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Igor Strawinsky (1882-1971): Uraufführung am 27.April 1937 im Metropolitan Opera House, New York. Rollen: Bühnenbild: Grün ausgefüllte Bühne mit je einem Leuchter links und rechts Es beginnt mit dem Aufmarsch von fünfzehn Spielkarten, die als eine Reihe von rechts auf die Bühne schreiten. Jede Karte trägt eine gelblich gestreifte Tafel vor dem Körper. Wichtig ist, dass unter den Karten auch der Joker einmarschiert. Die Karten werden auf drei Hände verteilt – und dann beginnt das Spiel: Nacheinander werden Vorhand, Mittelhand und Hinterhand ausgespielt, wodurch sich die Identität der Karten zeigen. Die erste Runde gewinnt zum Beispiel die Hinterhand, da sie mit einem Full House aufwarten kann. Das ärgert den Joker, der, man muss sagen zu seinem Leidwesen in der Mittelhand feststeckt. Immerhin kann er sich loseisen und von der Bühne (und dem Spiel) verschwinden. Alle Karten folgen dem Joker paarweise, wie auf eine Art Kommando. Die zweite Runde beginnt mit dem Einmarsch der nächsten fünfzehn Karten, aber jetzt von der linken Seite auftretend und mit jetzt blau gestreiften Tafeln. Das Spiel endet mal wieder mit dem Sieg der Hinterhand, jetzt aber mit dem Joker. Die Freude des Jokers ist natürlich nachvollziehbar, aber mit vier Assen hätte ihn der Hinterhand-Besitzer nicht unbedingt benötigt. Nun verlassen alle Karten die Bühne, lediglich die vier Damen bleiben mit dem Joker zurück. Der beginnt ein Spiel, ein aufregendes Spiel, mit den vier Damen und stößt sie, das Amüsement leid geworden, in die Kulissen. Runde drei steht an: Man sieht wieder fünfzehn Karten aufziehen, zum zweiten Mal von rechts auf die Bühne marschierend und wieder mit blau gestreiften Tafeln vor den Körper haltend. Die Frage nach dem Gewinner des Spiels erübrigt sich eigentlich, denn es ist in der Tat wieder die Hinterhand – und sie hat diesmal ein Royal Flush zu bieten. Wieder ist der Joker der Benachteiligte, ihm kann man Missvergnügen ansehen, in der Mittelhand zu stecken, denn die hatte auch das Nachsehen. Dass sich der Joker bedröppelt von der Bühne schleicht, kann das Publikum nachvollziehen. Die Karten der Vor- und Mittelhand begeben sich zur Hinterhand zwecks Gratulation (wegen des Royal Flush), reihen sich dann aber alle hinter dem Herzkönig und der Herzdame ein und bilden danach eine kompakte Gruppe… © Manfred Igor Strawinsky (1882-1971): Uraufführung am 27.April 1937 im Metropolitan Opera House, New York. Rollen: Bühnenbild: Grün ausgefüllte Bühne mit je einem Leuchter links und rechts Es beginnt mit dem Aufmarsch von fünfzehn Spielkarten, die als eine Reihe von rechts auf die Bühne schreiten. Jede Karte trägt eine gelblich gestreifte Tafel vor dem Körper. Wichtig ist, dass unter den Karten auch der Joker einmarschiert. Die Karten werden auf drei Hände verteilt – und dann beginnt das Spiel: Nacheinander werden Vorhand, Mittelhand und Hinterhand ausgespielt, wodurch sich die Identität der Karten zeigen. Die erste Runde gewinnt zum Beispiel die Hinterhand, da sie mit einem Full House aufwarten kann. Das ärgert den Joker, der, man muss sagen zu seinem Leidwesen in der Mittelhand feststeckt. Immerhin kann er sich loseisen und von der Bühne (und dem Spiel) verschwinden. Alle Karten folgen dem Joker paarweise, wie auf eine Art Kommando. Die zweite Runde beginnt mit dem Einmarsch der nächsten fünfzehn Karten, aber jetzt von der linken Seite auftretend und mit jetzt blau gestreiften Tafeln. Das Spiel endet mal wieder mit dem Sieg der Hinterhand, jetzt aber mit dem Joker. Die Freude des Jokers ist natürlich nachvollziehbar, aber mit vier Assen hätte ihn der Hinterhand-Besitzer nicht unbedingt benötigt. Nun verlassen alle Karten die Bühne, lediglich die vier Damen bleiben mit dem Joker zurück. Der beginnt ein Spiel, ein aufregendes Spiel, mit den vier Damen und stößt sie, das Amüsement leid geworden, in die Kulissen. Runde drei steht an: Man sieht wieder fünfzehn Karten aufziehen, zum zweiten Mal von rechts auf die Bühne marschierend und wieder mit blau gestreiften Tafeln vor den Körper haltend. Die Frage nach dem Gewinner des Spiels erübrigt sich eigentlich, denn es ist in der Tat wieder die Hinterhand – und sie hat diesmal ein Royal Flush zu bieten. Wieder ist der Joker der Benachteiligte, ihm kann man Missvergnügen ansehen, in der Mittelhand zu stecken, denn die hatte auch das Nachsehen. Dass sich der Joker bedröppelt von der Bühne schleicht, kann das Publikum nachvollziehen. Die Karten der Vor- und Mittelhand begeben sich zur Hinterhand zwecks Gratulation (wegen des Royal Flush), reihen sich dann aber alle hinter dem Herzkönig und der Herzdame ein und bilden danach eine kompakte Gruppe… © ManfredSTRAWINSKY, Igor: JEU DE CARTES
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JEU DE CARTES (Das Kartenspiel)
Ballett in drei Runden
Libretto vom Komponisten und M. Lalaieff
Choreographie: George Banlanchine
Der Joker
Herz: As, König, Dame, Bube, 10, 9, 8, 7, 6, 5
Pik: As, König Dame, Bube, 10, 9, 8, 7
Karo: As, König, Dame, Bube
Kreuz: As, König, Dame, Bube.
JEU DE CARTES (Das Kartenspiel)
Ballett in drei Runden
Libretto vom Komponisten und M. Lalaieff
Choreographie: George Banlanchine
Der Joker
Herz: As, König, Dame, Bube, 10, 9, 8, 7, 6, 5
Pik: As, König Dame, Bube, 10, 9, 8, 7
Karo: As, König, Dame, Bube
Kreuz: As, König, Dame, Bube.
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