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Troubadour-Forum für klassische Vokal- und Instrumentalmusik

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TROJAHN, Manfred: DER SCHRAUBSTOCK

Manfred Trojahn (*1949):
DER SCHRAUBSTOCK
Ein Teil eines Tryptichons Drei italienische Geschichten
Libretto von Wolfgang Willaschek nach Luigi Pirandello und Eduardo de Filippi

Originalsprache: Deutsch.

Uraufführung am 2. März 2003 im Opernhaus Köln
Erstaufführung der Zweitfassung am 26. März 2005 in Würzburg.

Personen der Handlung:
Giulia Fabbri (Sopran)
Andrea Fabbri, ihr Ehemann (Bariton)
Antonio Serra, beider Freund (Bariton)
Anna, Haushälterin (Sprechrolle)

Ort und Zeit: Im Süden von Sizilien bei und in Palma di Montechiaro in aktueller Zeit.

Einziger Akt.
Was einst hoffnungsvoll begann, nämlich mit der Heirat von Andrea Fabbri mit der reichen Giulia, ist momentan auf einem Tiefpunkt. Zwar hat der tüchtige Bauingenieur Andrea mit der Hilfe seine Frau eine große Sumpflandschaft trockengelegt, um darauf eine ansehnliche Wohnsiedlung errichten zu können. Die Ehe ist, wie schon angedeutet, nicht in Ordnung. Trotz zweier Kinder, die Giulia ihrem Andrea geschenkt hatte, ist der Herr Papa der Meinung, seine Frau betrüge ihn mit seinem Freund Antonio Serra, einem tüchtigen Anwalt, der Andrea einen nicht unwichtigen Prozess gewonnen hat. Wir müssen als Zuschauer wissen, dass an Andreas Verdacht etwas dran ist, denn tatsächlich hat Antonio die Frau seines Freundes verführt und dabei die häufige Abwesenheit von Andrea ausgenützt.

Giulia und Antonio haben nun eine nicht unbegründete Angst vor der Rache Andreas und sie glauben, sich irgendwie und auch irgendwann verraten zu haben. Andrea aber, der gerade mal wieder von einer längeren Reise zurückgekommen ist, lässt sich nichts, aber auch gar nichts anmerken. Mit Giulia allein berichtet Andrea von einer Ehekrise bei „einem guten Bekannten“. Das Thema ist allerdings für Andrea Anlass, seine Gattin einer Art Verhör wegen Antonio zu unterziehen. Dabei wirkt das Gespräch wie ein Schraubstock. Mit dem Erfolg, dass Giulia den Ehebruch zugibt, worauf Andrea ihr androht, die Kinder ihrem Einfluss zu entziehen. Während Andrea den Kindern die von der Reise mitgebrachten Limonen übergibt, geht Giulia in ein Nebenzimmer und – erschießt sich…

© Manfred

Gestaltung Agentur kuh vadis