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Troubadour-Forum für klassische Vokal- und Instrumentalmusik

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Suppé, Franz von, Ouvertüre zu "Dichter und Bauer" (1846)

Ich möchte heute damit beginnen, Operetten-Ouvertüren vorzustellen und mit einer beginnen, die ich schon in meiner Kindheit durch meinen Vater kennlernte, der diese Ouvertüre besonders liebte und mich prompt damit ansteckte.

„Wer außer den Experten und historisch Interessierten hat schon gewusst, dass die berühmteste (als solche zumeist angekündigte) Operettenouvertüre gar nicht aus einer Operette, sondern aus einem jener über 180 Bühnenwerken wie Lebensbilder, Lustspiele, Possen, Zauberspiele, Märchen, Schwänke, Schauspiele u.v.m. stammt, zu denen Suppé vor und während seiner „Operettenzeit“ für das Wiener Volkstheater die Musik zu schreiben hatte. Und noch dazu hat er diese Ouvertüre gar nicht zu dem gleichnamigen Stück von Karl Elmar geschrieben, sondern, wie schon sein erster Biograph, der ihm anverwandte Otto Keller, zu berichten wusste, zu einem anderen Stück, mit dem sie zusammen durchfiel. Auch die Verwendung bei einem zweiten Stück erlitt das gleiche Schicksal. Und obwohl Direktor Franz Pokorny Suppé die weitere Verwendung dieser Ouvertüre untersagt hatte, setzte er sie bei Dichter und Bauer erneut ein und hatte damit endlich Erfolg. Und danach machte er den gleichen Fehler wie so mancher berühmte Kollege vor ihm. Da er in dieser Zeit finanziell immer in der Klemme war, verkaufte er die Rechte an der Ouvertüre, nichts ahnend von ihrem künftigen Welterfolg, an den zufällig in Wien weilenden Münchner Verleger Josef Aibl, und der machte dann ein Vermögen damit.“
https://www.f-v-su.de/dichter_bauer

Ich habe hier als ein herausragendes Hör- und Sehbeispiel die Aufnahme vom 1. 1. 2021, Neujahrskonzert, mit den Wiener Philharmonikern unter Riccardo Muti, der auch in diesem Jahr wieder das Neujahrskonzert wieder geleitet hat, nun aber zum letzten Mal:

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Liebe Grüße

Willi😀

Gestaltung Agentur kuh vadis