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Strauss, Johann Baptist, 1825-1899, österreichisch-deutscher Kapellmeister und Komponist („Walzerkönig“ )

Johann Strauss II. (25. Oktober 1825 – 3. Juni 1899), auch bekannt als Johann Strauss der Jüngere, Sohn oder Johann Baptist Strauss, war ein österreichischer Komponist von Unterhaltungsmusik, insbesondere von Tanzmusik und Operetten. Er komponierte über 500 Walzer, Polkas, Quadrillen und andere Tanzmusiken sowie mehrere Operetten und ein Ballett. Zu Lebzeiten war er als „Walzerkönig“ bekannt und trug maßgeblich zur Popularität des Walzers im Wien des 19. Jahrhunderts bei.

Zu Johann Strauss’ bekanntesten Werken zählen „An der schönen blauen Donau“, der „Kaiser-Walzer“, „Geschichten aus dem Wienerwald“ und die „Tritsch-Tratsch-Polka“. Unter seinen Operetten sind „Die Fledermaus“ und „Der Zigeunerbaron“ die bekanntesten.

Johann-Strauss-Galakonzert vom Heldenplatz in Wien, 29. Mai 1999:

Wiener Philharmoniker, Zubin Mehta 
Andrea Rost, Sopran
José Carreras, Tenor

0:00 Einzugsmarsch vom „Zigeunerbaron“
4:18 Im Sturmschritt, Polka
7:15 Wiener Blut, Walzer
16:17 Stadt und Land, Polka Mazur
21:14 Nur fort!, Polka
24:34 Tritsch-Tratsch-Polka
28:05 Ouvertüre „Die Fledermaus“
37:04 Csárdás aus „Die Fledermaus“
43:00 Loreley-Rhein-Klänge, Walzer
50:50 Beliebte Annen-Polka
53:15 Sperl Galopp
55:53 Im Krapfenwald’l, Polka française
1:00:39 Wiener Bonbons, Walzer
1:09:59 Wer uns getraut aus „Der Zigeunerbaron“
1:15:16 Unter Donner und Blitz, Polka
1:19:06 Gondellied aus „Eine Nacht in Venedig“
1:24:15 Duett aus „Wiener Blut“
1:28:13 An der schönen blauen Donau, Walzer
1:38:00 Johann Strauss – Radetzky-Marsch

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"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier
Johann Strauss II (1825-1899) & Josef Strauss (1827-1870): Die großen Walzer Teil I
Wie alles Gute hatte auch der Wiener Walzer anfangs Schwierigkeiten. „Ich kann mir vorstellen, dass Mütter die neuen Walzer mögen“, schrieb der Chronist Vigné in Wien, „aber ich glaube nicht, dass sie ihre Töchter damit tanzen lassen werden.“ Lord Byron soll vom Anblick fröhlich tanzender Paare entsetzt gewesen sein. Auf dem Wiener Tanzkongress wurde der Walzer schließlich allgemein akzeptiert. Er ist bei Komponisten ebenso beliebt wie bei ihren Zuhörern. Der große Bach selbst schrieb einen ländlichen Walzer als Ouvertüre zu seiner Bauernkantate. Walzer wurden von Schubert, Tschaikowsky, Weber, Ravel, Richard Strauss und anderen komponiert, doch die besten stammen von Johann Strauss (Vater) und seinem Sohn, dem Walzerkönig. Johann Strauss (Sohn) komponierte 479 Walzer, Schnellpolkas, Operetten und andere Werke. Jedes ist anders, doch alle tragen die unverkennbare Handschrift des Genies. In mancherlei Hinsicht lässt er sich mit Mozart und Verdi vergleichen. Ihm gingen die wundervollen Melodien nie aus, und er hielt sie mit erstaunlicher Geschwindigkeit fest. Morgens begann er, einen neuen Walzer zu schreiben; am frühen Nachmittag kamen die Mitglieder seines Orchesters in seine Wohnung, um ihre Stimmen abzuschreiben und zu proben; abends dirigierte Strauss die Uraufführung seines neuesten Werkes, Geige und Bogen in der Hand. Einst war Strauss, Inc. eine florierende Organisation mit über zweihundert Musikern, Dirigenten, Notenkopisten, Sängern, PR-Leuten, Managern und zahlreichen Kassierern. Strauss ließ drei Orchester gleichzeitig in verschiedenen Ballsälen spielen und eilte von Ort zu Ort, um kurze persönliche Auftritte zu absolvieren. In einer Stadt, die dem Walzer verschrieben war, war Strauss der unbestrittene König. Brahms, ein persönlicher Freund, signierte einst sein Autogramm mit den ersten Takten der „Blauen Donau“ und darunter den Vermerk: „Leider nicht von Johannes Brahms“. Wagner dirigierte sogar einen Strauss-Walzer in seinem Bayreuther Kirchensaal.
Die frühen Strauss-Walzer sind charmant und oft naiv, doch seine größten Werke sind reife Meisterwerke – sinfonische Dichtungen mit wunderschönen Einleitungen, mitreißenden Höhepunkten und prachtvollen Coda. Strauss’ Lebensfreude war stets von einem Hauch Wehmut durchzogen; er kannte das Leben. „Das Künstlerleben“, „Wiener Blut“, „Morgenzeitungen“ und der Kaiserwalzer sind „originale“ Walzer – letzterer wurde für einen Ball zu Ehren von Franz Joseph anlässlich seines 40. Thronjubiläums komponiert. Die „Blaue Donau“ ist nicht nur Strauss’ berühmteste Komposition, sondern auch die inoffizielle Nationalhymne Österreichs. „Rosen aus dem Süden“ stammt aus seiner Operette „Das Spitzentuch der Königin“, der Schatzwalzer aus „Der Zigeunerbaron“. „Donner und Blitz“ ist eine typische Polka. „Dorfschwalben“ und „Mein Leben ist Liebe und Lust“ stammen von seinem Bruder Josef Strauss, einem Meister der zarten Melancholie.
00:00 Schatz Walzer / Treasure Waltz, Op. 418
08:05 Morgenblätter / Morning Papers, Op. 279
16:08 Wiener Blut / Vienna Blood, Op. 354
25:01 Mein Lebenslauf ist Lieb’ und Lust / My Life is Love and Laughter, Op. 263
Chicago Symphony Orchestra Dirigent: Fritz Reiner
Aufnahme 1957–1961 in Chicago Neues Mastering 2026

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Gestaltung Agentur kuh vadis