, wo er mit seiner Braut Nina Hagerup im Urlaub war. Es wurde im Jahre 1868 komponiert und am 3. April 1869 in Kopenhagen uraufgeführt. Solist war Edmund Neupert.

Danach hat Grieg bis 1907 wenigstens sieben Mal Bearbeitungen dazu gemacht. Als Grieg 1870 in Rom Franz Liszt traf, spielte dieser das Konzert und war sehr begeistert darüber, machte Grieg jedoch noch einige kompositorische Vorschläge dazu.[1] Es wurde 1872 erstmals publiziert.

Edvard Grieg war Bewunderer Robert Schumanns. So ähnelt sein Klavierkonzert auch Schumanns Klavierkonzert a-Moll op. 54 und hat mit ihm die Tonart a-Moll gemeinsam. Eine noch größere Ähnlichkeit hat es allerdings, vor allem die signifikanten Eröffnungstakte des Kopfsatzes, mit dem 1867/1868 entstandenen Klavierkonzert (a-Moll) seines guten Freundes August Winding. Beide Konzerte erlebten ihre Uraufführung mit dem Orchester des musikerforeningen kurz hintereinander, Griegs Opus 16 nach Windings Opus 16, im großen Saal des Kopenhagener Casino teatret.[2]

Ferner ließ sich Grieg bei der Komposition von dem norwegischen Springtanz Halling inspirieren, dessen Rhythmus im ersten und im dritten Satz auftritt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Klavierkonzert_(Grieg)
Weiteres kann man ebenda lesen.

Auch Griegs Klavierkonzert haben haben Sir Colin und Murray Perahia im Jahre 1989 eingespielt:

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Willi😀

Und wir kommen zurück auf Beethoven, hier auf seine fünf Klavierkonzerte und diesmal mit Claudio Arrau am Flügel und der Staatskapelle Dresden:

Die Konzerte wurden in den Achtziger Jahren in Dresden eingespielt, und Sir Colin stand am Pult der Dresdner. Insgesamt arbeitete Sir Colin von 1981 bis 2013 fast 33 Jahre zusammen, hier in der ersten Phase. Wir können das Konzert nachhöre in der Youtube-GA in den Nr. 1 bis 3:

Beethoven, 1. Klavierkonzert in C-dur op. 15

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Willi😀

 

Es folgt das zweite Klavierkonzert in B-dur op. 19, das wir in der Youtube-GA in den Nr. 4 – 6 nachhören können:

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Willi😀

Alsdann haben wir das dritte Konzert in c-moll op. 37. Dieses können wir nachhören in Youtub in den Nr. 7 bis 9:

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Willi😀

Es folgt nun das Konzert Nr. 4 in G-dur op. 58 mit dem überirdischen Beginn, der mit zu dem schönsten und ergreifendsten Anfängen gehört, den ich in meiner sehr umfangreichen Klavierabteilung der Sammlung jemals gehört habe und hier in der Interpretation eines der größten Beethoven-Interpreten der Schallplattengeschichte . Nachhören können wir esbei Youtube in den Nr. 10 bis 12:

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Willi😀

 

Und wir schließen diesen Ausflug in das Beethovensche Repertoire einstweilen mit dem 5. Konzert in Es-dur op. 73, das wir bei Youtube in den Nr. 13 bis 15 nachhören können:

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Willi😀

Nach der Präsentation der Aufnahmen der Mozart-Sinfonien durch Sir Neville Marriner komme ich nun wieder zu seinem Landsmann, Sir Colin Davis und seinen Aufnahmen der 12 Londoner Sinfonien Joseph Haydns, die ich hier in der Reihenfolge des Hoboken-Verzeichnisses einstellen werde.

Jospeh Haydn, Symphonie in D-dur Hob. I:93

Die Sinfonie Nr. 93 in D-Dur (Hob. I:93) komponierte Joseph Haydn im Jahr 1791. Das Werk zählt zu Haydns Londoner Sinfonien: es entstand im Rahmen der ersten Londoner Reise und wurde am 17. Februar 1792 uraufgeführt.

Die Uraufführung der Sinfonie Nr. 93 fand am 17. Februar 1792 statt und war ein großer Erfolg. Der langsame Satz musste wiederholt werden, und am 20. April und 18. Mai wurde das Werk auf besonderen Wunsch nochmals ganz wiederholt. In den Lokalzeitungen wurde die Sinfonie hoch gelobt.[1] Beispielsweise berichtete die Times am 20. Februar 1792:

„Eine neue Ouvertüre aus der Feder des unvergleichlichen Haydn bildete einen beträchtlichen Ast dieses fantastischen musikalischen Baumes. Solch eine Verbindung von außerordentlicher Qualität war in jedem Satz enthalten, die sowohl alle Ausführenden wie auch die Zuhörerschaft mit enthusiastischer Leidenschaft erfüllte. Neuheit der Idee, angenehme Kaprice und gute Laune, alle zusammen kombiniert mit Haydns gewohnt erhabener Größe ergriff zunehmend Seele und Gefühle eines Jeden.“[2][3]

Über die Entstehung der Sinfonie, die offenbar schon Jahre vorher geplant war, berichtet van Hoboken (1957)[4] aus dem Briefwechsel zwischen Haydn und Frau von Genzinger. So schreibt Haydn am 14. März 1790:

„[…] die versprochene neue Sinfonie werden Ihro Gnaden in Monath April […] überkommen […]“ Am 30. Mai 1790 führt er dann aus, dass er „Gott lob, gesund, und thätige lust zur arbeith habe“; andererseits bedauert Haydn „bey dieser lust, dass Euer Gnaden so lang auf die versprochene Sinfonie warten müssen.“ Und im Brief vom 15. August 1790: „diese arme versprochene Sinfonie schwebt seit Ihrer anordnung stets in meiner Fantasie, nur einige (leyder) bishero Nothdringende zu fälle haben diese Sinfonie noch nicht zur welt kommen lassen!“

Am 17. November 1791, inzwischen in London, teilt er Frau von Genzinger mit:

„meine versprochene neue Sinfonie werden Euer gnaden in 2 Monathen erhalten. um aber gute Ideen zu bekommen, so bitte ich, schreiben mir Euer gnaden, aber schreiben Sie ja recht viel […]“ Aber auch diese Zusage kann Haydn nicht einhalten, sondern schreibt am 20. Dezember 1791. „[…] jene Sinfonie aber, so für Euer Gnaden bestimt, werd ich längstens anfangs February übermachen.“ Endlich kann er Frau von Genzinger am 2. März 1792 von der vor zwei Jahren versprochenen Sinfonie mitteilen: „[…] da ich dieselbe vergangenen Freytag zum erstenmahl producirte; Sie machte […] den Tiefesten Eindruck auf die Hörer.“ Haydn kann aber das Werk immer noch nicht zusenden: „Erstens weil ich willens bin, das letzte Stück von derselben abzuändern, und zu verschönern, da solches in rücksicht der Ersten Stücke zu schwach ist […] und 2. ursach ist, weil ich in der that befürchte, dass dieselbe möchte gefahr laufen in fremde Hände zu komen. […] Euer gnaden müssen demnach mir Ihre gütige nachsicht schenken, bis ich selbst die gnade haben werden, bis Ende July […] die Sinfonie zu übergeben.“[5]

Offenbar hat Haydn die geplante Überarbeitung des Schlusssatzes aber nie durchgeführt.[6]
https://de.wikipedia.org/wiki/93._Sinfonie_(Haydn)
Weiteres kann ebenda gelsen werden.

Colin Davis nahm diese Symphonie, wie die 11 folgenden auch, im Novmeber 1981 mit dem Royal Concertgebouw Orchestra in Amsterdam auf, was man in den Nr. 1 bis 4 nachhören kann:

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Willi😀

 

André hat auf diesen Beitrag reagiert.
André

Joseph Haydn, Symphonie Nr. 94 in G-dur Hob. I:94, „Mit dem Paukenschlag“

Die Sinfonie Nr. 94 in G-Dur (Hob. I:94) komponierte Joseph Haydn im Jahr 1791. Das Werk zählt zu den Londoner Sinfonien: es entstand im Rahmen der ersten Londoner Reise, wurde am 23. März 1792 uraufgeführt und trägt den Titel mit dem Paukenschlag bzw. Surprise (englisch: Überraschung), und wird deshalb auch als Paukenschlagsinfonie bezeichnet. Insbesondere der langsame Satz zählt zu den bekanntesten Werken Haydns.

Der deutsche Titel mit dem Paukenschlag bezieht sich auf einen unerwarteten Fortissimoschlag im zweiten Satz. Er ist insofern „etwas unpräzise“[1], als sich neben den Pauken auch alle anderen Instrumente an dem entsprechenden Schlag beteiligen. In England wurde die Sinfonie mit dem Titel The Surprise (Die Überraschung) bekannt, wobei dieser Titel vermutlich auf den Flötisten Andrew Ashe zurückgeht.[1]

Die beiden zeitgenössischen Haydn-Biographen, Georg August Griesinger und Albert Christoph Dies, berichten in verschiedener Weise zum Hintergrund des Andante:

„Ich fragte ihn [Haydn] einst im Scherz, ob es wahr wäre, daß er das Andante mit dem Paukenschlage komponirt habe, um die in seinem Konzert eingeschlafenen Engländer zu wecken? Nein, erhielt ich zur Antwort, sondern es war mir daran gelegen, das Publikum durch etwas Neues zu überraschen, und auf eine brillante Art zu debütieren, um mir nicht den Rang von Pleyel, meinem Schüler, ablaufen zu lassen, der zur nämlichen Zeit bey einem Orchester in London angestellt war (im Jahr 1792) und dessen Konzerte acht Tage vor den meinigen eröffnet wurden.“[2]

„Haydn machte mit Verdruß die Bemerkung, daß selbst im zweiten Akt [der Konzerte] der Gott des Schlafs seine Flügel über die Versammlung ausgebreitet hielt. Er sah das für eine Beschimpfung seiner Muse an, gelobte, dieselbe zu rächen, und komponierte zu diesem Endzwecke eine Symphonie, in welcher er da, wo es am wenigsten erwartet wird, im Andante, das leiseste Piano mit dem Fortissimo im Kontrast brachte. Um die Wirkung so überraschend als möglich zu machen, begleitete er das Fortissimo mit Pauken. (…) Haydn hatte die Paukenschläger vorzüglich gebeten, dicke Stöcke zu nehmen und recht unbarmherzig dreinzuschlagen. Diese entsprachen auch völlig seiner Erwartung. Der urplötzliche Donner des ganzen Orchesters schreckte die Schlafenden auf, alle wurden wach und sahen einander mit verstörten und verwunderten Mienen an. (…) Da aber während dem Andante ein empfindsames Fräulein von der überraschenden Wirkung der Musik hingerissen, derselben nicht hinlängliche Nervenkräfte entgegenstellen konnte, deswegen in eine Ohnmacht fiel und an die frische Luft geführt werden mußte, so benützten einige diesen Vorfall als Stoff zum Tadel und sagten, Haydn habe bisher immer auf eine galante Art überrascht, doch dieses Mal sei er sehr grob gewesen. Haydn bekümmerte sich wenig um den Tadel; sein Endzweck, gehört zu werden, war vollkommen und selbst für die Zukunft erreicht.“[3]

https://de.wikipedia.org/wiki/94._Sinfonie_(Haydn)
Weiteres kann ebenda gelesen werden.

Colin Davis nahm diese Sinfonie ebenfalls im November 1981 im Concertgebouw auf. dies kann  in Youtube in den Nummern 5 bis 8 nachgehört werden:

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Liebe Grüße

Willi😀

Joseph Haydn, Symphonie Nr. 95 in c-moll Hob.I:95

Die Sinfonie Nr. 95 in c-Moll (Hob. I:95) komponierte Joseph Haydn im Jahr 1791. Das Werk entstand im Rahmen seiner ersten Londoner Reise und zählt zu den Londoner Sinfonien.

Haydn komponierte die Sinfonie Nr. 95 im Rahmen der ersten Londoner Reise im Jahr 1791. Die Uraufführung fand im Frühjahr 1791 statt, das genaue Datum ist nicht bekannt.[1][2]

Die Sinfonie Nr. 95 hat in mehrfacher Hinsicht eine Sonderstellung unter den Londoner Sinfonien:

  • Sie ist die einzige Sinfonie in Moll. Der Moll-Charakter ist jedoch (wie auch in anderen Moll-Sinfonien Haydns) abgeschwächt, hier vor allem durch die „übergreifende Bewegung von Moll nach Dur“[3], d. h. die Moll-Passagen werden jeweils zum Dur hin „überwunden“. Beispielsweise wechselt der erste Satz in der Reprise zu C-Dur, im dritten Satz ist einem Moll-Menuett ein Dur-Trio gegenübergesetzt, und im Finale gibt es eine dramatische Moll-Passage, die „bezwungen“ wird.
  • Sie hat als einzige keine langsame Einleitung. Möglicherweise hängt dies mit der Moll-Tonart zusammen, da durch sie die Ernsthaftigkeit auch ohne das zusätzliche Gewicht einer Einleitung gewährleistet ist.[4]
  • Sie ist die kürzeste der Londoner Sinfonien und durch eine relativ klare Struktur gekennzeichnet[3] in dem Sinne, dass die einzelnen Themen/Motive meist klar gegeneinander abgegrenzt sind. Ansonsten ist das Werk durchaus detailliert ausgearbeitet: z. B. im ersten Satz der verschleierte Repriseneintritt oder im Finale den Wechsel von „galant-modernen“ Passagen mit „altmodisch-gelehrten“ polyphonen Abschnitten, die manche Autoren besonders hervorheben und in die Nähe vom Finale der Sinfonie KV 551 von Mozart rücken (s. u.). Haydn selbst bezeichnete die Sinfonie Nr. 95 (ebenso Nr. 96) als „sehr delicat“.[5] Donald Francis Tovey[6] meint, dass der Höreindruck eine Weitläufigkeit hervorrufe, die die relative Kürze in den Hintergrund treten lässt.
  • Möglicherweise hatte es Haydn darauf angelegt, „durch äußerste Klarheit und geradezu lakonische Kürze es seinem neuen Publikum leicht zu machen – womit er vielleicht dieses Publikum […], sicherlich aber alle späteren Generationen unterschätzte, denn bis heute ist das Werk das unbeliebteste der Londoner Gruppe geblieben.“[3] So ist das Datum der Uraufführung nicht bekannt, es fehlen zeitgenössische Berichte und ein Presseecho: Das Werk wurde „totgeschwiegen“[5] und bei seiner Aufführung offenbar keine Wiederholung verlangt (wie bei den anderen Londoner Sinfonien).[7] Die geringe Beliebtheit lässt sich auch daraus entnehmen, dass die 1795 erschienene Klaviertrio-Fassung ein Ladenhüter blieb, während beispielsweise die Sinfonien Nr. 94 und Nr. 100 sofort ausverkauft waren.[5] Möglicherweise wurde die Bewegung von Moll nach Dur (s. o.) von manchen Zuhörern auch als Unentschiedenheit der Tongeschlechter wahrgenommen, weiterhin waren Haydns frühere Moll-Sinfonien wegen der häufig fehlenden „melodischen Kantabilität“ in London nicht sehr beliebt.[8] Auch in der Literatur schneidet Nr. 95 im Vergleich zu anderen Londoner Sinfonien teilweise schlechter ab.[9]

Manche Autoren sehen andererseits (in teilweise etwas romantischen Deutungen[10]) Ähnlichkeiten zwischen der Sinfonie Nr. 95 und Mozarts Sinfonie KV 551, insbesondere im Anfang des ersten Satzes mit den zwei gegensätzlichen Motiven sowie dem fugierten Finale. Es ist jedoch bisher nicht vollständig geklärt, ob Haydn zum Zeitpunkt der Komposition Mozarts Sinfonie gekannt hat.[5]
https://de.wikipedia.org/wiki/95._Sinfonie_(Haydn)
Weiteres kann ebenda gelesen werden.

Colin Davis nahm diese Symphonie im Dezember 1980 im Amsterdam auf:

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Willi😀

Joseph Haydn, Symphonie in C-dur Hob.I:96, „Das Wunder“

Die Sinfonie Nr. 96 in D-Dur (Hob. I:96) komponierte Joseph Haydn im Jahr 1791. Das Werk gehört zu den berühmten Londoner Sinfonien und trägt den nicht von Haydn stammenden Beinamen „Das Wunder“ („The Miracle“).

Die Sinfonie Nr. 96 D-Dur komponierte Haydn im Jahr 1791 im Rahmen der ersten Londoner Reise und ist wahrscheinlich chronologisch die erste der „Londoner Sinfonien“. Sie wurde am 11. März 1791 in London in den „Hanover Square Rooms“ uraufgeführt[1], und zwar als Eröffnung der zweiten Hälfte des Konzertabends, während in der ersten Hälfte u. a. Haydns nicht speziell für die Londoner Konzertreihe komponierte Sinfonie Nr. 92 gespielt wurde.[2]

Von der Uraufführung, die ein großer Erfolg wurde, berichtet Haydn später seiner Bekannten Luigia Polzelli: „Im ersten Konzert von Herrn Salomon habe ich Furore mit einer neuen Symphonie gemacht, von der das Adagio[3] wiederholt werden musste; dies ist in London noch nie passiert, stell Dir vor, was für ein Wirbel das war, so etwas aus einem englischen Munde zu hören.“ (Original in Italienisch)[1]

Der Beiname „Das Wunder“ (original auf Englisch: „The Miracle“) ist durch eine Überlieferung zustande gekommen, über die Albert Dies (1810)[4] berichtet:

„Als Haydn im Orchester erschien und sich an das Pianoforte setzte, um eine Symphonie[5] selbst zu dirigieren, verließen die neugierigen Zuhörer im Parterre ihre Sitze und drängten sich gegen das Orchester in der Absicht, den berühmten Haydn in der Nähe besser sehen zu können. Die Sitze in der Mitte des Parterres wurden dadurch leer, und kaum waren sie leer, so stürzte der große Kronleuchter herunter, zertrümmerte und setzte die zahlreiche Versammlung in die größte Bestürzung. Sobald die ersten Augenblicke des Schreckens vorüber waren und die Vorgedrängten sich die Gefahr, der sie glücklich entflohen, denken, Worte finden und zum Ausbruch derselben kommen konnten, drückten mehrere Personen ihren Gemütszustand laut genug durch das Wort ‚Mirakel! Mirakel‘ aus. Haydn selbst war innig gerührt und dankte der gütigen Vorsehung, die es geschehen ließ, dass er auf gewisse Art als Ursache oder Werkzeug dienen müsste, wenigstens dreißig Menschen das Leben zu retten. Nur ein paar Zuhörer hatten unbedeutende Quetschungen empfangen.
Dieses Ereignis habe ich auf verschiedene Art und fast immer mit dem Zusatz erzählen hören, man hätte in London der Symphonie den schmeichelhaften Namen: ‚Das Mirakel‘ beigelegt. Es kann sein, dass es sich so verhält, aber wie ich deswegen bei Haydn Erkundigung einziehen wollte, sagte er: ‚Davon weiß ich nichts.‘“[4]
https://de.wikipedia.org/wiki/96._Sinfonie_(Haydn)
Weiteres kann man ebenda lesen.

Colin Davis nahm die Symphonie im November 1981 mit dem Concertgebouw Orchestra in Amsterdam auf:. Dies kann man in der Youtube-Sammlung in den Nr. 9 bsi 12 nachhören:

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Willi😀

Joseph Haydn, Symphonie in C-dur Hob.I:97

Die Sinfonie Nr. 97 in C-Dur (Hob. I:97) komponierte Joseph Haydn im Jahr 1792. Das Werk gehört zu den berühmten Londoner Sinfonien und wurde am 3. oder 4. Mai 1792 uraufgeführt.

Das Werk wurde am 3. oder 4. Mai 1792 in London im Rahmen der „Salomon´s Concerts“ uraufgeführt und bildet den Abschluss der Sinfonien von Haydns erster Londoner Reise.[1] Insbesondere der erste Satz steht in der Tradition der bis in den Barock zurückreichenden, festlichen C-Dur – Sinfonien für großes Orchester mit Pauken und Trompeten sowie Dreiklangs- und Fanfarenthematik,[2] von denen Haydn auch früher einige Vertreter komponiert hatte (bei Haydns frühen Sinfonien z. B. Nr. 20, Nr. 32, Nr. 33 und Nr. 38). Die Sinfonie wurde „auf besonderen Wunsch“ am 11. Mai 1792 wiederholt.[3] Entgegen der konservativen Tradition des Werkes enthält die Sinfonie Nr. 97 auch mehrere damals moderne Elemente:

  • So schreibt z. B. Ulm (2007)[1]: Die Sinfonie Nr. 97 ist „das modernste Werk der ersten Londoner Symphonienserie. Bei keinem ihrer Schwesterwerke war Haydn so innovativ, bei keinem so ausgelassen, in keinem hat er die Grenzen des tradierten Formenkanons so konsequent überschritten.“
  • Mainka (1991)[2] meint, dass die Sinfonie „nicht nur einen Gipfelpunkt dieser Traditionslinie darstellt, sondern (…) vom Komponisten als Ausprägung eines Idealtypus gedacht war“ und führt als Beispiel die tonale Spannung der ersten Takte der Einleitung auf.
  • Jacob (1952)[4] bezeichnet das „selbst für seine Art ungewohnt übermütigem Werk“ als „sehr österreichisch“ und sieht in den oft abrupten Wechseln der Klangfarbe der Sinfonie Anklänge an Franz Schubert.
  • Nach Finscher (2000)[3] weist Nr. 97 „in macher Hinsicht weiter in die Zukunft (…) als die früheren Londoner Sinfonien: Beethoven hat sich in der 1. Symphonie und noch in der Eroica seiner erinnert. Die Tendenz der vorangegangenen Werke, Einleitung und Allegro und darüber hinaus mehrere oder alle Sätze des Zyklus zu verbinden, wird stärker, und wie dort geht es mehr um subthematische und strukturelle Beziehungen als um thematische.“ Finscher hebt als Besonderheiten hervor: 1. die Motivverknüpfung von Einleitung und Vivace, 2. die Verknüpfung von Trio und Presto durch identische Anfangstöne, 3. eine strukturelle Verknüpfung durch Besonderheiten in den Schlüssen aller Sätze, 4. die Form des ersten Satzes mit der ungewöhnlich langen Coda als selbständigem Satzteil.
  • Nach Walter (2007)[5] bleibt Haydn bei seiner letzten Sinfonie im festlichen C-Dur-Typus jedoch hinter dem Anspruch zurück, „dem Publikum ein nach Inhalt und Umfang großes Werk als Abschluss dieses ersten Londoner Aufenthaltes darzubieten.“

Wie auch bei den anderen Londoner Sinfonien, war das Werk kurz nach Erscheinen in zahlreichen Bearbeitungen für den Hausgebrauch (z. B. Flöte mit Streichquartett, Klaviertrio, Klavier) verbreitet.[6]

Nachdem Ludwig van Beethoven während seiner Bonner Zeit einen Sinfoniesatz in c-Moll begonnen hatte, wandte er sich 1795/1796 der Arbeit an einer C-Dur-Sinfonie zu, die von Haydns Sinfonie Nr. 97 beeinflusst war. Beide Werke Beethovens blieben unvollendet, jedoch verwendete Beethoven einiges Material des C-Dur – Fragments für seine 1. Sinfonie.[7] Die Jenaer Sinfonie, die früher als Werk des jungen Beethovens galt und ebenfalls Anklänge an Nr. 97 zeigt, wurde in den 1950er Jahren als Werk Friedrich Witts identifiziert.[8]
https://de.wikipedia.org/wiki/97._Sinfonie_(Haydn)
Weiteres kann ebenda gelesen werden.

Colin Davis nahm diese Symphonie im Dezember 1980 an bekanntem Orte auf:

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Joseph Haydn, Symphonie in B-dur Hob.:98

Die Sinfonie Nr. 98 in B-Dur (Hob. I:98) komponierte Joseph Haydn im Jahr 1791/92. Das Werk gehört zu den berühmten Londoner Sinfonien und wurde am 2. März 1792 uraufgeführt.

Das Werk wurde am 2. März 1792 in London im Rahmen der „Salomon’s Concerts“ uraufgeführt. Die Sinfonie wurde so begeistert aufgenommen, dass die beiden Ecksätze wiederholt werden mussten. Dasselbe wurde eine Woche später bei einer Wiederholungsaufführung verlangt.[1]

Die Sinfonie Nr. 98 fällt durch folgende Besonderheiten auf:

  • im ersten Satz motivische Verknüpfung der langsamen Einleitung mit dem Eröffnungs-Allegro,
  • Allegro basiert auf nur einem Thema und ist satztechnisch dicht gearbeitet,
  • besonders expressiver zweiter Satz, der möglicherweise ein Andenken an Wolfgang Amadeus Mozart darstellt (siehe unten),
  • außergewöhnlich langer Schlusssatz mit Cembalo-Solo.

Das Werk ist die erste Sinfonie in B-Dur, in der Haydn Trompeten und Pauken einsetzt. Das Autograph soll sich früher im Besitz Ludwig van Beethovens befunden haben.[2]

Beispiele für Rezensionen:

„[Der erste Satz] geht weit hinaus über alles, was Haydn in früheren Symphonien (auch den Pariser Symphonien) an Eleganz, kontrapunktischem Können und Kombinationsgabe, und dies alles in der selbstverständlichsten Weise, die man sich denken kann, demonstriert.“[3]

„Die Themen sind sehr schön und abwechslungsreich, ihre Behandlung meisterhaft – es ist unverständlich, warum diese Sinfonie so selten zu hören ist.“[4]

„Auch die B-Dur-Symphonie ist alles andere als ein einfaches Werk. (…) Das Finale ist das originellste der Werkgruppe[5] (…).“[6]

„Der Schlusssatz (…) ist einer der liebenswürdigsten nicht nur Haydns, sondern der sinfonischen Literatur überhaupt.“[7]

https://de.wikipedia.org/wiki/98._Sinfonie_(Haydn)
Weiteres kann man ebenda lesen.

Colin Davis nahm die Symphonie im Mai 1979 auf:

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Joseph Haydn, Symphonie in Es-dur Hob.I:99

Die Sinfonie Nr. 99 in Es-Dur (Hob. I:99) komponierte Joseph Haydn im Jahr 1793. Das Werk gehört zu den berühmten Londoner Sinfonien und wurde am 10. Februar 1794 uraufgeführt. Es ist die erste von fünf Sinfonien, in der Haydn Klarinetten verwendete.

Die Sinfonie Nr. 99 komponierte Haydn 1793 in Wien oder Eisenstadt.[1] Von Haydns damaligem Schüler, dem 23-jährigen Ludwig van Beethoven, existieren zwei Abschriften des mittleren, kontrapunktischen Abschnittes aus dem vierten Satz.[2] Die Uraufführung fand am 10. Februar 1794 in London im Rahmen der „Salomon´s Concerts“ in den Hanover Square Rooms statt (und damit nur fünf Tage nach Haydns Ankunft in London). Es war das erste Konzert dieser Reihe des Jahres 1794. Die Uraufführung war ein großer Erfolg (s. u.), bei der zweiten Vorstellung der Sinfonie musste der erste Satz wiederholt werden.[1]

Wie auch bei den anderen Londoner Sinfonien, war das Werk kurz nach Erscheinen in zahlreichen Bearbeitungen für den Hausgebrauch (z. B. Klaviertrio, Streichquartett, Flöte mit Streichquartett, Klavier) verbreitet.[3]

„Der unvergleichliche Haydn schuf eine Ouvertüre[4], die sich nicht mit gewöhnlichen Worten beschreiben lässt. Sie ist eine der großartigsten Leistungen der Kunst, die wir jemals erlebt haben. Sie ist reich an neuartigen, großen und eindringlichen musikalischen Gedanken, sie erhebt die Seelen und die Gefühle. Das Werk wurde mit begeistertem Applaus begrüßt.“[5]

„Obwohl auch dieses Stück alle Qualitäten der ‚großen‘ Sinfonien besitzt, gehört es zu den Raritäten unseres Konzertbetriebs.“[6]

„Mit seiner Es-Dur-Symphonie 99 beschritt Haydn in mancherlei Hinsicht Neuland, vor allem was die Verwirklichung klanglicher Vorstellungen betraf. Sie ist die erste Symphonie in dieser Tonart für London, und erstmals hat Haydn in diesem Werk, das angeblich seine Lieblingssymphonie war, zwei Klarinetten verwendet. Dabei hat er es auf Anhieb verstanden, die klanglichen Möglichkeiten der Klarinette voll auszureizen und sensibel zur Geltung zu bringen. Dem 61-Jährigen ist damit nicht weniger gelungen, als die volle Besetzung der Holzbläser in der klassischen Symphonik zu etablieren (…). Auffallend ist dabei die Differenzierungskunst, mit welcher der Komponist über sein großes Orchester (…) verfügt und es vom klanggewaltigen Tutti bis hin zu transparenten kammermusikalischen Formationen variabel einsetzt.“[1]

„Wenn es nun stimmt, dass die Tonsprache der reifen Wiener klassischen Musik die Erinnerung an das Vergangene und die Erwartung des Zukünftigen in einer aufgeklärt-wachen Gegenwartserfahrung in singulärer Weise zu bündeln vermochte, ist die Symphonie in Es-Dur Nr. 99 nicht zuletzt in entstehungschronologischer Hinsicht Haydns klassischstes Werk: Haydn sollte es hier gelingen, die musikalischen Erfahrungen des ersten Londonaufenthalts mit der Perspektive neuerlichen symphonischen In-Beziehung-Tretens mit einem nunmehr bekannten Publikum in unvergleichlicher Weise zu verbinden, und vielen Bewunderern der Musik Haydns ist dieses Werk bis heute der Inbegriff von dessen symphonischer Kunst geblieben.“[7]

https://de.wikipedia.org/wiki/99._Sinfonie_(Haydn)
Weiteres kann ebenda gelesen werden.

Colin Davis nahm diese Symphonie mit dem Concertgebouw im November 1975 in Amsterdam auf:

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Joseph Haydn, Symphonie in G-dur Hob.I: 100

Die Sinfonie Nr. 100 in G-Dur (Hob. I:100) komponierte Joseph Haydn im Jahr 1794. Das Werk gehört zu den berühmten Londoner Sinfonien, wurde am 31. März 1794 in London uraufgeführt und trägt den Titel Militärsinfonie.

Die Sinfonie Nr. 100 komponierte Haydn im Jahr 1794 im Rahmen seiner zweiten Reise nach London. Wahrscheinlich entstanden die Ecksätze kurz nach der Ankunft in London, die mittleren Sätze dagegen in Wien.[1][2] Für das Allegretto griff Haydn auf den Variationssatz aus einem der Concerti für zwei Orgelleiern (Hob. VIIh:3*) zurück, die er 1786/87 für König Ferdinand IV. von Neapel geschrieben hatte (Haydn führte in den Londoner Konzerten auch andere Werke auf, die er ursprünglich für König Ferdinand komponiert hatte, wobei die Orgelleiern durch Flöte und Oboe ersetzt wurden[2]).

Der Titel Militärsinfonie ist nicht auf dem Autograph eingetragen, Haydn hat ihn aber bei dem Konzert vom 4. Mai 1795, bei dem auch die Sinfonie Nr. 104 uraufgeführt wurde, benutzt. Der Titel bezieht sich auf den zweiten und vierten Satz, in denen durch Einsatz von Pauke, Triangel, Becken und Großer Trommel die Assoziation einer Militärkapelle entsteht (der zweite Satz enthält zudem ein Trompeten-Signal). Dieser Musik-Typus entstand nach 1720 als Folge mehrerer Türkenkriege Venedigs und Österreichs, war beeinflusst von den Militärkapellen der Janitscharen (türkische Fußtruppen) und vor allem in Wien als „Türkische Musik“ beliebt (siehe auch Janitscharenmusik). (Bei der Uraufführung war für das Publikum vermutlich die Assoziation mit den kriegerischen Auseinandersetzungen Frankreichs[3] näher als die historische Rückbetrachtung auf die Türken.)[1] In London befanden sich damals zahlreiche französische Flüchtlinge.[2]

Die Sinfonie wurde am 31. März 1794 bei den „Salomon’s Concerts“ in den Londoner Hanover Square Rooms uraufgeführt.[1] Der Morning Chronicle berichtet von der Wiederholungsaufführung am 9. April 1794: „[…] und der mittlere Satz wurde wieder mit uneingeschränkten Beifall-Rufen begrüßt. Zugabe! Zugabe! Zugabe! Erscholl es von jedem Platz: Selbst die Damen wurden ungeduldig. Es ist das Anrücken zum Gefecht, der Marsch der Männer, das Geräusch des Ladens, der Donner des Beginns, das Klirren der Waffen, das Stöhnen der Verwundeten und das, was man als das höllische Gebrüll des Krieges bezeichnet – gesteigert zu einem Höhepunkt von scheußlicher Eindringlichkeit!, die, wenn andere sie sich vorstellen können, nur Haydn allein ausführen kann; denn er allein hat bislang dieses Wunder erwirkt.“[1] Nach einer weiteren Aufführung am 2. Mai mischte die Zeitung allerdings auch kritische Untertöne gegen die Verwendung der türkischen Musik im Schlusssatz ein (siehe dort).

Die Allgemeine musikalische Zeitung schreibt im April 1799 zu der Sinfonie: „Sie ist etwas weniger gelehrt, und leichter zu fassen, als einige andere der neuesten Werke desselben, aber an neuen Ideen eben so reich, als sie. Die Ueberraschung kann vielleicht in der Musik nicht weiter getrieben werden, als sie es hier ist, durch das urplötzliche Einfallen der vollen Janitscharenmusik im Minore des zweyten Satzes – da bis dahin man keine Ahndung davon hat, daß diese türkischen Instrumente bey der Symphonie angebracht sind. Aber auch hier zeigt sich nicht nur der erfinderische, sondern auch der besonnene Künstler. Das Andante ist nehmlich dennoch ein Ganzes: denn bey allem Gefälligen und Leichten, das der Komponist, um von der Idee seines Coups täuschend abzuleiten, in den ersten Theil desselben brachte, ist es doch marschmäßig angelegt und bearbeitet.“[1]

Die Sinfonie Nr. 100 war neben Nr. 94 Haydns beliebteste Sinfonie in England[2], v. a. das Allegretto. Haydn bearbeitete diesen Satz für Blasorchester um, daneben entstanden viele andere Bearbeitungen für den Hausgebrauch (Klaviertrio, Streichquartett u. a.).[4] Zu verschiedenen Deutungen des Werkes in der Literatur siehe beim zweiten Satz.
https://de.wikipedia.org/wiki/100._Sinfonie_(Haydn)
Weiteres kann ebenda gelesen werden.

Diese Symphonie nahm Colin Davis im November 1977 an bekanntem Orte mit dem Concertgebouw auf:

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Joseph Haydn, Symphonie in D-dur Hob.I: 101, „Die Uhr“

Die Sinfonie Nr. 101 in D-Dur (Hob. I:101) komponierte Joseph Haydn im Jahr 1794. Das Werk gehört zu den berühmten Londoner Sinfonien und trägt den nicht von Haydn stammenden Titel Die Uhr.

Die Sinfonie Nr. 101 komponierte Haydn im Rahmen seiner zweiten Englandreise. Sie ist in zwei Etappen entstanden: der zweite bis vierte Satz noch in Wien, der erste Satz in England. Die Uraufführung fand am 3. März 1794 statt.[1][2]

Der Morning Chronicle berichtet nach der Uraufführung: „Nichts könnte origineller sein als das Thema des ersten Satzes; und hat er einmal ein treffliches Thema gefunden, kann niemand besser als Haydn unaufhörliche Mannigfaltigkeit daraus schöpfen, ohne auch nur einmal davon abzulassen. Die Gestaltung der Begleitung im Andante, obgleich höchst schlicht, war meisterhaft, und wir hörten nie zuvor einen reizvolleren Effekt als den des Trio im Menuett. – Es war Haydn, was könnte man, was bräuchte man mehr zu sagen?“[1]
Der Beiname „Die Uhr“ stammt vom Wiener Verleger Johann Traeg, der 1798 eine Klavierfassung des Andante als „Rondo. Die Uhr“ herausbrachte.
https://de.wikipedia.org/wiki/101._Sinfonie_(Haydn)
Weiteres kann man ebenda lesen.

Colin Davis nahm die Symphonie im Mai 1979 auf:

 

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Joseph Haydn, Symphonie in B-dur Hob. I:102

Die Sinfonie Nr. 102 in B-Dur (Hob. I:102) komponierte Joseph Haydn um die Jahreswende 1794/95. Das Werk gehört zu den berühmten Londoner Sinfonien und wurde am 2. Februar 1795 uraufgeführt.

Die Sinfonie Nr. 102 komponierte Haydn um die Jahreswende 1794/95[1] im Rahmen der zweiten Londoner Reise. Es war die erste Sinfonie für die Konzertreihe der „Opera Concerts’“. Die Uraufführung fand am 2. Februar 1795 im King’s Theatre in London statt. Hierzu berichtet der Morning Chronicle vom 3. Februar 1795:

„… die neue Ouvertüre, komponiert von dem unnachahmlichen HAYDN, in meisterhaftem Stil aufgeführt wurde, wie sie es ganz unbedingt verdiente. Sein Genius ist, wie wir vielfach die Gelegenheit hatten zu bemerken, unerschöpflich. In Bezug auf Harmonie, Modulationen, Melodie, Leidenschaft und Effekt ist er gänzlich unerreicht. Der letzte Satz wurde wiederholt: Und trotz einer Unterbrechung durch das plötzliche Herabfallen eines der Kronleuchter wurde er nicht mit weniger Effekt aufgeführt.“[2]

Trotz des Zwischenfalls mit dem Kronleuchter gab es überraschenderweise keine (Schwer-)Verletzten im Publikum. Dieses „Wunder“ führte später zu dem Beinamen „Das Wunder“ (The Miracle) für eine Londoner Sinfonie, allerdings fälschlicherweise bei der Nr. 96 (siehe dort).

Die Sinfonie wurde vom Haydn-Forscher Howard Chandler Robbins Landon als die wohl „lauteste und aggresivste“ Sinfonie Haydns bezeichnet, womit auf die starke thematische, motivische und formale Konzentration v. a. im energiegeladenen Kopfsatz aufmerksam gemacht werden sollte.[3] Für Donald Francis Tovey[4] ist die Sinfonie Nr. 102 eines der drei besten Instrumentalstücke Haydns.

Wie auch bei den anderen Londoner Sinfonien, war das Werk kurz nach Erscheinen in zahlreichen Bearbeitungen für den Hausgebrauch (z. B. Streichquartett, Klavier) verbreitet.[5] Haydn hat die Partitur nach den Londoner Aufführungen überarbeitet und zahlreiche Änderungen vorgenommen. Die zeitgenössischen Drucke wurden allerdings vor dieser Überarbeitung veranlasst, so dass sie die Werkgestalt der Londoner Uraufführung wiedergeben.[6] Die heutigen Ausgaben, die in der Regel auch für Aufführungen genutzt werden, repräsentieren jedoch ausschließlich die überarbeitete Fassung. Die Lesarten vor Korrektur lassen sich dem Kritischen Bericht der Gesamtausgabe entnehmen.[7]
https://de.wikipedia.org/wiki/102._Sinfonie_(Haydn)
Weiteres kann man ebenda lesen.

Colin Davis nahm diese Symphonie im Mai 1979 auf:

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Joseph Haydn, Symphonie in Es-dur Hob. I:103 „Mit dem Paukenwirbel“

Die Sinfonie Nr. 103 in Es-Dur (Hob. I:103) komponierte Joseph Haydn im Jahr 1795. Das Werk gehört zu den berühmten Londoner Sinfonien und trägt den Beinamen „mit dem Paukenwirbel“.

Die Sinfonie Nr. 103 komponierte Haydn im Jahr 1795 im Rahmen der zweiten Londoner Reise für die Konzertreihe der „Opera Concerts“. Es ist Haydns vorletzte Sinfonie. Die Uraufführung fand am 2. März 1795 im King’s Theatre in London statt. Hierzu berichtet der Morning Chronicle vom 3. März 1795:

„Wieder wurde eine neue Symphonie vom produktiven und bezaubernden HAYDN aufgeführt; die, wie gewöhnlich, fortwährende Geistesblitze aufweist sowohl in der Melodik wie in der Harmonik. Die Langsame Einleitung erregte höchste Aufmerksamkeit, das Allegro betörte.“[1]

Der Beiname mit dem Paukenwirbel stammt nicht von Haydn, sondern leitet sich vom ungewöhnlichen Beginn der Sinfonie ab: Hier hat Haydn eine ganztaktige Note mit Fermate für die Pauke notiert und mit „Intrada“ überschrieben. Angaben zur Lautstärke fehlen im Autograph, was dazu geführt hat, dass das Paukensolo unterschiedlich interpretiert wird: Dies betrifft zum einen die Lautstärke, die in der Regel als An- und Abschwellen ausgeführt wird, wobei sich in den verschiedenen Ausgaben jedoch auch Angaben vom Pianissimo[2] bis hin zum Fortissimo[3] finden. Zum anderen wird das Solo zwar in der Regel als Wirbel interpretiert, der Begriff „Intrada“ lässt jedoch je nach Standpunkt auch Spielraum für eine Improvisation des Paukenspielers.

Der italienische Komponist Luigi Cherubini, der Haydn sehr verehrte, besuchte den Komponisten am 24. Februar 1806 in Wien. Haydn schenkte ihm die Handschrift der Sinfonie Nr. 103 und schrieb als Widmung auf die Titelseite den Zusatz „Vater des berühmten Cherubini“ („Padre del celebre Cherubini“).[4]

Folgende Elemente, die teilweise bereits in Richtung der Romantik deuten, sind bei dieser Sinfonie hervorzuheben:

  • die raschen Wechsel von Klangfarben, Stimmungen und Tempi (z. B. erster Satz: Dynamikwechsel und Einschub der langsamen Einleitung, zweiter Satz: Wechsel von Moll und Dur).
  • die Verschränkung von Einleitung (mit einem ausdrücklichen Thema) und Kopfsatz bis hin zur wörtlichen Wiederaufnahme der Einleitung. Ein derartiges, wörtliches Aufgreifen hatte es bis dahin in einer Sinfonie nicht gegeben.[5][6]
  • die Verwendung von volksliedhaften Melodien.
  • die „Aufwertung“ des langsamen Variations-Satzes von der technischen „Spielerei“ der Frühklassik zur Ausdruckskunst der Romantik.[7]
  • die Tendenz zur Auflösung der „traditionellen“ Formen wie Sonate oder Rondo im Finale, das zudem mit einem „romantischen“ Eröffnungsruf der Hörner beginnt[8] (siehe dazu auch die folgenden Literatur-Zitate).

Das Werk wird in der Literatur aufgrund von Gegensätzlichkeiten / Parallelen teilweise als „Schwesterwerk“ zur Sinfonie Nr. 104 angesehen[8] und insbesondere auf seine in Richtung der Romantik wirkenden Strukturen hervorgehoben:

„Wenn man (…) den langsamen Satz (…) hört, kann man Unerfahrene staunen machen: „Ist das von Brahms, ist es Mendelssohn oder ein unbekannter Mahler?“ Denn diese Synthese von einem Volkslied und einem gedämpft hinstelzenden Marsch, mit ihrer sich selbst aufhebenden Plumpheit, ist von so fremdartiger Harmonik und neuer Instrumentierung durchtränkt, dass sie wie spätromantische oder neuromantische Musik klingt.“[9]

„In diesem Werk wird Haydns Entwicklung klar: Welcher Weg von den frühen, spielerischen, noch ganz im Banne des höfischen Rokokos stehenden Sinfonien zu diesen letzten Kompositionen, in denen sich tieferer Gefühlsausdruck abzuzeichnen beginnt! Unleugbar ist es der Einfluss der Epoche, der sich hier auswirkt, Vorahnungen des romantischen Subjektivismus, der Stimmungsmahlerei, die sehr bald von der Musik Besitz ergreifen wird.“[7]

„Doch die Krone der Symphonie ist das Finale, eine der ingeniösesten Formerfindungen Haydns überhaupt. Ist es ein Rondo, eine Sonatenform oder irgendein anderes „Schema“? Nein, es ist der Versuch, auf drei verschiedenen Wegen zum Abschluss zu kommen. (…) Wie sich hier Buffo-Tonfall, kontrapunktische Meisterschaft und strengste thematische Integration miteinander verbinden, ohne dass die Musik ins Schwitzen käme, das gehört zu den Geheimnissen Haydns (…).“[5]

„Die Es-Dur-Symphonie (…) ist Haydns radikalster Versuch einer Verschränkung von langsamer Einleitung und Allegro auf mehreren Ebenen, und sie ist zugleich diejenige Symphonie, in der volksmusikalische Töne die größte Rolle spielen. (…) Die Formkategorien Rondo, Sonatensatz und Sonatenrondo verlieren hier[10] ihren Sinn; die wichtigsten Formzäsuren (…) werden durch das Thema mit dem Hornruf markiert, alles andere ist thematische Arbeit.“[8]

https://de.wikipedia.org/wiki/103._Sinfonie_(Haydn)
Weiteres kann man ebenda lesen.

Colin Davis nahm diese Symphonie im November 1976 auf, was man bei Youtube in den Nummern 17 bis 20 nachhören kann:

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Wir schließen diese Serie der Londoner Sinfonien mit der „Londoner“

Joseph Haydn, Symphonie in D-dur Hob.I: 104 „London“

Die Sinfonie Nr. 104 in D-Dur (Hob. I:104) komponierte Joseph Haydn im Jahr 1795. Das Werk gehört zu den berühmten Londoner Sinfonien und führt manchmal die nicht von Haydn stammenden Beinamen „London“ oder „Salomon“.

Die Sinfonie Nr. 104 komponierte Haydn im Jahr 1795 im Rahmen der zweiten Londoner Reise. Es ist seine letzte Sinfonie. Die Uraufführung fand am 4. Mai 1795 während eines Benefizkonzertes, das Haydn für sich gab, im Londoner Haymarket Theatre statt.[1][2] Haydn war zu dieser Zeit bereits 63 Jahre alt. Haydn komponierte das Werk vermutlich im März/April 1795 in London. Auf das Titelblatt des Autographs notiert er: „795[3] The 12th which I have composed in England[4] Sinfonia in D II .“[5] Über die Uraufführung schreibt der Komponist in sein Notizbuch:

„Den 4ten May 1795 gab ich mein Benefiz-Konzert im Haymarket-Theater. Der Saal war voll auserlesener Gesellschaft. a) Erster Theil der Militär-Symphonie; Aria […]; Concert […]; Duett […] von mir; eine neue Symphonie in D und zwar die zwölfte und letzte von den Englischen; b) zweiter Theil der Militärsymphonie; Aria […], Concerto […], Scena nuova von mir, Mad. Banti (She sang very scanty)[6]. Die ganze Gesellschaft war äußerst vergnügt und auch ich. Ich machte diesen Abend vier tausend Gulden. So etwas kann man nur in England machen.“[1]

Der Morning Chronicle berichtet am 6. Mai 1795 über die Uraufführung:

„Mehr als die Hälfte der aufgeführten Stücke waren von Haydn, und sie lieferten unbezweifelbare Belege für die Größe und Vielseitigkeit seiner Fähigkeiten. […] Haydn zeigte sich seinen wohlmeinenden Freunden erkenntlich, indem er für die Gelegenheit eine neue Symphonie schrieb, von der einige der besten Kenner glauben, dass sie in jedem Satz an Fülle, Reichtum und Majestät all seine anderen Werke überträfe. Ein Gentleman, dessen musikalische Kenntnisse, Geschmack und tief greifende Urteilsfähigkeit hoch geschätzt werden, äußerte folgende Meinung: In den nächsten fünfzig Jahren würden die Komponisten nur wenig Besseres als Nachahmer Haydns sein und nur wenig mehr hervorbringen als einen zweiten Aufguss. Wir hoffen, diese Prophezeiung möge sich als falsch erweisen, aber die Wahrscheinlichkeit scheint die Vorhersage zu bestätigen.“[1]

King’s Theatre am Haymarket

In Wien führte Haydn die Sinfonie erstmals am 18. Dezember 1795 auf.[7] Die für das Werk manchmal verwendeten Beinamen „London“, „Salomon“ (oder auch in älterer Literatur: „mit dem Dudelsack“) stammen nicht von Haydn.[8]

Die Sinfonie Nr. 104 wird teilweise als Ideal-Typus der klassischen Sinfonie bezeichnet.[9] Andererseits zeigen sich im Andante Tendenzen zur Erweiterung des „klassischen“ Variationensatzes, und auch der erste Satz weist z. B. aufgrund der Ähnlichkeit beider Hauptthemen, dem thematischen Reichtum der Exposition und weiteren Details einige Besonderheiten auf. So könnte man gegebenenfalls den Kopfsatz als einen der klarsten Sonatensätze Haydns überhaupt bezeichnen, wenn man von der Formtheorie des 19. Jahrhunderts absieht.[10]

Das Werk wird in der Literatur oft lobend als „Krönung“ der Londoner Sinfonien oder des gesamten Sinfonieschaffens von Haydn hervorgehoben:

  • Die Sinfonie als eines der drei besten Instrumentalstücke Haydns.[11]
  • „Wohl mit das bedeutendste“[7] Werk der Haydnschen Sinfonik.
  • Die Sinfonien Nr. 103 und 104 als „symphonisches Vermächtnis“[12] Haydns.
  • „Haydn schrieb das Werk wohl in dem Bewusstsein, dass es seine letzte Symphonie bleiben sollte. In Wien fehlten einfach die Rahmenbedingungen für derart anspruchsvolle Instrumentalmusik; es gab weder Konzertreihen noch geeignete Orchester, geschweige denn eine interessierte Öffentlichkeit. So liegt es nahe, dass er hier versuchte, seine immensen Erfahrungen in dieser Gattung noch einmal bündig zusammenzufassen.“[1]
  • „Sie bildet sozusagen die Summe des kompositionstechnischen Könnens Haydns nicht nur in handwerklich-kontrapunktischer Hinsicht, sondern auch in der Haydn typischen Ausprägung der Fähigkeit, kontrapunktische Brillanz mit einem populären musikalischen Idiom in Einklang zu bringen.“[13]
  • https://de.wikipedia.org/wiki/104._Sinfonie_(Haydn)
    Weiteres kann man ebenda lesen.

Colin Davis nahm diese Symphonie im November 1977 auf, was wir bei Youtube in den Nr. 21 bis 24 nachhören können:

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Genug einstweilen der Haydnschen Symphonien, doch möchte ich kurz einige mozartinische Werke anschließen, die ich, weil sie in einer Box vereinigt sind, in der Reihenfolge ihres Entstehens einstellen werde:

Wolfgang Amadeus Mozart, Messe in C-dur KV 317 „Krönungsmesse“

Die Krönungsmesse in C-Dur, KV 317 ist eine Messe von Wolfgang Amadeus Mozart.

Der Name Krönungsmesse ist erstmals 1862 in der Erstauflage des Köchelverzeichnisses schriftlich nachgewiesen.[1] Sehr wahrscheinlich wurde die Messe für den Ostergottesdienst 1779 am Salzburger Dom, der auf den 4. April fiel, komponiert. Mozart datierte die Partitur auf den 23. März 1779, womit er vermutlich die Fertigstellung der Komposition kennzeichnete.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kr%C3%B6nungsmesse_(Mozart)
Weiteres kann man ebenda lesen.

Colin Davis nahm die Krönungsmesse im Februar 1971  mit dem London Symphony Orchestra und Chorus in der Westminster Cathedral auf, wobei folgende Solistinnen und Solisten hinzutraten:
Helen Donath, Sopran, Gillian Knight, Alt, Ryland Davies, Tenor und Stafford Dean, Bass:

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Wolfgang Amadeus Mozart, Messe in c-moll KV 427 „Große Messe“

Die Große Messe in c-Moll von Wolfgang Amadeus Mozart, KV 427 (KV6 417a), entstand 1782 und ist, obwohl unvollendet, eine der herausragenden Messvertonungen der europäischen Musikgeschichte. Die Bezeichnung „Große Messe“ ist ein späteres Attribut. Formal gehört das Werk zum Typus der Missa solemnis. Die Originalhandschrift befindet sich in der Staatsbibliothek zu Berlin/Preußischer Kulturbesitz (Musikabteilung) unter der Signatur Mus.ms. autogr. W. A. Mozart KV 427.
https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fe_Messe_in_c-Moll
Weiteres kann man ebenda lesen.

Colin Davis nahm die c-moll-Messe im gleichen Zeitraum mit dem gleichen Chor und Orchester auf wie die Krönungsmesse, und hier mit folgenden Solistinnen und Solisten:
Helen Donath, Sopran, Heather Harper, Alt, Ryland Davies, Tenor und Stafford Dean, Bass,

Dies kann man bei Youtube in den Nr. 1 bis 13 nachhören:

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Wir beenden diesen kurzen Einschub mit Mozarts Opus ultimum, das er aus eben diesem Grunde auch nicht beenden konnte:

Wolfgang Amadeus Mozart, Requiem d-moll KV 626

Das Requiem in d-Moll (KV 626) aus dem Jahr 1791 ist Wolfgang Amadeus Mozarts letzte Komposition. Obwohl es nur zu etwa zwei Dritteln tatsächlich von Mozart stammt, ist es eines seiner beliebtesten und am höchsten eingeschätzten Werke. Mozart starb während der Komposition. Da es sich um ein Auftragswerk handelte, vervollständigten Joseph Eybler und Franz Xaver Süßmayr, ein Schüler von Mozart, das Requiem im Auftrag von Constanze Mozart, der Witwe des Komponisten. Die Entstehungsgeschichte und Qualität der nachträglichen Ergänzungen werden seit langem heftig diskutiert. Die ungewöhnlichen Umstände des Kompositionsauftrags und der zeitliche Zusammenhang dieser Seelenmesse mit Mozarts frühem Tod haben zudem eine üppige Mythenbildung angeregt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Requiem_(Mozart)
Weiteres kann man ebenda lesen.

In dieser Zusammenstellung steht das Werk an letzter Stelle, das Colin Davis von diesem dreien zuerst aufgenommen hat und zwar mit dem LSO und dem John Alldis Choir mit dem er auch die Kröungsmesse aufgenommen hat. Im o. a. Beitrag hatte ich irrtümlicherweise den London-Symphony-Chorus angegeben.
In dieser Aufnahme singen folgende Solistinnen und Solisten:
Helen Donath, Sopran, Yvonne Minton, Alt, Ryland Davies, Tenor und Gerd Nienstedt, Bass:

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