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Troubadour-Forum für die Freunde der Oper, des Gesangs und der Klaviermusik

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MODELL, STRUKTUR UND ANALYSE DER OPERN VON WAGNER

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Lieber Manfred,

wir meinen anscheinend zwei verschiedene Ringe.  Meiner ist vom November 2022, konzertant aufgeführt im Dresdener Kulturpalast.

Als Beispiel die Walküre:  Egil Silins singt einen sehr schwachen Wotan, als Brünnhilde ist Catherine Foster überfordert – ihr Auftritt im zweiten Akt gleicht eher einem Jodeln.  Das Geschwisterpaar Emily Maggee und Vincent Wolfsteiner geben ihr Bestes, als Hunding poltert Tareq Nazimi.  Am Besten gefällt mir die Fricka von Marina Prudenskaya.  Mit dieser Besetzung kann auch der beste Dirigent nicht reüssieren.

Meine Meinung daüber ist klar.

Noch einen schönen Abend –

Erich

gunhild hat auf diesen Beitrag reagiert.
gunhild

Lieber Manfred, lieber Erich!

Herzlichen Dank für Eure aktive Teilnahme am Dialog!

Ich habe ein paar Rückmeldungen und Antworten.

  1. Ich habe Janowski hervorgehoben, weil manfred diese Aufnahme hervorgehoben hat, und dazu habe ich ja die Opernfreunde aufgefordert. Und ich werde aus dem Grund auch die Aufnahme als Kaufempfehlung mitnehmen, wenn es so weit kommt, nicht zuletzt weil manfred eine derart grosse Mühe gehabt hat, alle Rollen und Namen zu nennen im ganzen Ring! Herzlichen Dank! Andere empfehlenswerte sind Furtwängler und Keilberth. Dann hätten wir vier.
  2. Ich selbst habe die Karl Böhm-Aufnahme. Damit bin ich sehr zufrieden, mein Liebling aber ist Keilberth 1954 mit Martha Mödl als Sieglinde und Max Lorenz. Diese Stimmen sind meine Lieblingsstimmen in den Rollen und überhaupt.
  3.  Dann gibt es auf Grund der Erfahrung Erichs mit der Aufführung 2022 ein Problem zu besprechen, und zwar die jetzt lebenden Künstler und Wagner. Können sie überhaupt diesem Erbe gerecht werden? Ich greife immer auf die ehemaligen Sternesänger zurück. Alles was mit Piotr Beczala und Anja Kampe beginnt, und es gibt viele andere, kann ich kaum hören. Das Ohr hat sich so sehr an die ehemalige Qualität gewöhnt. Eine Ausnahme habe ich: Klaus Florian Vogt mit „Winterstürme“. Stelle ich unten ein. Ihr müsst mir widersprechen, es ist ein hartes Urteil. Vieleicht könnt ihr es als eine Provokation auffassen und mir Beispiele von guten jetztigen Wagnersängern nennen. Um die Soprane und Tenöre geht es wohl vorerst.
  4. Herzlichen Dank für das Wort – liebe Grüsse gunhild
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Winterstürme aus dem 1. Akt der Walküre. 

liebe Grüsse gunhild

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Und hier Anja Kampe in Du bist der Lenz.

gunhild

Hallo Erich!

In der Tat meinem wir zwei verschiedene Ring-Produktionen. Der Fehler liegt allerdings bei mir. Ich wusste nicht, dass Janowski den Ring nochmals aufgenommen hat. Insofern ging ich von einer anderen Aufnahme aus.

gunhild hat auf diesen Beitrag reagiert.
gunhild

Lieber Manfred,

ich habe nur den zweiten (schlechteren) Ring von Janowski. Leider!

Liebe Gunhild,

du schreibst, dass du auf die großen Stimmen der Vergangenheit fixiert bist.  Es wird aber auch heute beachtliches in den Opernhäusern geboten, wenn die Stimmen auch kleiner, jünger, verwechselbarer werden.  Ich möchte keine Namen nennen, doch kann man doch froh sein, wenn jüngere Sänger sich an Wagner versuchen.  Die Lebensdauer dieser Stimmen ist ein anderes Kapitel, von den heutigen Sängern wird kaum einer ein 30- oder 40jähriges Bühnenjubiläum feiern können, das bei vielen guten Stimmen das technische Rüstzeug nicht vorhanden ist und sich die Stimmen daher abnützen.  Doch das gehört nicht hierher.

 

Liebe Grüße an EUCH Alle!

Erich

Willi und gunhild haben auf diesen Beitrag reagiert.
Willigunhild

Liebe Gunhild,

fehlte ich Dir, so verzeihe mir.!  Winterstürme  im eigenen Land  lähmten die schreibende Hand. Obwohl voll drängender Lust zum Schreiben musst ich im Bettchen bleiben. Doch jetzt bin ich genesen. Kann wieder Schreiben und Lesen. Darum verkünd‘ ich’s der ganzen Welt Sängerfreund ist wieder hergestellt. Er kann Dir Brünn- oder Gunhild wieder nützen und Dich beim Schreiben unterstützen.????????

Lassen wir das bemühte Wagner Deutsch. Ich war durch persönliche Umstände und eine Erkrankung  nicht voll einsatzfähig. Ingrid hat die Sängerfreunde Fahne in der Zwischenzeit durch häufiges Einstellen von Lebensweisheiten hoch gehalten. 

Ab jetzt werde ich wieder fleißiger schreiben, brauche jedoch auch jetzt noch  Unterstützung, weil ich auf manchen Gebieten hilflos bin. Ich möchte meine damalige  Besprechung des Wolfgang Wagner Ringes mit dem Debut des von Rudolf Kempe als Ringdirigent 1961 bei den  Bayreuther Festspielen gerne hier einstellen. Diese Aufführung, die als Gesamtaufnahme   bei ORFEO erschienen ist deshalb so interessant weil sie m. E. einen Wechsel  in der Interpretation von Wagner-Werken einleitet.

Ich weiß mir nur so zu helfen, dass ich die Besprechung an die liebe Musika per Post sende und sie bitte diese hier einzustellen. Jedoch nur, wenn sie diese nicht mühsam abtippen muss. Deshalb ist jetzt Schluss! ????

Herzlichst

Hans der Sängerfreund

gunhild hat auf diesen Beitrag reagiert.
gunhild

Lieber Sängerfreund,

auch wenn ich im Moment Willi betreue, er ist auf dem Weg der Besserung, bin ich gerne bereit deinem Wunsch nachzukommen. 
schön, dass es dir wieder gut geht und du im Forum wieder schreiben kannst. Willi hat von mir noch „Schreibverbot“, er ist schon ganz ungeduldig.

Ich warte auf deine mail.

musika

gunhild hat auf diesen Beitrag reagiert.
gunhild

Lieber Mnfred, liebe Freunde

die Administratoren haben sich zu deinem Beitrag 297 in Verbindung mit meinem Vorschlag in 296 noch nicht geäußert. Das ist auch wohl auf die Erkrankung Willis zurückzuführen, die ihn am Schreiben hindert und auch Musika zusätzlich belastet und dem wir baldige Besserung wünschen. 
Wie du, habe ich ich – wie schon gesagt – mit der Stimmenbeurteilung und -analyse meine Schwierigkeiten.  In meiner Schulzeit kannte ich nur für wenige Komponisten, deren Namen wir im Musikunterricht gehört hatten. Ich wohnte in einem Dorf an der Mosel, wo es keine Möglichkeit für solche kulturellen Ereignisse gab. Und für Veranstaltungen in Trier hatte ich als Waise, der bei Großeltern groß wurde, die ebenfalls Heimatvertriebene waren, kein Geld. Aber ich hatte mir mit Geld aus Nachhilfestunden ein gebrauchtes Dampfradio erstanden, mit dem ich mich ins Schlafzimmer zurückziehen konnte, um den Übertragungen aus Bayreuth und Salzburg mit allen Störungen (UKW gab es damals noch nicht) zu lauschen. Ich schwärmte damals vor allem für die Opern Wagners. Später als ich aus Berufsgründen mit meiner lieben Frau in die Gegend von Köln ziehen musste, hatte ich mit Köln und Wuppertal auch mal die Gelegenheit, in ein Opernhaus zu gehen. Und dann entstand in Leverkusen eine Kulturhalle, wo jährlich von Tournee-Theatern, darunter manche sehr gute auch aus dem Ostblock, aber eben kaum mit berühmten Sängern, Opern gegeben wurden. Da lernte ich viele Werke von anderen Komponisten kennen und Wagner lief nur noch unter vielen. Erst in späterem Alter kam die Schallplatte, dann die CD,  die DVD und das Fernsehen hinzu. Auf CD und DVD besitze ich außer den beiden frühen Opern alle Werke Wagners, aber inzwischen auch vieler anderer Komponisten, aber alles aus finanziellen und Platzgründen je nur je in einem Exemplar, selten einmal zwei zum Vergleich. Jeder hat andere Schwerpunkte. Mein persönlicher Schwerpunkt liegt mehr auf dem Kennenlernen und der Darstellung der unterschiedlichsten Werke. Das geht von Monteverdi bis Prokoffjew Schostakowitsch und ich versuche auch, immer wieder noch Neues kennenzulernen. Daher ist Wagner – im Gegensatz zu früher – inzwischen einer unter vielen. Den Ring besitze ich auf DVD in der Inszenierung von Otto Schenk und dem Dirigat von James Levine aus der Metropolitan Opera von 1990, mit der ich insgesamt sehr zufrieden bin. Von Rheingold habe ich außerdem die Inszenierung von Karajan von 1981, die mir ebenfalls sehr gefällt. Den „Ring“ und „Parzifal“ konnte ich allerdings bisher noch nie auf der Bühne sehen und werde das auch – vor allem bei den heute üblichen Verunstaltungen der Wagner-Werke – wohl nicht mehr erleben.
Von den Sängern kann ich immer nur sagen, ob sie mir gefallen oder nicht. Es ist also bei mir reine Empfindungssache. Deswegen kann ich hier auch weitgehend nicht mitreden. 
Ich freue mich aber über die Analysen, die ich hier lese, die mir noch, neben den rororo- Operbüchern, die ich alle von einem verstorbenen Kollegen aus einen anderen Forum geerbt habe, weitere wertvolle Informationen bringen und mich anregen, aus meinem großen Schatz an DVD mir wieder einmal den Ring vorzunehmen.

Liebe Grüße
Gerhard

manfred und gunhild haben auf diesen Beitrag reagiert.
manfredgunhild

Lieber Hans! Und liebe musika, dass du für die Weitervermittlung gesorgt hast!

Natürlich hast Du mir und uns gefehlt! Ich wusste nur nicht, weshalb Du nicht geschrieben hast: warst Du krank? Ja! Oder war es Dir zu langweilig, was ich einstelle. Ich hoffe eigentlich nichts von den beiden. Aber sehr schön, dass Du genesen bist!

Soll ich die Aufnahme, die Du nennst im Youtube finden und einstellen? Das kann ich gerne tun. 

Bis du Dich kurz wieder mit einer Antwort meldest, warte ich einfach ab. Und suche die Beispiele heraus. 

Weiter gute Genesung wünsche ich Dir!

Liebe Grüsse gunhild

 

Lieber Gerhard!

Herzlichen Dank für Deine ausführliche Beschreibung Deines musikalischen Werdegangs – kann man wohl sagen!

Ich finde Deine Geschichte sehr interessant. Ich auch lese die professionellen Beiträge über Stimmen, Handlungen, Yusammenhänge etc auch gern und trage selbst nur als Laie mit Äusserungen bei, da die Stellungnahme zu den Stimmen auch bei mir Empfindungssache ist. Ich lerne aber sehr viel durch Lours, der leider im Moment bei uns nicht so aktiv ist, wie man Qualität heraushört. Wir sind nämlich der Meinung, dass es objektive Kriterien fär Qualität gibt. Singt ein Sänger von oben oder von unten? Wie ist der sonore Klang? Und andere Kriterien. Wir können das gerne einmal diskutieren, denn ich möchte nämlich auch das Thema mit Erich aufgreifen, der – glaube ich – meint, dass die Stimmbewertung nicht hierher gehört. Das können wir miteinander klären, finde ich. 

Wir bleiben in Kontakt!

Liebe Grüsse gunhild

Lieber Erich

Ich danke Dir herzlich für Deine Stellungnahme. Ich habe bemerkt – und das möchte ich mit Dir diskutieren – , dass Du meinst, die Stimmenbewertung gehöre nicht hierher. Habe ich Dich richtig verstanden.? Wenn ja, möchte ich Dich fragen warum? Ich würde es nämlich sehr begrüssen, wenn man die verschiedenen Stimmen besprechen und bewerten könnnte. Wenn Interesse besteht, natürlich. Bitte, verzeih mir, wenn ich Dich missverstanden habe!

Ich habe an neuen Sängern ganz besonders Andreas Schager und Klaus Florian Vogt im Visier als sehr gute Wagnerinterpreten. 

Ich bin auf Deine Antwort gespannt!

Liebe Grüsse gunhild

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Hier noch ein Musikstück aus der Walküre. 

gunhild

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Hier folgt eine andere Sieglinde, wie ich manfred versprochen habe. 

gunhild

 

manfred hat auf diesen Beitrag reagiert.
manfred
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Und eine ganz wunderbare Aufnahme Furtwängler 1953, wo die Cavelti auch dabei ist, wie von manfred erwähnt.

gunhild

manfred hat auf diesen Beitrag reagiert.
manfred

Liebe Erika, liebe Gunhild,

Wir sind über jede Hilfe dankbar: Wenn Du liebe Erika meine Ringbesprechung ins Forum einstellst wäre das überaus großzügig. Jedoch nur, wenn es Dir nicht zu viel Mühe macht. Die Pflege von Willi geht vor. Wir brauchen Euch beide dringend, sonnst wird die Forenumstellung ein Langzeitprojekt, wie heute auch in der Politik die Regel. Das Manuskript mit 3 Seiten???????? sende ich heute an Dich ab.

Liebe Gunhild, es wäre genau so hilfreich, wenn  Du die Gesamtaufnahme der bei ORFEO erschienenen Ringaufnahme unter Wolfgang Wagner/Rudolf Kempe Bayreuth 1961/62 finden und   e????instellen würdest.

Herzlichen Dank der alte Hans

Hezlihst

Hans der Sängerfreund  

Liebe Gunhild,

ich diskutiere gerne über Stimmen, doch glaube ich, dass hier nicht der richtige Ort für Diskussionen über Gesangsausbildung heutiger Sänger zu führen.

Ramon Vinay steht bei mir ganz oben – wo gibt es einen Sänger mit so einem Spektrum.  Eine Bandbreite zwischen Siegmund und Grande Inquisitore!  Der andere von dir genannte Sänger ist – freundlich ausgedrückt – ein Peiniger meiner Ohren.

Einen schönen Tag –

Erich

gunhild hat auf diesen Beitrag reagiert.
gunhild

Lieber Erich!

Natürlich gibt es persoenliche Praeferenzen. Ich meine auch nicht so sehr die Ausbildung der jeweiligen Künstler, sonern eine Diskussion der Qualitaetskriterien der  Stimmen.

Ich komme in einem Beitrag gesondert darauf zu sprechen. 

Liebe Grüße Gunhild 

Lieber Hans!

Ich werde mein Bestes tun. Bisher fand ich nur die 4 Opern einzeln aus dem Jahr 1961 mit Kempe. Es muß die Gesamtaufnahme im Youtube geben.

Ich suche weiter!

Liebe Grüße Gunhild 

Zitat von gunhild am 22. Februar 2024, 12:25 Uhr

Lieber Erich!

Natürlich gibt es persoenliche Praeferenzen. Ich meine auch nicht so sehr die Ausbildung der jeweiligen Künstler, sonern eine Diskussion der Qualitaetskriterien der  Stimmen.

Ich komme in einem Beitrag gesondert darauf zu sprechen. 

Liebe Grüße Gunhild 

 

Zitat von gunhild am 22. Februar 2024, 12:25 Uhr

Lieber Erich!

Natürlich gibt es persoenliche Praeferenzen. Ich meine auch nicht so sehr die Ausbildung der jeweiligen Künstler, sonern eine Diskussion der Qualitaetskriterien der  Stimmen.

Ich komme in einem Beitrag gesondert darauf zu sprechen. 

Liebe Grüße Gunhild 

Liebe Gunhild,

was verstehst du denn unter Qualitätskriterien?

ich habe unter „Allgemeines“ ein neues Thema eröffnet, dort kann man über solche Themen diskutieren. 

musika

Gerne erfülle ich den Wunsch, das Manuskript von den Sängerfreunden hier einzustellen.

Der Ring als mystisches Märchen und Sängerfest

Bei ORFEQ ist der „RING. DES NIBELUNGEN“von Richard Wagner als Gesamtaufnahme einer Aufführung der Bayreuther Festspiele aus dem Jahr 1961 neu herausgebracht worden.Historisch interessant ist diese Live-Aufzeichnung, weil sie die erste Ringinszenierung von Wolfgang Wagner und das Debut von Rudolf Kempe als Ringdirigent auf dem Grünen Hügel dokumentiert. Diese Ringserie lief von 1960-1964, also ist es das zweite Aufführungsjahr,aus dem diese Aufzeichnung stammt. Um neben dem akustischen Eindruck auch die regieliche und musikalische Konzeption des Wolfgang Wagner/Kempe Ringes aufzuzeigen zunächst Grundsätzliches zu diesen Deutungen des Weltendramas. Da ich diese Ringinszenierung während ihrer Laufzeit jährlich besucht habe, ergänze ich das Hörerlebnis der vorliegenden CD-Aufnahmen noch durch meine optischen Erlebnisse von damals und hoffe dadurch dem Leser, einen Gesamteindruck vermitteln zu können. Wolfgang Wagners szenische Gestaltung steht nicht konträr zu dem neuen, zeitgemäßen Aufführungsstil, der sich im sogenannten Neubayreuth herauskristallisiert hatte. Der Regisseur hält an den Prinzipien der Abstraktion fest. Dennoch ist seine Inszenierung konkreter, in der Darstellung realistischer, menschlich näher als der perfektionierte, ausgefeilte und genial virtuose Stil Wieland Wagners. Durch Nutzung der technischen Weiterentwicklung gelingt es Wolfgang Wagner, wirkungsvoll beeindruckende, originelle neue bühnenbildnerische Lösungen zu gestalten. Mittelpunkt des neuen Szenariums ist eine riesige, schräg gestellte Scheibe. Diese kann in fünf große Segmente zerlegt werden und ist darüber hinaus drehbar. Dadurch ergeben sich vielfältigste Variationsmöglichkeiten. Die geistige Dimension der szenischen Deutung wird durch die Idee des zerbrechenden und am Ende sichwieder schließenden Weltentellers einleuchtend erkennbar. Ein gelungener Wurf! Neuartig und stimmig wirken auch die Kostüme: Helle, silbrige Gewänder für die Götter, abstrakt geformte Monsteranzüge für Riesen und Alben und einfache erdfarbene Gewandungen für die Menschen. Dadurch sind die verschiedenen Ebenen optisch streng gegeneinander abgesetzt. Verstärkt wird der Bühnenzauber noch durch eine farbenprächtige Lichtregie.

Regisseur und Dirigent sind ausgezeichnet aufeinander abgestimmt. Kempes Dirigat zeichnet sich durchweg durch kammermusikalische Intimität, durchsichtige Transparenz, ruhige, fließende Tempi und äußerste Detailgenauigkeit, bei der alle Feinheiten der Partitur ausgeleuchtet werden, aus. Deshalb dauert es lange, bis die Musik sich zu ihrem vollen Glanz entfaltet und das Wagnerische Feuer versprüht. Kempe gelingen allerdings gut geplante musikalische Steigerungenim Aufbau der einzelnen Ring-Abende. In der „GÖTTERDÄMMERUNG“ wird dann das volle Leuchten und die glühende Intensität des Wagnerklanges machtvoll, prächtig und mit überwältigender Größe zelebriert.

In erster Linie ist dieser Ring jedoch ein Sängerfest auch deshalb, weil der Regisseur seinen Sängern Freiraum im Spiel gibt. Im „RHEINGOLD“ verkörpert Gerhard Stolze mit überragender Spielbegabung und bestechend prägnanter Artikulation einen faszinierenden Loge. Jerome Hines ist ein Wotan mit Noblesse in Erscheinung und sängerischem Vortrag, der allerdings das Gebieterische des herrischen Gottes kaum glaubhaft machen kann.

Die beiden Riesen werden von David Ward, Fasolt, und Peter Roth-Ehrang, Fafner stimmlich und darstellerisch mit der erforderlichen Gewichtigkeit dargestellt.

Mit größter Intensität gestaltet Otakar Kraus einen hasszerfressenen Alberich. Herold Kraus ist ein erstaunlich klangvoll singender Mime. Regina Resnik stellt mit perfektem Zusammenspiel von Wort und Ton eine energische Fricka dar. Marga Höffgen singt die Mahnung der Erda mit feierlicher Eindringlichkeit. Die anderen Götter sind mit Wilma Schmidt, Freia, Thomas Stewart, Donner, und David Thaw, Froh renommierten Sängern anvertraut. Das Rheintöchter-Terzett erfreut durch jugendlich strahlende Stimmen.

Brünnhilde in der „WALKÜRE“ ist Astrid Varnay. . Wenn diese große Gestalterin in stimmlich bester Verfassung singt, ist sie immer noch eine Göttertochter von mitreißender Wirkung. Wotan ist auch in der „WALKÜRE“ Jerome Hines. Sein voluminöser Bass strahlt in der Heldenbariton-Partie mit viel Glanz. Doch wird gelegentlich in hohen Lagen auch Anstrengung spürbar, mit der dieser Ausflug ins höhere Stimmfach bezahlt werden muss. Regine Crespin gibt der Sieglinde mit ihrer sonoren Tiefe und ihrem glänzenden mitunter auch scharfen Metall hochdramatische Akzente. Fritz Uhl ist ein jugendlicher und feuriger Siegmund. Seine Gestaltung ist intelligent durchdacht. Die Erzählungen von packender Spotaneität, ebenso sein mächtiges „Wälse! Wälse!“ Leider ist seine Stimme etwas unausgeglichen. Mit mächtigem schwarzem Bass, der heute seinesgleichen sucht, singt Gottlob Frick einen die Ehre verteidigenden Hunding. Regina Resnik als Fricka bestätigt ihre solide Leistung aus dem „RHEINGOLD“. Das Walküren-Quartett ist chorisch von großer Geschlossenheit, in den Soli jedoch mit recht unterschiedlichen Stimmen besetzt.

Hans Hopf singt die Titelpartie im „SIEGFRIED“. Sein voluminöser, in allen Lagen ansprechender, prächtig klingender Tenor verfügt über ein ausgeprägtes baritonales Fundament. Diese stimmlichen Qualitäten kommen besonders in den hinreißend gesungenen Schmiedeliedern ebenso wie in den lyrischen Partien auf s Schönste zur Geltung. Hopf hat nicht nur das Volumen und Format des Heldentenors, sondern auch Stimmkultur. Leider ist, seit Bayreuth den Sängerdarsteller favorisiert, der Heldentenor alter Schule zum Aussterben verurteilt.

Das stärkste Erlebnis ist sicherlich Birgit Nilsson als Brünnhilde. Ihr Sopran verfügt über unwahrscheinliche Leuchtkraft und Intensität. Die schwedische Sängerin scheint keine stimmlichen Ermüdungen zu kennen. Es ist geradezu phänomenal, dass sich bei ihr größtes Stimmvolumen und höchste Intonationsreinheit vollendet vereinen. Ihre Brünnhilden in „SIEGFRIED“ und „GÖTTERDÄMMERUNG“ in der vorliegenden Ring-Gesamtaufnahme haben den Rang von Sternstunden des modernen Musiktheaters.

Der Kanadier James Milligan brilliert als Wanderer mit wuchtigen Heldenbaritontönen. Selbst wenn man nur die Aufnahme hört, wird die zupackende Kraft dieses Sängers erlebbar. Das ist gesanglich imponierend. Die suchend nachdenkliche Stimmung des Wanderers wird jedoch kaum erkennbar.

Herold Kraus und Otakar Kraus können an ihre beeindruckenden Leistungen im „Rheingold“ anknüpfen.

Großes Format hat wiederum Marga Höffgen und der von Peter Roth-Ehrang gesungene Fafner, beide absolut wortverständlich. Ingeborg Felderer als Waldvogel zeichnet sich durch die geforderte Anmut und ein silberhelles Stimmtimbre aus.

Die „GÖTTERDÄMMERUNG“ bringt die erwarteten orchestralen Höhepunkte, weil Kempe jetzt das Orchester ungebremst spielen lässt. Auch in der „GÖTTERDÄMMERUNG“ übertrifft Birgit Nilsson die hochgespannten Erwartungen. Wie im „SIEGFRIED“ wird sie durch ihre makellose Tongebung gepaart mit dramatischer Durchschlagskraft bei perfekter Intonation und schier unerschöpflich wirkender Reserven als Ausnahmesängerin und Idealbesetzung der Brünnhilde wahrgenommen. Höhepunkte sind ihr auch ausdrucksmäßig ergreifender Schlussgesang und die an Dramatik kaum zu überbietende Schwurszene. Ein Ass im Ensemble der „GÖTTERDÄMMERUNG“ ist Gottlob Frick mit dem grandiosen schwarzen Bass: ein Hagen der Tat, die verkörperte Freud- und Lieblosigkeit stumpf, roh, brutal, der Vollstrecker des Bösen. Eine phänomenale Leistung besonders auch die Mannenszene, in der sich auch der von Wilhelm Pitz sorgfältig einstudierte Chor höchstes Lob verdient. Sehr gut profiliert ist auch das Gibichungen Geschwisterpaar: In Wilma Schmidts Gutrune paart sich die Begehrlichkeit mit züchtiger, jugendlicher Anmut. Thomas Stewarts Gunther ist ein vom Bewusstsein seiner Zweitrangigkeit und Schwäche gezeichneter labiler Schwächling. Mit großer Eindringlichkeit, vorbildlich auch im Deklamatorischen und im dramatischen Ausdruck sang Grace Hoffmann eine berührende Waltraute. Außerdem hörte man sie im Nornen-Terzett, wo sie neben Elisabeth Schärtel als erste Norn die zweite Norn prachtvoll sang. Regine Crespin schenkte der dritten Norn große, leuchtende Akzente. Durch schöne Präzision zeichnete sich wiederum das Rheintöchter- Terzett mit Ingeborg Felderer, Woglinde, Elisabeth Steiner, Wellgunde und Elisabeth Schärtel, Flosshilde aus.

Welch imposantes Bild, als zu den erhabenen Wagnerklängen der zum Schluss golden aufleuchtende Weltenteller sich als großartiger optischer Effekt, abgestimmt auf die Musik, schließt. Vollendet ist der Ring!

Der Wagner/Kempe Ring regt zu Diskussionen an: Ist Wolfgang Wagner mit dieser Ring- Inszenierung der Beweis gelungen, dass er als Regisseur aus dem Schatten seines Bruders Wieland mit eigenen neuen Akzenten und ebenbürtigen Inszenierungen herausgetreten ist? Lenkte Rudolf Kempe durch sein kammermusikalisch, transparentes, detailgenaues Musizieren die Sicht auf einen neuen entschlackten, leichteren, federnden moderneren Wagnerklang?

Ob der Ring jemals vollendet gelingt? Diese Frage wird noch Generationen von Musikfreunden beschäftigen und das Geheimnis des Mysteriums „ Der Ring des Nibelungen“ wird Herausforderung fir Musikschaffende und Musikliebende zu allen Zeiten sein!

musika, eingestellt für die Sängerfreunde

manfred und gunhild haben auf diesen Beitrag reagiert.
manfredgunhild
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Hier Das Rheingold

gunhild

 

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Hier Die Walküre

gunhild

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Hier Siegfried

gunhild

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Hier Götterdämmerung

 

Wie ich Hans versprochen habe, stelle ich hier alle 4 Opern des Nibelungen Ring ein. Es gibt die Aufnahmen nur einzeln wie hier eingestellt. Die Ausgabe Rudolf Kempe 1961 ORFEQ.

In meiner Behandlung und Besprechung des Musikdramas bin ich immer noch bei der Walküre. 

Liebe Grüsse gunhild

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Diese Version finde ich sehr interessant und teile sie mit Euch.

gunhild

uhrand hat auf diesen Beitrag reagiert.
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Weiter in der Walküre stelle ich dieses Musikstück ein. 

gunhild

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Weiter im 2. Akt der Walküre. 

gunhild

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uhrand

Liebe Sängerfreunde, lieber Hans!

Herzlichen Dank für die ausführliche Beschreibung mit detaillierter Namensangabe des ganzen Nibelungen Ring. Ich bin so froh und beeindruckt, denn die Sänger sind zum grossen Teil auch meine Favoriten. Es sind jedenfalls in der Walküre, die ich z.Z. bearbeite,  einige der nach meinem Dafürhalten besten Künstler. Schön auch, dass du diese Form des Überblicks wählst, wenn man Videobeispiele finden soll. Dadurch ist die Arbeit der Recherche erleichert. Und der Inhalt ist sehr interessant!

Also werde ich sowohl laufend jetzt mit der Besprechung der Walküre Videos einstellen als auch nach Behandlung des gesamten Rings einen Überblick über die herasuragendsten Mussikstücke gewähren und diese in einem Review einstellen. 

So könnte man sich vorstellen, die Behandlung des Nibelungen Ring mit Bravour abzuchliessen. Meine Abschnitte der Analyse des  MODELLS (die Punkte 5. des Modells) fehlen ja auch noch und werden zuletzt gebracht. 

Liebe Grüsse gunhild

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Rysinek ist eine Kapazität in meiner Welt. 

gunhild

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Die Todesverkündigung mit 2 Stars!

gunhild

 

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