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Sir Neville Marriner (1924 – 2016), der sich ganz in den Dienst der Komponisten stellte

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Sir Neville Marriner, CH, CBE (* 15. April 1924 in Lincoln, England; † 2. Oktober 2016[1] in London) war ein britischer Dirigent und Violinist.

Bereits als 13-Jähriger studierte Marriner Violine am Royal College of Music in London und später am Pariser Konservatorium. Von 1950 bis 1959 war er Professor für Violine am Londoner Royal College of Music. Ab 1952 gehörte er als Violinist zum Londoner Philharmonia Orchestra und zum London Symphony Orchestra (LSO).

1958 gründete er mit zwölf Kollegen des LSO das Kammerorchester Academy of St Martin in the Fields. Der Name war von der Barockkirche St Martin-in-the-Fields am Trafalgar Square entlehnt, wo die Academy-Musiker nach dem Abendgottesdienst Konzerte geben durften. Die ersten Jahre waren beschwerlich, vor allem was die Finanzen betraf. Im Jahre 1970 erschien Marriners Einspielung von Antonio Vivaldis Vier Jahreszeiten.[2] Seither feierten er und seine Musiker einen Erfolg nach dem anderen. Mit seinem Orchester spielte er zahlreiche Werke ein.

Von 1969 bis 1979 war Marriner Dirigent des Los Angeles Chamber Orchestra, danach bis 1986 Musikdirektor des Minnesota Orchestra. Von 1983 bis 1989 leitete er das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des Süddeutschen Rundfunks. 1984 spielte die Academy of St Martin in the Fields unter seinem Dirigat die Filmmusik für Amadeus ein.[3] Der Soundtrack wurde in den USA im September 1996 mit einer Platin-Schallplatte ausgezeichnet.[4]

Für seine musikalischen Verdienste ernannte Königin Elisabeth II. ihn 1975 zum Commander of the British Empire.[5] Durch den Ritterschlag wurde er 1985 Knight Bachelor.
https://de.wikipedia.org/wiki/Neville_Marriner
Weiteres kann man ebenda lesen.

Ich beginne bei der Einstellung der Werke dieses britischen Dirigenten mit der Gesamtausgabe der Mozart-Sinfonien , die auch im Rahmen der Moazrt-Gesamtausgabe von Philips erschienen sind:

Wolfgang Amadeus Mozart, Sinfonie Nr. 1 Es-dur KV 16:

Die Sinfonie Es-Dur KV 16 komponierte Wolfgang Amadeus Mozart im Jahr 1764/65. Nach der Alten Mozart-Ausgabe trägt die Sinfonie die Nummer 1, wobei unklar ist, ob es sich wirklich um Mozarts erste Sinfonie handelt.

Die Mozarts hielten sich seit April 1764 in London auf. Durch die starken Anforderungen war die Gesundheit der Familie angeschlagen. Über die Entstehungsbedingungen von Wolfgangs erster Sinfonie berichtet die Schwester Maria Anna („Nannerl“) nach Mozarts Tod:

„Den 5ten August mussten sie außer der Stadt London in chelsea ein land Haus miethen, damit sich der Vatter von einem gefährlichen Halswehe erholen konnte, welcher ihn fast am Rande des Todes brachte (…) als unser Vater bis zum Tode krank lag, durften wir kein Klavier berühren. Um sich also zu beschäftigen, komponierte Mozart seine erste Symfonie mit allen Instrumenten – vornehmlich mit Trompeten Pauken. Ich musste sie, neben ihm sitzend, abschreiben. Indem er komponierte, und ich abschrieb, sagte er zu mir: Erinnere mich, dass ich dem Waldhorn was Rechts zu thun gebe!“[1]

Möglicherweise handelt es sich bei KV 16 nicht um Mozarts erste, sondern lediglich um die erste erhaltene Sinfonie. So ist das Autograph in Wolfgangs Handschrift, während Nannerl berichtet, dass sie ihrem Bruder bei der Niederschrift geholfen habe (s. o.). Wegen zahlreicher Änderungen an dem Werk kann Wolfgang von einem Überhandnehmen der Korrekturen jedoch veranlasst worden sein, die vorliegende Kopie anzufertigen und dabei einer zeitgenössischen Praxis gefolgt sein, nach der die Trompeten- und Paukenstimmen teilweise separat notiert wurden und dann auch ohne diese Stimmen kursierten – dies würde das Fehlen der von Nannerl erwähnten Trompeten und Pauken erklären. Dafür könnte auch sprechen, dass Es-Dur sich zu einer von Mozart bevorzugten Trompetentonart entwickelte. Doch trägt der Umschlag, der die autographen Einzelstimmen der Sinfonie KV 19 enthielt, neben Hinweisen in Leopolds Handschrift, dass er zuerst für die Stimmen einer Sinfonie F-Dur (vermutlich KV 19a) und anschließend für eine Sinfonie in C-Dur (wahrscheinlich KV 19b) diente, keinerlei Bemerkungen über eine Sinfonie in Es-Dur. Möglicherweise ist daher die von Nannerl erwähnte erste Sinfonie nicht mit KV 16 identisch[1], jedoch könnten Skizzen zur ersten Sinfonie im Londoner Skizzenbuch enthalten sein.[2] Ebenfalls denkbar ist, dass Nannerl in der Erinnerung die Besetzung der Sinfonie (d. h. die Trompeten und Pauken) auch ein bisschen ausgeschmückt hat.[3]
https://de.wikipedia.org/wiki/1._Sinfonie_(Mozart)
Weiteres kann man ebenda lesen.

Nach der Auskunft im Booklet, in dessen Reihung ich die Sinfonien mit ihren hier angewendeten Numerierungszeichen einstellen werde, ist die erste Sinfonie KV 16 im Oktober 1972 in der Wembley Town Hall in London, (in der Sir Colin Davis auch etliche Werke eingespielt hat), von Neville Marriner mit der Academy of St. Martin in the Fields aufgenommen worden. Dies kann man in der Youtube-GA in den Nr. 1 – 3 nachhören:

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Willi😀

Mozart, Sinfonie in D-dur, KV 19

Die Sinfonie D-Dur Köchelverzeichnis 19 komponierte Wolfgang Amadeus Mozart im Jahr 1765. Nach der Zählweise der Alten Mozart-Ausgabe trägt sie die Nummer 4.

Die Sinfonie komponierte der neunjährige Mozart 1765 im Rahmen der Reise nach London (siehe bei KV 16).[1] Auf Anregung vom Vater Leopold Mozart beschäftigte sich Wolfgang intensiv mit den Sinfonien der Zeitgenossen (z. B. Carl Friedrich Abel, Johann Christian Bach, Johann Gottfried Eckard, Hermann Friedrich Raupach)[1], was sich in der Struktur von KV 19 widerspiegelt.

Bei den hier benutzten Begriffen in Anlehnung an die Sonatensatzform ist zu berücksichtigen, dass dieses Schema in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entworfen wurde (siehe dort) und von daher nur mit Einschränkungen diese Sinfonie übertragen werden kann. Die Sätze entsprechen noch mehr der zweiteiligen Form, bei der der zweite Satzteil als modifizierter Durchlauf des ersten („Exposition“) angesehen wird. – Die hier vorgenommene Beschreibung und Gliederung der Sätze ist als Vorschlag zu verstehen. Je nach Standpunkt sind auch andere Abgrenzungen und Deutungen möglich.
https://de.wikipedia.org/wiki/4._Sinfonie_(Mozart)
Weiteres kann man ebenda lesen.

Diese Sinfonie nahm Neville Marriner ebenfalls im Oktober 1972 in der gleichen Lokalität auf wie die vorangegangene und die nachfolgenden. In Youtube kann man sie nachhören in den Nr. 4 – 6:

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Willi😀

Mozart, Sinfonie in F-dur KV Anh, 223 /19a

Die Sinfonie F-Dur KV Anhang 223 (19a) komponierte Wolfgang Amadeus Mozart im Jahr 1765 in London.

Anfang der 1980er Jahre[1][2][3] wurde in München die bis dahin verloren geglaubte Sinfonie KV Anhang 223 bzw. KV 19a in einem Satz Orchesterstimmen in Leopold Mozarts Handschrift gefunden. Von der Existenz des Werkes hatte man vorher zum einen aufgrund des Incipits des ersten Satzes auf einem Umschlag gewusst, der das Autograph der Sinfonie KV 19 enthielt (daneben auch den Anfang einer Sinfonie C-Dur, vermutlich KV 19b, diese ist bis heute verschollen). Zudem war das Incipit auch in einem Katalog vom Verleger Breitkopf & Härtel aufgeführt.

Die Sinfonie wurde vermutlich als Eröffnungsstück für eines der Konzerte am 21. Februar oder am 13. Mai 1765 im Haymarket Theatre im Rahmen von Mozarts London-Reise aufgeführt (vgl. KV 16).[2][4] Die erste Aufführung seit der Wiederentdeckung fand am 23. März 1981 bei der Eröffnung des Neubaus der Neuen Pinakothek in München statt.[3]
https://de.wikipedia.org/wiki/Sinfonie_KV_Anh._223_(Mozart)
Weiteres kann man ebenda lesen.

Die Sinfonie KV Anh, 223 wurde offenbar im gleichcn Zeitraum eingespielt wie die ersten beiden hier aufgeführten. Sie kann nachgehört werden in der Youtube-GA in den Nr. 7 – 9:

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Willi😀

Mozart, Sinfonie Nr. 5 in B-dur KV 22

Die Sinfonie B-Dur Köchelverzeichnis 22 ist eine klassische Sinfonie in drei Sätzen von Wolfgang Amadeus Mozart aus dem Jahr 1765. Nach der Zählweise der Alten Mozart-Ausgabe trägt sie die Nummer 5.

Eigentlich hatten die Mozarts nach ihrem Aufenthalt in England direkt nach Paris reisen wollen. Aufgrund inständiger Bitten eines holländischen Gesandten und wohl auch wegen guter Einnahmeaussichten ließ sich Leopold Mozart dann aber doch dazu bewegen, einen Umweg über Den Haag zu machen. Hier hielten sich die Mozarts von September 1765 bis April 1766 auf und gaben diverse Konzerte. Dabei wurde neben den Londoner Sinfonien (KV 16, KV 19, KV 19a, KV 19b) auch KV 22 aufgeführt, die Mozart im Dezember 1765 in Den Haag komponierte. Der Anlass war wahrscheinlich ein Konzert am 22. Januar 1766.[1] Der Begriff „Sinfonie“ war damals noch nicht so stark festgelegt wie heute, bspw. wurde KV 22 in den Flugblättern von 1765 als Ouvertüre angekündigt.

Eigentlich hatten die Mozarts nach ihrem Aufenthalt in England direkt nach Paris reisen wollen. Aufgrund inständiger Bitten eines holländischen Gesandten und wohl auch wegen guter Einnahmeaussichten ließ sich Leopold Mozart dann aber doch dazu bewegen, einen Umweg über Den Haag zu machen. Hier hielten sich die Mozarts von September 1765 bis April 1766 auf und gaben diverse Konzerte.
https://de.wikipedia.org/wiki/5._Sinfonie_(Mozart)
Weiteres kann man ebenda lesen.

Neville Marriner nahm die 5. Sinfonie im gleichen Zeitraum mit seiner Academy und auch im gleichen Konzertsaal, der Wembley Town Hall wie auch alle nachfolgenden Sinfonien (was die Location betrifft). Dies kann bei Youtube in den Nr. 10 – 12 nachgehört werden:

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Willi😀

Mozart, Sinfonie Nr. 6 in F-dur KV 43

Die Sinfonie F-Dur Köchelverzeichnis 43 komponierte Wolfgang Amadeus Mozart im Jahr 1767. Nach der Alten Mozart-Ausgabe führt die Sinfonie die Nummer 6.

Das Autograph der Sinfonie Köchelverzeichnis (KV) 43 trägt den Titel: Sinfonia di Wolfgango Mozart à Vienne 1767. Über der Jahreszahl steht die später wieder ausgestrichene Bemerkung à olmutz. In Olmütz (Nordmähren) hielten sich die Mozarts nur einmal zwischen dem 26. Oktober und dem 23. Dezember 1767 auf, als sie abrupt aus dem pockenverseuchten Wien fliehen mussten, die Erkrankung beider Kinder aber doch nicht verhindern konnten. Auf der Flucht aus Wien machten sie in Brünn Station, und Leopold Mozart verschob wegen der Krankheit ein geplantes Konzert auf den Zeitpunkt der Rückreise. Am 10. Januar 1768 kehrten die Mozarts nach Wien zurück. Vermutlich wurde KV 43 zwischen dem 15. September und dem 23. Oktober 1767 in Wien komponiert, in Olmütz während Wolfgangs Genesung von den Pocken abgeschrieben und (möglicherweise) am 30. Dezember in Brünn aufgeführt.[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/6._Sinfonie_(Mozart)
Weiteres kann man ebenda lesen.

Die sechste Sinfonie nahmen Neville Marriner und die Academy im Dezember 1972 auf. Dies kann in Youtube in den Nummern 13 bis 16 nachgehört werden:

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Willi😀

Mozart, Sinfonie Nr. 7 in D-dur KV 45

Die Sinfonie D-Dur Köchelverzeichnis 45 komponierte Wolfgang Amadeus Mozart im Jahr 1768 in Wien. Nach der Alten Mozart-Ausgabe trägt die Sinfonie die Nummer 7.

Das Autograph des Werkes trägt die Aufschrift „16. Jenner“ von Leopold Mozart; vermutlich hat Wolfgang das Werk an diesem Tag fertiggestellt.[1] Da über ein öffentliches Konzert der Mozarts zu dieser Zeit nichts überliefert ist, war der Kompositionsanlass wahrscheinlich einer der zahlreichen privaten Auftritte; die erste Aufführungsgelegenheit war vermutlich ein Fastenkonzert beim „Russischen Gesandten Prinzen von Gallitzin“ (Brief von Leopold Mozart[2]). Bei diesen Konzerten war es üblich, dass am Beginn und am Ende Sinfonien gespielt wurden.

Für die zwischen April und Juli 1768 komponierte Oper La finta semplice Köchelverzeichnis (KV) 51 hat Mozart die Sinfonie zur Ouvertüre umgearbeitet. Das Menuett fiel weg, ebenso Pauken und Trompeten, dafür ergänzte er Flöten und (obligate) Fagotte (im Andante nur Flöten; bei KV 45 sind die Fagotte gemäß der damaligen Aufführungspraxis fakultativ zur Bassverstärkung, s. u.). Die Erweiterung lässt sich damit erklären, dass das Wiener Orchester über mehr Möglichkeiten als die kleineren Privatorchester verfügte, für die Mozart bisher komponiert hatte. Die Streichung von Trompeten und Pauken ist jedoch erstaunlich; sie hängt möglicherweise damit zusammen, dass Mozart sie für eine komische Oper als nicht notwendig erachtete.[2]

Hermann Abert[3] schreibt zum Verhältnis von KV 45 und der Ouvertüre KV 51: „Die Ouvertüre zeigt einen erheblichen Fortschritt, und zwar allein schon der D-Dur-Sinfonie vom 16. Januar 1768 (KV 45) gegenüber, mit der sie Themen und Verarbeitung bis auf das weggelassene Menuett gemein hat. Aber das instrumentale Gewand des Stückes ist reicher geworden, und, was das wichtigste ist, die hinzugefügten Bläser dienen nicht bloß zur Verstärkung, sondern reden mitunter eine ganz selbständige Sprache und führen Klangwirkungen herbei, die die alten Gedanken in ein ganz neues Licht setzen (…).“

Einen Vergleich zwischen beiden Versionen bietet die Einspielung mit der Academy of Ancient Music.

Als Charakteristikum der Wiener Sinfonien sind KV 43, KV 45, KV 45b, KV 48 und KV 76 viersätzig mit einem Menuett als dritten Satz.
https://de.wikipedia.org/wiki/7._Sinfonie_(Mozart)
Weiteres kann man ebenda lesen.

Neville Marriner nahm mit seiner Academy diese Sinfonie im September 1973 auf. Dies kann in der Gesamtausgabe in Youtube in den Nr. 17 bis 20 nachgehört werden:

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Willi😀

Mozart, Sinfonie Nr. 7a in G-dur , Anh. 221 KV 45a

Die Sinfonie G-Dur Köchelverzeichnis Anhang 221 komponierte Wolfgang Amadeus Mozart im Jahr 1766 in Den Haag. Das Werk wird teilweise auch als „Alte Lambacher“ Sinfonie bezeichnet.

Anfang Januar 1769 machte die Familie Mozart auf ihren Reisen zwischen Salzburg und Wien u. a. in dem oberösterreichischen Benediktinerkloster Lambach Rast. Wie für viele bayerische und österreichische Klöster damals üblich, bot auch das Kloster Lambach Zimmer und Mahlzeiten für Durchreisende und unterhielt eine kleine Kapelle für die Liturgie sowie zur Unterhaltung. In der Familienkorrespondenz der Mozarts wird dieser Aufenthalt nicht gesondert erwähnt, so dass nur durch Notizen in zwei Sinfonie-Manuskripten der Aufenthalt bekannt ist.[1][2]

Diese Manuskripte wurden Anfang des 20. Jahrhunderts als Kopien im Archiv des Klosters Lambach gefunden und stellen wahrscheinlich eine Schenkung der Mozarts als Anerkennung für die Gastfreundschaft dar.[3] Das eine trug im Titel „Del Sigre: Wolfgango Mozart. Dono Authoris 4.ta Jan. 769“[3] (umgangssprachlich „Alte Lambacher“), das andere den Namen „Leopoldo“ mit demselben Datum (umgangssprachlich „Neue Lambacher“). Alfred Einstein ging davon aus, dass das Wolfgang zugeschriebene Werk während des Wiener Aufenthalts von 1767/68 komponiert wurde, reihte sie entsprechend dem Datum des Lambacher Manuskripts in die Chronologie authentischer Werke ein und gab ihr in der dritten Auflage des Köchelverzeichnisses (KV) die Nummer 45a, was auf Anfang 1768 hinweist.[4] In weiteren Auflagen des Köchelverzeichnisses wurden diese Angaben beibehalten.

1964 veröffentlichte Anna Amalie Abert eine neue Hypothese, nach der die beiden Lambacher Sinfonien versehentlich vertauscht worden seien. Ihre Theorie basiert auf einer umfangreichen Untersuchung beider Werke sowie Vergleichen zwischen diesen und anderen Sinfonien, von denen man annimmt, dass Leopold Mozart und Wolfgang sie gleichzeitig komponierten. Im Ergebnis kam Abert zu dem Schluss, dass KV 45a im Stil archaischer und nach ästhetischen Gesichtspunkten weniger gelungen als die Leopold zugeschriebene Sinfonie sei, weshalb Leopold als der Ältere, der Konservativere und auch weniger Begabte KV 45a komponiert haben müsse. Zudem habe der Vergleich formaler und stilistischer Kennzeichen Ähnlichkeiten zwischen den ersten Sätzen von KV 45a und anderen Sinfonien von Leopold sowie den ersten Sätzen der Neuen Lambacher und anderen Sinfonien Wolfgangs ergeben. Ferner sollten die Monothematik des ersten Satzes (d. h. Verwendung von nur einem anstatt von zwei Themen) von KV 45a, bestimmte Strukturmerkmale (häufige Kombination zweitaktiger Phrasen[5], starker Gebrauch von Sequenzen) auf Leopold deuten, während die eher fortgesponnenen und variierten melodischen Einfälle mehr auf Wolfgang hinweisen.

Die bis dahin unveröffentlichte „Neue Lambacher“ Sinfonie wurde dann als ein Werk Mozarts herausgegeben und war auch Bestandteil einiger Gesamteinspielungen (Berliner Philharmoniker mit Karl Böhm, Academy of Ancient Music mit Jaap Schröder).
https://de.wikipedia.org/wiki/Sinfonie_KV_Anh._221_(Mozart)

Diese Sinfonie wurde im Dezember 1972 aufgezeichnet und kann in Youtube unter den Nr. 25 bis 27 nachgehört werden:

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Willi😀

 

Mozart, Symphonie in B-dur Anh. 214 KV 45b

Die Sinfonie B-Dur Köchelverzeichnis Anhang 214 (45b) wurde möglicherweise von Wolfgang Amadeus Mozart um 1768 in Wien komponiert.

Das Werk war (neben einigen anderen Sinfonien) Ludwig von Köchel nur aufgrund ihres Incipits in einem Katalog von Breitkopf & Härtel bekannt und im Köchelverzeichnis als „Anhang 214“ aufgeführt. Alfred Einstein entdeckte dann in der Berliner Nationalbibliothek einen Stimmensatz aus dem 18. Jahrhundert mit dem Titel „Sinfonie Ex Bb, à 2 Violini, 2 Oboe, 2 Corni, Viola e Basso / Del Sig. Cavaliere Amadeo Wolfgango Mozart Maestro di concerto di S.A. à Salibsurgo.“[1] Mozart hatte am 27. November 1768 den Posten eines dritten Konzertmeisters am Salzburger Hof erhalten und wurde am 8. Juli 1770[2][3] in Rom zum Ritter vom Goldenen Sporn ernannt, worauf er sich „Cavaliere“ nennen durfte. Einstein meinte aber vermutlich aufgrund von Stilvergleichen, dass die Sinfonie nicht später als 1768 komponiert worden sein könnte, nahm als Kompositionszeitraum „Anfang 1768 in Wien“ an und gab dem Werk die KV-Nummer 45b.[4] Die o. g. Bezeichnungen auf der Berliner Abschrift müssen nicht unbedingt den Zeitpunkt der Komposition, sondern können auch der Status des Komponisten zum Zeitpunkt der Abschrift bezeichnen.[2][4] Entstehungsort, -zeit und möglicherweise auch der Komponist sind jedoch bisher nicht zweifelsfrei geklärt.[1]

Die Alte Mozart-Ausgabe (erschienen 1879–1882) führt 41 Sinfonien mit der Nummerierung von 1 bis 41. Weitere Werke wurden bis 1910 in Ergänzungsbänden veröffentlicht. Die darin enthaltenen Sinfonien sind manchmal mit den Nummern 42 bis 55 bezeichnet (KV 45b hat die Nummer 55), auch wenn es sich um frühere Werke als Mozarts letzte Sinfonie KV 551 von 1788 handelt, die nach der Alten Mozart-Ausgabe die Nummer 41 trägt.[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Sinfonie_KV_Anh._214_(Mozart)

Neville Marriner zeichnete die Symphonie im Dezember 1972 auf. Dies kann in der Youtube-Gesamtausgabe in den Nr. 28 bis 31 nachgehört werden:

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Willi😀

Mozart, Symphonie Nr. 8 in D-dur KV 48

Die Sinfonie D-Dur Köchelverzeichnis 48 komponierte Wolfgang Amadeus Mozart im Jahr 1768 in Wien. Nach der Alten Mozart-Ausgabe trägt die Sinfonie die Nummer 8.

Das Autograph ist vom 13. Dezember 1768 datiert. Somit wurde die Sinfonie Köchelverzeichnis (KV) 48 wahrscheinlich nach dem Konzert vom 7. Dezember 1768 (an dem u. a. die Messe KV 139, das Offertorium KV 47b und ein Trompetenkonzert KV 47c aufgeführt worden waren) und kurz vor der Abreise von Wien nach Salzburg vollendet. Die Rückkehr der Mozarts nach Salzburg war schon überfällig und Leopold Mozarts Gehalt storniert geworden, als der Vater einen Tag nach der Datierung von KV 48 am 14. Dezember 1768 in einem Brief an einen Freund schrieb:

„So sehr ich gewunschen und gehofft, auf den Consecrations Tag S:r Hochführstlichen Gnaden in Salzburg zu seyn, so war es doch unmöglich, indem wir unsere Sache nicht eher konnten zu Ende bringen, so sehr ich mich beeyfert hatte. Wir werden aber doch vor den Weynacht Feyertagen von hier aufbrechen …“[1]

Was die Ursache für die verzögerte Rückkehr nach Salzburg war, ist ebenso wie der Kompositionsanlass von KV 48 (für einen privaten Auftraggeber, das Abschiedskonzert in Wien oder für ein unmittelbar nach der Rückkehr in Salzburg geplantes Konzert) unbekannt.[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/8._Sinfonie_(Mozart)

Neville Marriner zeichnete mit seiner Academy diese Symphonie im September 1973 auf. Dies kann in der Youtube-Gesamtausgabe in den Nr. 32 bis 35 nachgehört werden:

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Willi😀

Mozart, Symphonie Nr. 9 in C-dur KV 73

Die Sinfonie C-Dur Köchelverzeichnis 73 komponierte Wolfgang Amadeus Mozart vermutlich im Jahr 1772. Nach der Alten Mozart-Ausgabe trägt die Sinfonie die Nummer 9.

Das Autograph dieser Sinfonie ist zwar vorhanden, die darauf verzeichnete Jahreszahl 1769 wurde jedoch im Nachhinein vermutlich vom Verleger Johann Anton André eingetragen. Wahrscheinlich komponierte Mozart die Sinfonie im Jahr 1772.[1][2] Unklar ist, ob Mozart die Sinfonie für eine Aufführung in Salzburg oder für einen italienischen Auftraggeber schrieb.[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/9._Sinfonie_(Mozart)

Diese Symphonie wurde von Neville Marriner und seiner Academy ebenfalls im September 1973 aufgenommen und es kann in der Youtube-GA in den Nr. 37 bis 40 nachgehört werden:

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Willi😀

Mozart, Symphonie Nr. 10 in G-dur KV 74

Die Sinfonie G-Dur Köchelverzeichnis 74 komponierte Wolfgang Amadeus Mozart im Jahr 1770 während seiner ersten Italien-Reise. Nach der Alten Mozart-Ausgabe trägt die Sinfonie die Nummer 10.

Am Ende des ersten Satzes hat Mozart auf das Autograph ein Lob Gottes geschrieben („Finis Laus Deo“), ansonsten fehlen jedoch sowohl Satzbezeichnungen wie eine Datierung aus seiner Handschrift.[1][2] Daher ist der konkrete Entstehungszeitraum unklar: In der sechsten Auflage des Köchelverzeichnisses (1964)[3] wird „vermutlich 1770“ angegeben, während Alfred Einstein (1937)[4] in der dritten Auflage noch „Dezember 1770“ geschrieben hatte und meinte, das Werk sei in Mailand entstanden. Wolfgang Hildesheimer (1977)[5] weist dagegen „Oktober 1770“ als Entstehungszeitraum aus.

Über dem ersten Satz hat der Verleger Johann Anton AndréOuvertüre zur Oper Mitridate“ geschrieben, jedoch sind die letzten drei Wörter wieder durchgestrichen. Ob die Sinfonie ursprünglich als Ouvertüre zu dieser in demselben Zeitraum entstandenen Oper (Köchelverzeichnis (KV) 87) konzipiert war, in einem anderen oder keinem Zusammenhang dazu steht, ist unklar.[2] Immerhin ist KV 74 im Stil einer italienischen Ouvertüre gehalten und käme somit zumindest theoretisch auch als Opernauftakt in Frage. Letztendlich benutzte Mozart als Einleitung zu Mitridate eine andere, ebenfalls dreisätzige Ouvertüre, die im 18. Jahrhundert als Konzertsinfonie verbreitet war.[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/10._Sinfonie_(Mozart)
Weiteres kann man ebenda lesen.

Diese Symphonie nahmen Neville Marriner und die Seinen im Oktober 1972 auf und dies kann in der Gesamtausgabe bei Youtube in den Nr. 41 bis 43 nachgehört werden:

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Willi😀

Mozart, Symphonie (Nr. 42) in F-dur KV 75

Die Sinfonie F-Dur Köchelverzeichnis 75 ist eine klassische Sinfonie in vier Sätzen, die möglicherweise von Wolfgang Amadeus Mozart komponiert wurde.

Die Sinfonie F-Dur Köchelverzeichnis (KV) 75 wurde wahrscheinlich zwischen März und August 1771 in Salzburg komponiert. Wie mehrere andere Werke dieser Epoche (z. B. KV 97), war auch KV 75 lediglich in Stimmen des Leipziger Verlages Breitkopf & Härtel überliefert, die im Zweiten Weltkrieg vernichtet wurden. Mozarts Urheberschaft ist daher nicht zweifelsfrei belegt. Volker Scherliess (2005)[1] meint jedoch, dass „die überwiegende Zahl der Fachleute sie für echt“ hält.

Die Alte Mozart-Ausgabe (erschienen 1879–1882) führt 41 Sinfonien mit der Nummerierung von 1 bis 41. Weitere Werke wurden bis 1910 in Ergänzungsbänden veröffentlicht. Die darin enthaltenen Sinfonien sind manchmal mit den Nummern 42 bis 55 bezeichnet (KV 75 hat die Nummer 42), auch wenn es sich um frühere Werke als Mozarts letzte Sinfonie KV 551 von 1788 handelt, die nach der Alten Mozart-Ausgabe die Nummer 41 trägt.

Bei den hier benutzten Begriffen in Anlehnung an die Sonatensatzform ist zu berücksichtigen, dass dieses Schema in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entworfen wurde (siehe dort) und von daher nur mit Einschränkungen auf die Sinfonie KV 75 übertragen werden kann. Die Sätze 1, 3 und 4 entsprechen noch mehr der zweiteiligen Form, bei der der zweite Satzteil als modifizierter Durchlauf des ersten („Exposition“) angesehen wird. – Die hier vorgenommene Beschreibung und Gliederung der Sätze ist als Vorschlag zu verstehen. Je nach Standpunkt sind auch andere Abgrenzungen und Deutungen möglich.
https://de.wikipedia.org/wiki/10._Sinfonie_(Mozart)
Weiteres kann man ebenda lesen.

Diese Symphonie wurde von der Academy unter Neville Marriner im März 1975 aufgenommen und kann in der Yutube-Ga in den Nr, 44 bis 47 nachgehört werden:

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Willi😀

Mozart, Symphonie (Nr. 43) in F-dur KV 76

Die Sinfonie F-Dur Köchelverzeichnis 76 ist eine klassische Sinfonie in vier Sätzen, die möglicherweise von Wolfgang Amadeus Mozart komponiert wurde.

Von dieser Sinfonie existiert kein Autograph. Die einzige Quelle war ein Stimmensatz aus dem Archiv des Verlegers Breitkopf & Härtel, der im Zweiten Weltkrieg jedoch vernichtet wurde.[1]

  • Otto Jahn[2] verweist in seiner Mozart-Biographie[3] auf den Fund von 20 Mozart zugeschriebenen Sinfonien aus dem Archiv von Breitkopf & Härtel. Köchel folgte dieser Auffassung und sah KV 76 als authentisches Werk Mozarts an. Jahns Zuschreibung zu Mozart basiert auf der „Mozartiana-Sammlung“ von Johann Andrés, in der zehn der 20 Werke enthalten sind und deshalb für echt gehalten wurden, weil sie direkt von Mozarts Witwe kamen. Zwei weitere dieser Werke sind sinfonische Versionen der Ouvertüren zu Lucio Silla KV 135 und Il sogno di Scipione KV 126, daher könnten die übrigen acht Stücke ebenfalls authentisch sein. Jahn datierte KV 76 mit „177?“, Köchel dagegen mit „vielleicht 1769“.

https://de.wikipedia.org/wiki/Sinfonie_KV_76_(Mozart)
Weiteres kann ebenda gelesen werden.

Neville Marriner nahem diese Sinfonie ebenfalls  im März 1973 auf. Dies kann in der Youtube-GA in den Nr. 48 bis 51 nachgehört werden:

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Willi😀

Mozart, Symphonie (Nr. 44) in D-dur KV 81

Die Sinfonie D-Dur Köchelverzeichnis 81 (73l) wurde möglicherweise von Wolfgang Amadeus Mozart im Jahr 1770 in Rom komponiert.

Für die vier D-Dur Sinfonien Köchelverzeichnis (KV) 81, KV 84, KV 95 und KV 97, die alle während Mozarts erster Italienreise entstanden sein sollen, ist die Echtheit nicht zweifelsfrei geklärt, u. a. weil kein Autograph vorhanden ist. Eine Abschrift des Werkes, die vom 25. April 1770 datiert ist, schreibt die Sinfonie Wolfgang zu[1], wurde aber auch mit Leopold Mozart in Verbindung gebracht.[2] In einem Brief vom (ebenfalls) 25. April 1770 hatte Wolfgang seiner Schwester berichtet, dass Leopold gerade eine seiner Sinfonien abschreibe, um die Noten nicht aus dem Haus geben zu müssen.[2]

Auch ein Katalog des Verlegers Breitkopf & Härtel aus dem Jahr 1775 führt Leopold als Komponist auf, was aber möglicherweise daran liegen könnte, dass Leopold dem Verlag gegenüber als Ansprechpartner aufgetreten ist.[2]

Alfred Einstein (1937)[3] verwirft eine Urheberschaft des Vaters: „Es wäre seltsam, wenn Leopold sich in Rom nochmals als späterer Konkurrent seines Sohnes versucht hätte; und noch seltsamer, wenn gerade eine der reiz- und geistvollsten der italienischen Sinfonien aus dem Jahr 1770 von ihm herrühren sollte.“[4]

Bernhard Paumgartner (1945)[5] meint, dass „die Zuweisung an Wolfgang überzeugt“; ähnlich äußert sich Wolfgang Gersthofer (2007)[6]: „Freilich bilden die vier fraglichen Werke nicht nur eine in sich recht homogene Gruppe, so dass wohl mit der Autorschaft eines einzigen Komponisten zu rechnen ist; auch lassen sich bzgl. einer Reihe von Merkmalen Ähnlichkeiten finden zum authentischen italienischen Sinfoniecorpus Mozarts (…). (…) Kurzum: von einer Echtheit aller vier D-Dur – Sinfonien KV 81, KV 84, KV 95 und KV 97 dürfte mit großer Wahrscheinlichkeit auszugehen sein.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Sinfonie_KV_81_(Mozart)
Weiteres kann man ebenda lesen.

Neville Marriner und seine Academy nahmen diese Symphony im Oktober 1972 auf. Dies kann in der Youtube-GA in den Nr. 52 bis 54 nachgehört werden:

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Mozart, Symphonie in D-dur KV 84

Die Sinfonie D-Dur Köchelverzeichnis KV 84 wurde möglicherweise von Wolfgang Amadeus Mozart im Jahr 1770 während seiner ersten Italienreise komponiert. Nach der Alten Mozart-Ausgabe trägt die Sinfonie die Nummer 11.

Am 4. August 1770 schrieb Mozart seiner Schwester aus Italien: „Unterdessen habe ich schon 4 itallienische Sinfonien componirt (…).“ Möglicherweise handelt es sich dabei um die vier D-Dur Sinfonien Köchelverzeichnis (KV) 81, KV 84, KV 95 und KV 97. Die Echtheit ist jedoch nicht zweifelsfrei geklärt, u. a. weil kein Autograph vorhanden ist.

Die Sinfonie KV 84 ist in drei verschiedenen Abschriften überliefert:

  • eine Wiener Abschrift, die das Werk Wolfgang Amadeus Mozart zuschreibt: oben rechts auf dem Manuskript steht „In Milano, il Carnovalo 1770“, und unten „Del Sigre Cavaliero Wolfgango Amadeo Mozart á Bologna, nel mese di Luglio 1770“. Einstein[1] vermutet daher, dass die Sinfonie im Januar oder Februar in Mailand entworfen und im Juli in Bologna in letzter Fassung vollendet worden sein könnte. Das ist insofern plausibel, als sich die Mozarts vom 23. Januar bis zum 15. März in Mailand und im Juli 1770 in Bologna aufhielten.[2][3]
  • eine Berliner Abschrift, lediglich mit der Bemerkung „del Sig: re Mozart“ versehen (d. h. ohne Vornamen), diese Abschrift wurde teilweise Wolfgang, teilweise auch Leopold Mozart zugeschrieben.
    eine Prager Abschrift weist das Werk Carl Ditters von Dittersdorf zu.[3]

Neal Zaslaw[3] verweist auf eine „eingehende Stilanalyse von Jan La Rue“, die ergeben habe, dass KV 84 höchstwahrscheinlich von Wolfgang stammt. Ähnlich äußert sich auch Wolfgang Gersthofer:[4] „Freilich bilden die vier fraglichen Werke nicht nur eine in sich recht homogene Gruppe, so dass wohl mit der Autorschaft eines einzigen Komponisten zu rechnen ist; auch lassen sich bzgl. einer Reihe von Merkmalen Ähnlichkeiten finden zum authentischen italienischen Sinfoniecorpus Mozarts (…). (…) Kurzum: von einer Echtheit aller vier D-Dur – Sinfonien KV 81, KV 84, KV 95 und KV 97 dürfte mit großer Wahrscheinlichkeit auszugehen sein.“ Trotz dieser (Experten-)Einschätzungen verbleiben Restzweifel.[2]
https://de.wikipedia.org/wiki/11._Sinfonie_(Mozart)
Weiteres kann man ebenda lesen.

Neville Marriner hat die Symphonie mit den Seinen im Dezember 1972 eingespielt, was man in der Youtube-Ga in den Nummern 55 bis 57 nachhören kann.

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Mozart, Symphonie ind D-dur KV 95

Die Sinfonie D-Dur Köchelverzeichnis 95 wurde möglicherweise von Wolfgang Amadeus Mozart im Jahr 1770 in Rom komponiert.

Am 25. April 1770 erwähnt Mozart in einem Brief aus Italien an seine Schwester u. a. zwei Sinfonien. Alfred Einstein (1937)[1] ist der Auffassung, dass es sich dabei um Köchelverzeichnis (KV) 95 und KV 97 handelt, die man auch als „Zwillingssinfonien“ bezeichnen könnte (Einstein bezieht sich dabei auch auf die Tonart und die Struktur der Werke) und die Mozart wahrscheinlich im April 1770 in Rom komponiert habe. Diese Auffassung wird jedoch von anderen Autoren bezweifelt, da für beide Sinfonien keine Autographe überliefert sind.[2]

Auch für zwei weitere D-Dur Sinfonien, KV 81 und KV 84, die Mozart während seiner ersten Italienreise komponiert haben soll, ist die Echtheit nicht zweifelsfrei geklärt.[2][3] Wolfgang Gersthofer (2007)[4] nimmt unter Berücksichtigung anderer, sicher von Mozart während dieser Zeit entstandenen Werke eine Autorschaft desselben für die Sinfonien KV 81, KV 84, KV 95 und KV 97 „mit großer Wahrscheinlichkeit“ an.

Ob die Sinfonien KV 95 und KV 97 ursprünglich – dem italienischen Typus gemäß – dreisätzig waren und Mozart später das Menuett nachkomponierte, oder ob sie von Anfang an viersätzig konzipiert waren, ist unklar.[2][5]

Die Alte Mozart-Ausgabe (erschienen 1879–1882) führt 41 Sinfonien mit der Nummerierung von 1 bis 41. Weitere Werke wurden bis 1910 in Ergänzungsbänden veröffentlicht. Die darin enthaltenen Sinfonien sind manchmal mit den Nummern 42 bis 55 bezeichnet (KV 95 hat die Nummer 45), auch wenn es sich um frühere Werke als Mozarts letzte Sinfonie KV 551 von 1788 handelt, die nach der Alten Mozart-Ausgabe die Nummer 41 trägt.[2]
https://de.wikipedia.org/wiki/Sinfonie_KV_95
Weiteres kann man ebenda lesen.

Diese Symphonie wurde im September 1973 aufgezeichnet, und wie alle anderen auch in der Wembley Town Hall. dies kann in Youtube in den Nr. 58 – 61 nachgehört werden:

https://de.wikipedia.org/wiki/Sinfonie_KV_95

 

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Mozart, Symphonie in C-dur  KV 96

Die Sinfonie C-Dur Köchelverzeichnis 96 (111b) wurde möglicherweise von Wolfgang Amadeus Mozart im Jahr 1771 in Mailand komponiert.

Alfred Einstein (1937)[1] vermutet, dass die Sinfonie im Oktober / November 1771 in Mailand gemäß dem italienischen Typus als dreisätziges Werk entstand und dass Mozart später das Menuett nachkomponierte. Andererseits äußert Mozart in den Briefen an seine Schwester auch die Absicht, Menuette für seine in Italien komponierten Sinfonien zu schreiben.[2]

Die Echtheit der Sinfonie ist jedoch nach wie vor unklar, da kein Autograph vorhanden ist. Dementsprechend schwanken auch die Datierungen je nach Autor teilweise erheblich: sie reichen aufgrund von Stilvergleichen oder einzelnen Parallelen zu anderen Werken von 1770 bis 1774.[3]

Die Alte Mozart-Ausgabe (erschienen 1879–1882) führt 41 Sinfonien mit der Nummerierung von 1 bis 41. Weitere Werke wurden bis 1910 in Ergänzungsbänden veröffentlicht. Die darin enthaltenen Sinfonien sind manchmal mit den Nummern 42 bis 55 bezeichnet (KV 96 hat die Nummer 46), auch wenn es sich um frühere Werke als Mozarts letzte Sinfonie KV 551 von 1788 handelt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Sinfonie_KV_96_(Mozart)
Weiteres kann ebenda gelesen werden.

Neville Marriner und seine Academy spielten diese Symphonie ebenfalls im September 1973 ein. Dies kann in Youtube in den Nr.
62 bis 66 nachgehört werden:

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Mozart, Symphonie in D-dur KV 97

Die Sinfonie D-Dur Köchelverzeichnis 97 (73m) ist eine klassische Sinfonie in vier Sätzen, die möglicherweise von Wolfgang Amadeus Mozart komponiert wurde.

Am 25. April 1770 erwähnt Mozart in einem Brief aus Italien an seine Schwester u. a. zwei Sinfonien. Alfred Einstein (1937)[1] ist der Auffassung, dass es sich dabei um Köchelverzeichnis (KV) 95 und KV 97 handelt, die man auch als „Zwillingssinfonien“ bezeichnen könnte (Einstein bezieht sich dabei auch auf die Tonart und die Struktur der Werke) und die Mozart wahrscheinlich im April 1770 in Rom komponiert habe. Diese Auffassung wird jedoch von anderen Autoren bezweifelt, da für beide Sinfonien keine Autographe überliefert sind.[2]

Auch für zwei weitere D-Dur Sinfonien, KV 81 und KV 84, die Mozart während seiner ersten Italienreise komponiert haben soll, ist die Echtheit nicht zweifelsfrei geklärt.[3][2] Wolfgang Gersthofer (2007)[4] nimmt unter Berücksichtigung anderer, sicher von Mozart während dieser Zeit entstandenen Werke eine Autorschaft desselben für die Sinfonien KV 81, KV 84, KV 95 und KV 97 „mit großer Wahrscheinlichkeit“ an.

Ob die Sinfonien KV 95 und KV 97 ursprünglich – dem italienischen Typus gemäß – dreisätzig waren und Mozart später das Menuett nachkomponierte, ist unklar.[5][2]

Die Alte Mozart-Ausgabe (erschienen 1879–1882) führt 41 Sinfonien mit der Nummerierung von 1 bis 41. Weitere Werke wurden bis 1910 in Ergänzungsbänden veröffentlicht. Die darin enthaltenen Sinfonien sind manchmal mit den Nummern 42 bis 55 bezeichnet (KV 97 hat die Nummer 47), auch wenn es sich um frühere Werke als Mozarts letzte Sinfonie KV 551 von 1788 handelt, die nach der Alten Mozart-Ausgabe die Nummer 41 trägt.[2]
https://de.wikipedia.org/wiki/Sinfonie_KV_97_(Mozart)

Auch diese Symphonie ist von der Academy unter der Leitung von Neville Marriner im September 1972 an bekannter Stelle eingespielt worden. Es kann in der Youtube-GA in den Nr. 66 bis 69 nachgehört werden:

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Willi😀

Mozart, Symphonie Nr. 12 in G-dur KV 110

Die Sinfonie G-Dur Köchelverzeichnis 110 (75b) komponierte Wolfgang Amadeus Mozart im Jahr 1771 in Salzburg. Nach der Alten Mozart-Ausgabe trägt die Sinfonie die Nummer 12.

Mozart komponierte die Sinfonie Köchelverzeichnis (KV) 110 im Juli 1771 in Salzburg in der Zeit zwischen der ersten und zweiten Italienreise. Das Autograph trägt die Aufschrift: „Sinfonia del Sgr. Cavaliere Amadeo Wolfg. Mozart in Salisburgo nel Luglio 1771.“[1]

Im Vergleich mit den früheren Sinfonien zeigt KV 110 einen „Entwicklungsschub“[2] in Mozarts Sinfonieschaffen:

  • Es handelt sich um eine „ausgewachsene“[3] Konzertsinfonie mit einem Menuettsatz, Wiederholung beider Teile in den Ecksätzen und einem mit 157 Takten relativ langen Eröffnungssatz (die Kopfsätze früherer Sinfonien waren meist deutlich kürzer); ähnlich bei den zeitnah entstandenen Sinfonien KV 112 und KV 114.
  • Auftreten von Kontrapunktik in allen Sätzen, insbesondere im Menuett. Möglicherweise zeigt sich hierin eine Beeinflussung durch Padre Martini, bei dem Mozart während seiner ersten Italienreise im Kontrapunkt unterrichtet wurde.[1][2]
  • Der erste Satz entspricht bereits weitgehend dem, was später als typische Sonatensatzform bekannt werden sollte, jedoch kann das Schema der Sonatensatzform nur eingeschränkt auf ein Werk von 1771 angewandt werden (s. u.).
    https://de.wikipedia.org/wiki/12._Sinfonie_(Mozart)

Weiteres kann man ebenda lesen.

Auch diese Symphonie nahmen Neville Marriner und seine Academy im September 1973 wie übrigens auch die vorige. Dies kann ebenfalls in Youtube nachgehört werden, hier in den Nr. 70 bis 73:

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Willi😀

Mozart, Symphonie Nr. 13 in F-dur KV 112

Die Sinfonie F-Dur Köchelverzeichnis 112 komponierte Wolfgang Amadeus Mozart im Jahr 1771 in Mailand. Nach der Alten Mozart-Ausgabe trägt die Sinfonie die Nummer 13.

Das Autograph dieser Sinfonie, die während der zweiten Italienreise entstand, trägt den Titel Sinfonia del Sigre Cavaliere Wolfgango Amadeo Mozart á Milano 2 di Novemb. 1771, wobei Wolfgang nur das erste Wort und Leopold Mozart den Rest schrieb. Die Uraufführung fand möglicherweise am 22. oder 23. November 1771 im Haus von A. M. Mayr, Verwalter der königlichen Privatschatulle von Erzherzog Ferdinand, statt.[1]

Hermann Abert[2] schreibt zu der Sinfonie: „Diese deutschen Einflüsse[3] haben auch über die zweite Italienische Reise vorgehalten, die an sinfonischer Arbeit ja überhaupt nicht ergiebig war. Die F-Dur Sinfonie (K. V. 112) (…) macht zwar in Thematik und Orchestration einige Zugeständnisse an den italienischen Geschmack, verwischt jedoch die deutschen Grundlagen keineswegs.“ Und in einer Fußnote fügt Abert hinzu: „Gegen WSF[4], die hier einen starken Rückfall ins Italienische feststellen, muss auf den häufigen Stimmungsumschlag, die ausdrucksvolle Schlussgruppe und die leidenschaftliche Durchführung des ersten Satzes, das Stamitzsche Andante und auf die teils deutschen, teils spezifisch Mozartschen Züge des Menuetts (Trio!) und Schlußrondos mit seinen zwei Seitensätzen hingewiesen werden.“

Neal Zaslaw[1] lobt: Die Sinfonie „ist – von der wundervoll proportionierten Sonatensatzform des 1. Satzes über die sorgfältige Polyphonie des nur von den Streichern gespielten Andante bis zum energischen Rondo-Finale, einer Giga – von einem Geist des Vertrauens und solider Handwerkskunst durchdrungen, die vielleicht aus der erfolgreichen Aufführung des Ascanio einen Monat zuvor resultierten.“

Bei den hier benutzten Begriffen in Anlehnung an die Sonatensatzform ist zu berücksichtigen, dass dieses Schema in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entworfen wurde (siehe dort) und von daher nur mit Einschränkungen auf die Sinfonie Köchelverzeichnis (KV) 112 übertragen werden kann. – Die hier vorgenommene Beschreibung und Gliederung der Sätze ist als Vorschlag zu verstehen. Je nach Standpunkt sind auch andere Abgrenzungen und Deutungen möglich.
https://de.wikipedia.org/wiki/13._Sinfonie_%28Mozart%29
Weiteres kann man ebenda lesen.

Diese Symphonie wurde von Dirigent und Orchester im Dezember 1972 aufgenommen. Dies kann in Youtube in den Nr. 74 bis 77 nachgehört werden:

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Willi😀

Mozart, Symphonie Nr. 14 in A-dur KV 114

Die Sinfonie A-Dur Köchelverzeichnis 114 komponierte Wolfgang Amadeus Mozart im Jahr 1771 in Salzburg. Nach der Alten Mozart-Ausgabe trägt die Sinfonie die Nummer 14.

Im Vergleich zu den meisten von Mozarts früheren Sinfonien zeichnen sich die für 1771 sicher überlieferten Werke Köchelverzeichnis (KV) 110 (komponiert in Salzburg vor der zweiten Italienreise), KV 112 (komponiert in Mailand) und KV 114 (komponiert in Salzburg nach der zweiten Italienreise) dadurch aus, dass es sich um „ausgewachsene“[1] Konzertsinfonien mit einem Menuett und Wiederholungen der Hauptteile in den Ecksätzen handelt (vgl. bei KV 110).

Das Autograph der Sinfonie KV 114 ist vom 30. Dezember 1771 datiert. Kurz vorher, am Tag nach ihrer Rückkehr aus Italien (16. Dezember 1771), war der Salzburger Erzbischof Sigismund von Schrattenbach gestorben, der Mozarts „Wunderkind“ – Laufbahn wesentlich unterstützt hatte.[2] Möglicherweise wollte Mozart mit KV 114 – auch vor dem Hintergrund der bevorstehenden Wahl des Nachfolgers des verstorbenen Erzbischofs – eine „Visitenkarte“ ablegen. Das Werk war bei Zeitgenossen vermutlich relativ populär, da mehrere deutsche und böhmische Abschriften existieren.[3] Bernhard Paumgartner (1957)[4] spricht von einer „zarte(n), manchmal verträumte(n)“ Sinfonie. Auch mehrere andere Autoren heben die Bedeutung der Sinfonie hervor, z. B. den „Ideenreichtum“ im Eröffnungssatz.[5]
https://de.wikipedia.org/wiki/14._Sinfonie_(Mozart)
Weiteres kann man ebenda lesen.

Neville Marriner nahm diese Symphonie mit seiner Academy im September 1973 auf, was man in der Youtube-GA in den Nr. 78 bis 81 nachhören kann:

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Willi😀

 

Mozart, Symphonie Nr. 15 in G-dur , KV 124

Die Sinfonie G-Dur Köchelverzeichnis 124 komponierte Wolfgang Amadeus Mozart im Jahr 1772 in Salzburg. Nach der Alten Mozart-Ausgabe trägt die Sinfonie die Nummer 15.

Das Autograph der Sinfonie ist von Mozart beschriftet mit „Sinfonia del Sigr: Cavaliere Wolfgango amadeo Mozart Salisburgo 21 Febrario 1772“. Den Kavalierstitel hatte Mozart vom päpstlichen „Orden vom Goldenen Sporn“ verliehen bekommen, ihn aber nur selten benutzt. Der konkrete Kompositionsanlass ist nicht bekannt.[1][2]

Besetzung: zwei Oboen, zwei Hörner in G, zwei Violinen, Viola, Cello, Kontrabass. In zeitgenössischen Orchestern war es zudem üblich, auch ohne gesonderte Notierung Fagott und Cembalo (sofern im Orchester vorhanden) zur Verstärkung der Bass-Stimme bzw. als Generalbass-Instrument einzusetzen.[3]

Aufführungszeit: ca. 16 Minuten.

Bei den hier benutzten Begriffen der Sonatensatzform ist zu berücksichtigen, dass dieses Schema in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entworfen wurde (siehe dort) und von daher nur mit Einschränkungen auf die Sinfonie Köchelverzeichnis (KV) 124 übertragen werden kann. – Die hier vorgenommene Beschreibung und Gliederung der Sätze ist als Vorschlag zu verstehen. Je nach Standpunkt sind auch andere Abgrenzungen und Deutungen möglich.
https://de.wikipedia.org/wiki/15._Sinfonie_(Mozart)
Weiteres kann man ebenda lesen.

Neville Marriner nahm diese Symphonie im Dezember 1972 auf. Dies kann man in der Youtube-Ga in den Nummern 83 bis 86 nachlesen:

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Willi😀

André hat auf diesen Beitrag reagiert.
André

Mozart, Symphonie Nr. 16 in C-dur KV 128

Die Sinfonie C-Dur Köchelverzeichnis 128 komponierte Wolfgang Amadeus Mozart im Jahr 1772 in Salzburg. Er war damals 16 Jahre alt. Nach der Alten Mozart-Ausgabe trägt die Sinfonie die Nummer 16.

Mozart komponierte die Sinfonie Köchelverzeichnis (KV) 128 im Mai 1772 als Auftakt zu einer sechsteiligen Sinfoniegruppe (siehe bei KV 130). Innerhalb dieser Gruppe bildet sie mit der Sinfonie KV 129 insoweit ein Werkpaar, als beides – neben derselben „kleinen“ Besetzung – dreisätzige Sinfonien ohne Menuett sind. Zudem ist der Charakter der Schlusssätze ähnlich. Andererseits sind z. B. die Kopfsätze eher gegensätzlich angelegt (bilden aber insofern auch ein Pendant zueinander): KV 128 I mit der „stärker rhythmisch betonten Schreibweise“[1] bzw. „großflächig, gewissermaßen stabil angelegt“[2], KV 129 I dagegen eher mit einer „italienisch geprägte(n) flüssig-elegante(n) Diktion“[1] bzw. „flexibel, graziös, immer in Veränderung begriffen“[2] und (ebenso wie Teile vom Kopfsatz der Sinfonie KV 132) in Richtung auf Johann Christian Bach weisend.[1]

Besetzung: zwei Oboen, zwei Hörner in C, zwei Violinen, Viola, Cello, Kontrabass. In zeitgenössischen Orchestern war es zudem üblich, auch ohne gesonderte Notierung Fagott und Cembalo (sofern im Orchester vorhanden) zur Verstärkung der Bass-Stimme bzw. als Generalbass-Instrument einzusetzen.[3]

Aufführungszeit: ca. 12 Minuten.

Bei den hier benutzten Begriffen der Sonatensatzform ist zu berücksichtigen, dass dieses Schema in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entworfen wurde (siehe dort) und von daher nur mit Einschränkungen auf die Sinfonie KV 128 übertragen werden kann. – Die hier vorgenommene Beschreibung Gliederung der Sätze ist als Vorschlag zu verstehen. Je nach Standpunkt sind auch andere Abgrenzungen und Deutungen möglich.
https://de.wikipedia.org/wiki/16._Sinfonie_(Mozart)
Weiteres kann man ebenda lesen.

Neville Marriner nahm diese Sinfonie  mit seiner Academy im März 1973 auf. Dies kann man in der Youtube GA in den Nummern 87 bis 89 nachhören:

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Liebe Gerüße

Willi😀

Mozart, Sinfonie Nr. 17 in G-dur KV 129

Die Sinfonie G-Dur Köchelverzeichnis 129 komponierte Wolfgang Amadeus Mozart im Jahr 1772 in Salzburg. Er war damals 16 Jahre alt. Nach der Alten Mozart-Ausgabe trägt die Sinfonie die Nummer 17.

Mozart komponierte die Sinfonie Köchelverzeichnis (KV) 129 im Mai 1772 im Rahmen einer sechsteiligen Sinfoniegruppe (siehe bei KV 130). Innerhalb dieser Gruppe bildet sie mit der Sinfonie KV 128 insoweit ein Werkpaar, als beides – neben derselben „kleinen“ Besetzung – dreisätzige Sinfonien ohne Menuett sind. Zudem ist der Charakter der Schlusssätze ähnlich. Andererseits sind z. B. die Kopfsätze eher gegensätzlich angelegt (bilden aber insofern auch ein Pendant zueinander): KV 128 I mit der „stärker rhythmisch betonten Schreibweise“[1] bzw. „großflächig, gewissermaßen stabil angelegt“,[2] KV 129 I dagegen eher mit einer „italienisch geprägte(n) flüssig-elegante(n) Diktion“[1] bzw. „flexibel, graziös, immer in Veränderung begriffen“[2] und (ebenso wie Teile vom Kopfsatz der Sinfonie KV 132) in Richtung auf Johann Christian Bach weisend[1] (im Frühsommer 1772 hatte Mozart drei Sonaten aus Opus V von Johann Christian Bach als Klavierkonzerte bearbeitet: KV 107). Alfred Einstein (1953)[3] beschreibt den ersten Satz daher als „Rückfall“, der „unter Johann Christians Einfluss schon in London oder Haag geschrieben sein könnte“, lobt aber die anderen Sätze, die „bereits Haydnschen Geist atmen“. Howard Chandler Robbins Landon (1991)[4] bezeichnet KV 129 als „ein bezaubernd frisches Werk zur Freilichtaufführung“.

Besetzung: zwei Oboen, zwei Hörner, zwei Violinen, Viola, Cello, Kontrabass. In zeitgenössischen Orchestern war es zudem üblich, auch ohne gesonderte Notierung Fagott und Cembalo (sofern im Orchester vorhanden) zur Verstärkung der Bass-Stimme bzw. als Generalbass-Instrument einzusetzen.[5]

Aufführungszeit: ca. 12 Minuten.

Bei den hier benutzten Begriffen der Sonatensatzform ist zu berücksichtigen, dass dieses Schema in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entworfen wurde (siehe dort) und von daher nur mit Einschränkungen auf die Sinfonie KV 129 übertragen werden kann. – Die hier vorgenommene Beschreibung und Gliederung der Sätze ist als Vorschlag zu verstehen. Je nach Standpunkt sind auch andere Abgrenzungen und Deutungen möglich.
https://de.wikipedia.org/wiki/17._Sinfonie_(Mozart)
Weiteres kann man ebenda lesen.

Neville Marriner nahm diese Symphonie mit seiner Academy im September 1973 auf. Dies kann in der GA bei Youtube in den Nummern 90 bis 92 nachgehört werden.

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Willi😀

Mozart, Symphonie Nr. 18 in F-dur KV 130

Die Sinfonie F-Dur Köchelverzeichnis 130 komponierte Wolfgang Amadeus Mozart im Mai 1772. Nach der Alten Mozart-Ausgabe trägt die Sinfonie die Nummer 18.

Nach der Sinfonie Köchelverzeichnis (KV) 124 vom Februar 1772 entstanden von Mai bis August sechs weitere Sinfonien (KV 130 im Mai 1772[1]): KV 128–130 und KV 132–134. Es war das erste Mal, dass bei Mozart eine derartige Konzentration der Sinfonieproduktion auftrat. Auffällig ist, dass die sechs Werke in verschiedenen Tonarten stehen. Möglicherweise steht dies damit in Zusammenhang, dass Mozart bei seinem neuen Dienstherrn, Graf Colloredo, mit einer repräsentativen Sinfoniesammlung Eindruck machen wollte. Bei gedruckten Sinfoniesammlungen war es damals üblich, dass die meist sechs Sinfonien in verschiedenen Tonarten standen[2]. Eine mögliche Gruppierung[2] kann so aussehen:

  • KV 128, KV 129: sind als einzige dreisätzig;
  • KV 130, KV 132: Besetzung mit vier Hörnern und ungewöhnliche Trios;
  • KV 133, KV 134: Im ersten Satz beginnt die Reprise mit dem zweiten Thema.

Andererseits könnte man auch KV 130 und KV 134 zu einer Gruppe zählen, da hier Flöten statt Oboen eingesetzt werden.

Alfred Einstein (1953)[3] wertet KV 129, KV 130, KV 132 und KV 133 als „Final-Sinfonien“ in dem Sinne, dass das Finale nun nicht mehr als leichtgewichtiges Kehraus auftritt, sondern zunehmend an Gewicht gegenüber dem Kopfsatz gewinnt.

Von mehreren Autoren wird KV 130 eine besondere Bedeutung zugewiesen:

  • Alfred Einstein (1937)[4] schreibt: „Nach Besetzung, Ausdehnung und Gehalt eines der epochemachenden Werke in Mozarts Schaffen, seine erste große Sinfonie.“
  • Bernhard Paumgartner (1957)[5] lobt: „Mit der F-Dur Symphonie hat Mozart binnen unglaublich kurzer Zeit einen neuen Typus in seinem symphonischen Œuvre geschaffen. Er ist damit um einen entscheidenden Schritt auf dem Wege durch die verschiedenen Einflusssphären zu sich selbst vorwärtsgekommen (…).“ Im Vergleich zu den Zeitgenossen hebe sich Mozarts Werk zunehmend ab: „(…) besser im Wurf, in der Fortspinnung der Themen, feinsinniger im Gefühl für die subtile Kunst der Innenvariation an Stelle bequemer Redikte, hinreißend im Aufleuchten einer geistvollen Rückführung, einer gemütvollen kantablen Wendung, im schlanken, untadeligen Wuchs der Ganzeit einer Symphonie, in der Vielfalt geheimer Beziehungen zwischen den Grundeinfällen, in der Präzision eines schier unfaßlichen Sinnes für den Klang (…). Unsere F-dur – Symphonie ist solch ein Beispiel früher persönlicher Bestätigung ihres jungen Meisters. Man müsste dafür hundert Stellen im Werk anführen, angefangen bei der fernwirkenden Kraft des Quartensprunges[6] im Hauptgedanken über die Coda des ersten Satzes hinweg, ins Andantio, ins Finale hinein, bis zur Vielfalt der Ideen in diesem sprühenden Satz.“
  • Hermann Abert (1955)[7] meint, „dass Mozart hier erstmals den Versuch macht, vier Sätze zu einer strafferen, ideellen Einheit zusammenzuschließen und damit dem schwierigsten Problem der Sinfonik überhaupt näher zu treten. In K.-V 130 ist es die strenge thematische und kontrapunktische Arbeit und die geistvolle solistische Behandlung[8], die die Sätze verbindet.“

Neville Marriner nahm diese Symphonie ebenfalls im September 1973 auf. dies kann in Youtube unter den Nummern 93 bis 96 nachgehört werden:

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Mozart, Symphonie Nr. 19 in Es-dur KV 132

Die Sinfonie in Es-Dur Köchelverzeichnis 132 komponierte Wolfgang Amadeus Mozart 1772 in Salzburg. Nach der Alten Mozart-Ausgabe trägt die Sinfonie die Nummer 19.

Das Werk diente wahrscheinlich ebenso wie die übrigen in zeitlicher Nachbarschaft entstandenen Sinfonien (Köchelverzeichnis (KV) 128-130 sowie KV 132-134, Details bei KV 130) zur Unterhaltung des Salzburger Erzbischofs Colloredo. Nicht nur Mozart, auch Michael Haydn lieferte zu dieser Zeit regelmäßig Sinfonien für die Konzerte an der erzbischöflichen Residenz. Vielleicht wurde Mozart bei KV 132 (ebenso wie bei KV 130) von Michael Haydns Vorliebe für ausgefallene Instrumentalkompositionen angeregt, denn es sind vier statt sonst nur zwei Hörner vorgesehen, zwei davon in Es alto – der höchsten Tonlage eines Horns im 18. Jahrhundert. Neal Zaslaw (1989)[1] vermutet, dass die geforderte Stimmlage durch ein umgebautes zeitgenössisches Horn erreicht worden sein könnte.

Besetzung: zwei Oboen, vier Hörner (zwei in Es alto, zwei in Es basso), zwei Violinen, Viola, Cello, Kontrabass. In zeitgenössischen Orchestern war es zudem üblich, auch ohne gesonderte Notierung Fagott und Cembalo (sofern im Orchester n) zur Verstärkung der Bass-Stimme bzw. als Generalbass-Instrument einzusetzen.[1]

Aufführungszeit: ca. 20 Minuten.

Bei den hier benutzten Begriffen der Sonatensatzform ist zu berücksichtigen, dass dieses Schema in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entworfen wurde (siehe dort) und von daher nur mit Einschränkungen auf die Sinfonie KV 132 übertragen werden kann. – Die hier vorgenommene Beschreibung und Gliederung der Sätze ist als Vorschlag zu verstehen. Je nach Standpunkt sind auch andere Abgrenzungen und Deutungen möglich.
https://de.wikipedia.org/wiki/19._Sinfonie_(Mozart)
Weiteres kann man ebenda lesen.

Auch diese Sinfonie wurde von Neville Marriner und seiner Academy im September 1973 eingespielt, was man bei Youtube in den Nummern 97 bis 100 nachhören kann:

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Mozart, Symphonie Nr. 20 D-dur KV 133

Die Sinfonie D-Dur Köchelverzeichnis 133 komponierte Wolfgang Amadeus Mozart im Juli 1772 in Salzburg. Er war damals 16 Jahre alt. Nach der Alten Mozart-Ausgabe trägt die Sinfonie die Nummer 20.

Im Verhältnis zu den anderen, in derselben Schaffensperiode entstandenen Salzburger Sinfonien (KV 128, KV 129, KV 130, KV 132, KV 134) zeichnet sich die Sinfonie Köchelverzeichnis (KV) 133 besonders in Einspielungen mit Pauken durch einen prunkhaft-pompösen Charakter aus. Zur Entstehung siehe bei KV 130.

Besetzung: Querflöte (diese nur im zweiten Satz), zwei Oboen, zwei Hörner in D, zwei Trompeten in D, zwei Violinen, Viola, Cello, Kontrabass. Zudem war es damals üblich, zur Verstärkung der Bassstimme ein Fagott und als Generalbass-Instrument ein Cembalo einzusetzen, entsprechendes gilt für die oft parallel mit Trompeten benutzten Pauken (sofern im Orchester vorhanden).[1]

Aufführungsdauer: ca. 25 Minuten.

Bei den hier benutzten Begriffen der Sonatensatzform ist zu berücksichtigen, dass dieses Schema in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entworfen wurde (siehe dort) und von daher nur mit Einschränkungen auf die Sinfonie KV 133 übertragen werden kann. – Die hier vorgenommene Beschreibung und Gliederung der Sätze ist als Vorschlag zu verstehen. Je nach Standpunkt sind auch andere Abgrenzungen und Deutungen möglich.
https://de.wikipedia.org/wiki/20._Sinfonie_(Mozart)
Weiteres kann ebenda gelesen werden.

Neville Marriner und seine Academy nahmen auch diesen Symphonie im September 1973 auf. Dies kann man in der Youtube-GA in den Nr. 102 bis 105 nachhören:

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Mozart, Symphonie KV 141a (Ouvertüre Il sogno di Scipione & Finale)

Über dieses Werk liegen sowohl im deutschen als auch im englischen Wikipedia keine Einträge vo, wohl aber ein kurzer Abschnitt im Booklet der Philips „Mozart Complete Edition“, den ich hier, die Zeit von 1771 bis 1777 betreffend, zitiere:

„…außerdem überarbeitete er die Ouvertüre der bereits vorliegenden Serenade „Il sogno die Scipione“ (KV 161 und 163) anscheinend mit der Absicht, dem neuen, musikalisch ansprchsvollen Fürsterzbischof  Hieronymus von Colloredo-Waldsee mit seinem Talent zu imponieren. Zweifellos darf seine diesmal mit einem Gehalt verbundene Ernennung zum Konzertmeister im August jenes Jahres als Rechtfertigung seiner Bemühungen angesehen werden, aber man spürt auch, dass eer es einfach in entspannter Weise genoss, seine jugendlichen Kräfte spielen zu lassen“.
PHILIPS Nr. 464 770-2, S. 47/48
Weiteres kann man ebenda lesen.

Neville Marriner spielte mit seiner Academy auch dieses Stück im September 1973 ein, was man in der Youtube-Ga in den Nr. 106 bis 108 nachhören kann:

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Mozart, Symphonie in D-dur KV 111 und KV 120/111a

Diese Symphonie, die heute unter den o. a. KV-Nummern verzeichnet ist, komponierte Mozart 1971. Die beiden ersten Sätze sind aus der Oper Ascanio in Alba hervorgegangen, den dritten Satz (KV 120/111a) komponierte er separat.
Die Symphonie ist gesetzt für 2 Flöten, 2 Oboen, zwei Hörner in D und zwei Trompeten in D, Pauken und Streicher. Die Trompeten und Pauken schweigen im zweiten Satz:
https://en.wikipedia.org/wiki/Symphony,_K._111%2B120_(Mozart)
Übersetzung: Willi
Weiteres kann man ebenda in englischer Sprache lesen.

Auch diese Symphonie spielten Neville Marriner und seine Academy im September 1973 ein. Dieses kurze Stückk kann man in Youtube in der Nr. 109 nachhören:

 

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Mozart, Symphonie in D-dur KV 196 + 121/207 a

The Symphony in D major „No. 51“, K. 196+121 (207  a) was composed by Wolfgang Amadeus Mozart in 1774–1775. The first two movements originated from the overture to the opera La finta giardiniera, K. 196), and the last movement, K. 121/207a, was composed separately in 1775. (The dating of the last movement was questioned by Alan Tyson as the paper used was purchased by Mozart in Milan in late 1772 and used until early 1773, but Mozart apparently took some of this paper back to Salzburg and used it in 1776.)
https://en.wikipedia.org/wiki/Symphony,_K._196%2B121_(Mozart)

Die Symphonie in D-dur KV 196 + 121/207 komponiert Mozart 1774 und 1775. Die ersten beiden Sätzen gehen in der Entstehung auf die Ouvertüre zur Oper „La finta giardiniera KV 196) (Die Gärtnerin aus Liebe) zurück, und den dritten Satz komponierte Mozart separat 1775. Die Datierung des letzten Satzes ging auf Alan Tyson zurück, und das Papier, das Mozart benutzte, erhielt er im späten 1772 in Mailand und er gebrauchte es bis zum frühen 1773 zum großen Teil, nahm aber den kleineren Teil mit zurück nach Salzburg und gebrauchte es bis 1776.
Übersetzung: Willi

Auch diese Symphonie nahm Neville Marriner mit der Academy im September 1973 auf, was in Youtube in den Nr. 110 bis 112 nachgehört werden kann:

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