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STRAUSS, Johann: DIE FLEDERMAUS

STRAUSS, Johann Jun. (1825 – 1899)
DIE FLEDERMAUS
Operette in 3 Akten
Libretto von Richard Genée & Carl Haffner (nach Meilhac und Halevy)
Uraufführung am 5.4.1874 Wien (Theater an der Wien)

Ort der Handlung: ein Badeort nahe einer großen Stadt
Zeit der Handlung: um 1875

Personen:
Gabriel von Eisenstein (Bariton/Tenor)
Rosalinde, seine Frau (Sopran)
Adele, deren Kammerzofe (Sopran)
Ida, ihre Schwester (Sopran)
Alfred, ehemaliger Liebhaber Rosalindes (Tenor)
Prinz Orlowsky (Mezzosopran/Alt/Bass/Countertenor)
Frank, Gefängnisdirektor (Bass/Bariton)
Frosch, sein Diener und Gefängniswärter (Sprechrolle)
Falke, ein guter Freund Eisensteins (Bariton)
Dr. Blind, Advokat (Tenor)
Chor

Vorgeschichte:
Die Rache der Fledermaus.
Falke und Eisenstein kamen von einem Maskenball in ziemlicher Alkohollaune. Falke trug ein Fledermaus Kostüm und setzte sich, ziemlich weinselig, auf eine Parkbank am Rathaus. Eisenstein ließe ihn dort sitzen und machte sich davon.Falke schlief dort bis zum Mittag und wurde zum Gespött der ganzen Stadt. Falke schwor Rache.

Erster AKT

Jemand singt ein Liebeslied, es ist der Sänger Alfred, ein ehemaliger Liebhaber Rosalindes, für die er das Ständchen singt. Adele, die Kammerzofe kommt ins Zimmer, sie liest einen Brief ihrer Schwester, der sie zu einem Ball des Prinzen Orlowsky einläd. Sie erzählt ihrer Herrin, ihre Tante sei krank, sie müsse sie besuchen und bittet deshalb ihr frei zu geben. Da Rosalinde aber nicht gerne alleine sein will, weil ihr Mann wegen Beamtenbeleidigung eine Arreststrafe absitzen muss, bekommt Adele nicht frei.
Wieder hört man Alfreds Stimme, der durch ein Fenster klettert und mit Rosalinde flirtet. Sie macht ihm klar, dass er keine Chance bei ihr hat, da sie verheiratet sein. Sie verspricht ihm aber, am Abend für ihn ganz da zu sein. Seine Stimme ist halt unwiderstehlich. Nun stürzt der wütende Eisenstein herein, gemeinsam mit seinem Advokaten Dr. Blind. Der hat seine Fähigkeiten so gut eingesetzt, dass Eisensteins Arreststrafe um 3 Tage verlängert worden war. Klar, dass Eisenstein sauer ist. Rosalinde kann ihn aber beruhigen, schickt Blind weg und bittet Adele Essen zuzubereiten, um ihm den Abschied zu versüßen. Rosalinde selbst geht mit, um ihr zu helfen.
Inzwischen kommt Falke herein. Er lädt Eisenstein auf den Ball des Prinzen Orlowsky ein. Er versichert ihm, dass er mit dem Gefängnisdirektor gesprochen hat und Aufschub der Arreststrafe erwirkte. Eisenstein stimmt zu, denn schließlich hat er noch keine Gelegenheit ausgelassen um Frauen mit seiner Uhr zu verführen. Er legt seinen Frack an, sehr zur Verwunderung seiner Frau. Er redet ihr ein, dass er sofort ins Gefängnis muss und dass der Frack als Zeichen seines Protestes zu verstehen ist. Nun geht er „in den Arrest“.

Rosalinde gibt Adele nun doch frei, da sie auf ein Stelldichein mit Alfred wartet. Adele „annektiert“ sich ein Ballkleid ihrer Herrin und geht von dannen.
Endlich alleine wartet Rosalinde auf Alfred, der sogleich erscheint. Alfred ist übermütig genug sich den Schlafrock des Hausherren anzuziehen und mit diesem mit Rosalinde zu dinieren.
Als es gerade richtig gemütlich wird, platzt der Gefängnisdirektor herein, um Eisenstein in den Arrest zu führen. Rosalinde – zuerst perplex – bittet Alfred, sich als ihren Gemahl auszugeben. Da sich Alfred zuerst ziert, zwingt ihn Frank zur Eile, da er selbst noch eingeladen ist. Alfred genießt seine Rolle, da er Rosalinde einen Abschiedskuss abtrotzen kann. Danach wird er abgeführt.

Zweiter AKT

Das Fest des Prinzen ist in vollem Gange. Allerdings langweilt sich der Gastgeber. Er bittet Falke ihn zu unterhalten. Falke verspricht ihm einen Spaß, der „Die Rache der Fledermaus“ heißen wird, indem alle Protagonisten nichts von ihrer Teilnahme am Stück wissen. Da tritt auch schon die erste Akteurin auf: Adele. Sie wurde nicht von ihrer Schwester eingeladen, sondern von Falke, der ihr im Namen der ahnungslosen Ida schrieb. Sie tritt in dem Ballkleid ihrer Hausherrin auf und wird dem Prinzen als Schauspielerin Olga vorgestellt. Falke erklärt dem Prinzen heimlich, dass sie allerdings nur die Zofe des nächsten Gastes sei: Eisenstein.
Der tritt ein und wird dem Prinzen als Marquis Renard vorgestellt. Eisenstein ist begeistert, da ihm das Fest, aber vor allem die vielen hübschen Frauen gefallen.
Kurz darauf stellt Falke den nächsten Akteur vor: Frank alias Chevalier Chagrin. Er stellt ihm seinen „Landsmann“ Renard vor und die beiden beginnen ein Gespräch, nichts ahnend vor der wirklichen Identität des anderen.
Kurz darauf stellt sich die letzte Akteurin vor: Rosalinde, die von Falke informiert wurde, wo sich ihr Gatte wirklich rumtreibt. Die kommt maskiert und wird als ungarische Gräfin vorgestellt.
Eisenstein ist begeistert von dieser geheimnisvollen Schönen und macht sich an sie ran. Er setzt seine Uhr ein um sie zu verführen. Doch Rosalinde gelingt es ihm die Uhr abzuluchsen. Das Fest geht ausgelassen weiter bis in den Morgengrauen. Renard und Chagrin taumeln gemeinsam von dannen.

Dritter AKT

Frosch, der alte Gefängniswärter, hat die Abwesenheit seines Chefs sinnvoll genutzt und sich zugesoffen. Er ist gut drauf (no na net), nur das andauernde Singen des Insassen der Zelle 12 (Alfred/Eisenstein) nervt ihn.
Sein Chef, mächtig verkatert, kommt herein und geht dem gesunden Büroschlaf nach.
Doch Frosch führt zwei Damen herein: Ida und Adele. Sie gibt zu gelogen zu haben, und bittet Frank dennoch ihre Schauspielkarriere zu unterstützen. Als die Damen wieder gehen kommt der Marquis Renard herein und stellt sich als Eisenstein vor, der bereit ist seinen Arrest anzutreten. Noch mehr staunt er als er dort seinen Kameraden Chagrin alias Frank sitzen sieht. Frank stellt sich als solcher vor und erzählt, dass er Eisenstein gestern Abend aus seinem Haus abgeführt hat.
Eisenstein wittert einen heimlichen Liebhaber seiner Frau und verlangt den falschen Eisenstein zu sehen. Frank geht ab, um ihn zu holen.
Nun kommt Dr. Blind, der von Alfred als Anwalt verpflichtet wurde. Eisenstein nimmt Blind seinen Mantel und seine Perücke weg und gibt sich als Blind aus. Als Alfred und Rosalinde hereinkommen, versucht er von beiden herauszufinden, ob sie eine Affäre haben. Rosalinde beschimpft ihren Mann und zeigt die Uhr her, mit der er immer die Frauen verführt. Eisenstein demaskiert sich und droht Alfred umzubringen und will sich scheiden lassen. Da schreitet Falke ein und erklärt, dass alles nur ein Scherz war, mit dem er sich für den „Fledermaus-Scherz“ rächen wollte. Alle sind glücklich, besonders Adele, deren Karriere von Orlowsky gefördert werden wird.
Mit einem Hohelied auf den Champagner fällt der Vorhang.

Gestaltung Agentur kuh vadis