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MODELL, STRUKTUR UND ANALYSE DER OPERN VON WAGNER

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Hier stelle ich Durch Sturm und bösen Wind ein. Ich denke im Tekst zeigt sich doch, wie er sein Glück ausdenkt und berechnet: „Ein Tor, wenn ich das Glück versäume! Voll Entzücken schlage ich ein“ . Dialog zwischen Holländer und Daland.

Wenn Daland auch seine Tochter als ein Kleinod bezeichnet, betrachtet er sie als Gegenstand, nicht als Menschen, sondern als Tauschobjekt. Es geht ein Handel vor sich!

gunhild

Zitat von gunhild am 26. November 2023, 22:49 Uhr
 
 

Sehr schöne Aufnahme, danke Gunhild!

Liebe Grüße

André

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gunhild

Liebe Gunhild, liebe Freunde, 

bereichernd, dass neben Theo Adam nun auch noch Franz Crass als bedeutender Interpret des Holländers  dazu gekommen ist. Adam sollte man auf der Bühne als Holländer erlebt haben. In der Verbindung Stimme, Darstellung, Gestaltung kam er vollkommen zur Geltung. Auf Tonträgern wirkt er  reduziert, weil er keine Schallplattenstimme hatte.

Franz Crass wurde besonders bei seinen Auftritten als Holländer bei den Bayreuther Festspielen groß gefeiert. Wir hatten das Glück, ihn damals zu hören. Er sang den Holländer allerdings kluger Weise nicht allzu lange, weil er  erkannte, dass diese Partie eben doch eine Heldenbariton- und keine Basspartie ist.

Wir haben in unserer Diskussion bis jetzt eine ganze Reihe von ausgewählten Sängern und Sängerinnen  als Besetzung für die Hauptpartien besprochen:

Als Senta, Ligendza, Silja, Varnay und Dvorakova. Als Holländer Fischer Dieskau, Adam und Crass. Beim Steuermann wurde Fritz Wunderlich übereinstimmend als Idealbesetzung angesehen. In der schwierigen Rolle des Erik wurde über Schock, Gruber und Kozub diskutiert.

Erstaunlicher Weise wurde als Dirigent nur Franz Konwitschny als sensibler Sängerdirigent hervorgehoben. Dürfte darauf hindeuten, dass wir bei der Besprechung von Opernaufnahmen doch recht auf die Sänger fixiert diskutieren. 

In unserer Diskussion bestehen eigentlich nur unterschiedliche Auffassungen bei der Frage Daland ein Kuppler oder ein  liebender Vater, der für seine Tochter den bestmöglichen Ehemann finden möchte? Als den betrachtet er den Holländer, sicherlich in erster Linie wegen seines Reichtums.

Bereits zitierte Textstellen belegen den Kuppler. Andere Textstellen sprechen deutlich für die Sicht als liebender Vater: „Wohl, Fremdling hab‘ ich eine schöne Tochter, mit treuer Kindeslieb“ ergeben mir; sie ist mein Stolz, das höchste meiner Güter, mein Trost im Unglück, meine Freud‘ im Glück.“ Noch deutlicher wird, dass Daland Senta zwar für den Holländer  als Mann beeinflusst, aber  nicht zwingen will , wenn er  seine Arie:“Mögst Du mein Kind …. mit den Worten beschließt „… stimmst Du dem Vater bei, ist morgen er Dein Mann“.

Wahrscheinlich ist Daland beides: Kuppler aber gerade deshalb, weil er ein liebender Vater ist und für seine Tochter den besten Ehemann gewinnen will.

Spricht für uns und unseren Diskussionsstil, wenn wir kontroverse Meinungen gegenseitig akzeptieren können.

Wir sind gespannt,  ob und welche weiteren Diskussionsbeiträge zur Holländer Betrachtung noch kommen. noch kommen. 

  

 

r uns und

falls 

gunhild hat auf diesen Beitrag reagiert.
gunhild

Lieber Hans!

Vielen Dank für eine gute Zusammenfassung. Besonders als neues Mitglied freue ich mich über die herzliche Aufnahme hier im Forum. Ich weiß noch nicht so viel, kenne nicht soviele Namen, bin aber experimentierfreudig und weltoffen. Dirigenten kenne ich erst recht nicht. Da betrete ich Neuland, denn ich weiß wirklich nicht, wie man einen guten Dirigenten erkennt, und nach welchen Kriterien man so einen beurteilen  soll. Ich würde es daher sehr begrüßen, wenn man ein paar Worte zu dem Thema formulieren könnte. Ich kann ja selbst mit einer Recherche beginnen. Wir haben Senta, Erik, Daland diskutiert, nicht so sehr den Holländer. Ich meine, wir haben Soprane und Tenöre diskutiert und die Figur Daland. Wenn Ihr meint, es wäre bereichernd mit einer Dirigenten-Diskussion, wie Du es vorschlägst, nehme ich gerne den ersten Schritt. Man lernt nie aus. 

gunhild 

Liebe Freunde, 

auch meinen Dank an die Sängerfreunde, die die unterschiedlichen Aspekte, die man z.B. bei der Betrachtung des Daland haben kann, sehr schön zusammengefasst haben und an Gunhild, die uns so viele Musikbeispiele beschert hat. Ich kann bei den Sängern, wie ich auch schon an anderer Stelle einmal gesagt habe, nicht so sehr mitsprechen, weil ich mich in erster Linie mit den Werken selbst beschäftigt habe und mich auch nicht kompetent genug fühle, einen Sänger oder eine Sängerin beurteilen zu können. Es ist wunderbar, dass man hier soviel geboten bekommt. Das und die Vielfalt der Meinungen macht ja das Forum erst interessant. Wenn wir alle einer Meinung wären, könnten wir einen Chor a capella gründen, bräuchten aber kein Diskussionsforum. Wesentlich erscheint mir, dass jeder die Meinung des anderen toleriert und es nicht – wie es in einem anderen Forum war – den anderen beleidigt, wenn er nicht die gleiche Meinung vertritt. Deshalb haben wir das in unseren Richtlinien auch klar festgelegt.

Liebe Grüße
Gerhard

gunhild hat auf diesen Beitrag reagiert.
gunhild

Liebe Freunde 

Wenn Interesse besteht, wie Hans quasi initiiert hat, ein Dirigententhema zu erforschen, habe ich hier eine Einstellung zu Beginn.

Da ich nicht erkennen kann, ob ein Dirigent gut oder schlecht ist, weil mir die Erfahrung fehlt, fallen mir 2 Fragen ein:

Ist die Musik Ziel oder Mittel zum Zweck? Entfaltet sich der Dirigent hemmungslos, um sich selbst auszudrücken, oder lässt er die Musik reden? Das wären Grundfragen.

Die Musik hat einen bestimmten Atemzug, und der gute Dirigent lässt die Musik frei atmen, ohne sie in eine bestimmte Richtung zu zwingen.

Wären das brauchbare Erwägungen bei der Analyse von Dirigenten?

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Franz Konwitschny  1901 – 1962  deutscher Dirigent moravischer Herkunft

Liebe Grüsse gunhild

 

Ja, liebe Gunhild, das sind schon recht tiefgehende  Fragen, die Du hier stellst. Du bist allerdings auf dem richtigen Weg,   Zunächst etwas simple Empfehlungen: Dirigenten lernst Du am schnellsten durch hören, fragen und vergleichen ihrer Aufnahmen kennen. Vielleicht solltest Du am Anfang keine kompletten Opern hören, sondern Stücke, die Du kennst. Nehmen wir zum Beispiel Wagners „Holländer“, weil wir darüber bereits diskutierten. Höre Dir hier zunächst nur die Ouvertüre an.

Die Konwitschny Aufnahme hast Du. Wenn Du die Ouvertüre  jetzt hörst, was empfindest Du, was gefällt Dir, welche Differenzierungen, Lautstärke Modifikationen, Höhepunkte fallen Dir auf? Dann könntest Du  die Ouvertüre in der Sawallisch Aufnahme vergleichend hören. Was ist anders? Was fällt Dir bei ihm besonders und im Vergleich zu Konwitschny auf?  Danach höre Dir in beiden Aufnahmen Ensembleszenen an. Werden die Sänger vom Dirigenten musikalisch getragen oder durch das Orchester übertönt und zugedeckt? Hörst Du einen harmonische ausgeglichenen Gesamtklang oder dominieren Musik oder Stimmen stark.  Wie gefallen Dir die bekannten Chöre Ballade in der Spinnstube und der Holländer Chor, auch wieder möglichst im Vergleich?

Da Du Dich schwerpunktmäßig mit Wagner befasst höre Dir zum Beispiel aus der Götterdämmerung den Trauermarsch genauso analysierend, vergleichend an. Zum  Beispiel von einem der großen Alten wie z.  B. Furtwängler, Klemperer  oder Knappertsbusch mit ihrem damals sehr pathetisch-monumentalem Klang an. Was fällt Dir hier besonders auf? Höre dagegen einen aktuelleren Dirigenten wie  Barenboim. Wo liegen die Unterschiede?

Wichtig zur Beurteilung von Dirigaten sind auch die Dauer und  Tempi einer Gesamtaufnahme. Da gibt es enorme Unterschiede. Beim „Parsifal“ z. B. benötigt Piere Boulez 3.38 Stunden Gesamtdauer Arturo Toscanini 4.48 Stunden, also eine um 32% längere Spieldauer. Dass solche Zeitdifferenzen Auswirkungen auf die gesamte musikalische Darbietung haben ist klar.

Ich kann deshalb nur meine Empfehlung vom Anfang wiederholen: Wer Dirigenten und ihre Interpretationen kennen- und beurteilen will  muss hören, fragen und vergleichen. Das müsste in Eurer Wagner-Gruppe, die für Diskussionen und musikalische Weiterbildung sicherlich Gold wert ist,  doch gemeinsam möglich sein?

Ich hoffe, dass ich Dir verwertbare Anregungen  für Beschäftigung mit Dirigenten und Ihren Dirigaten geben konnte.  

 

gunhild hat auf diesen Beitrag reagiert.
gunhild

Hierdurch möchte ich Euch auf einen interessanten Artikel im Unterforum „Die Familie Wagner“ aufmerksam machen.

Es geht um eine Neuinszenierung von Tannhäuser in der Slowakei, die ziemlich kontroversiell ist!

gunhild

 

Liebe Sängerfreunde/Hans

Herzlichen Dank für die Antwort! Ich werde die Anleitung oder die Vorschläge gründlich befolgen. Ich bin Dir sehr dankbar! Hoffentlich bietet sich auch etwas für Euch Kenner und nicht nur für mich oder andere Neuanfänger. Ich muß betonen, daß Diskussionen unter Euch mit Erfahrung meinerseits sehr erwünscht sind. Ich habe mit meinen Fragen das Dirigenten-Thema aufgreifen wollen.

gunhild

 

Liebe Gunhild, lieber Hans, liebe Freunde

die Erklärungen von Hans finde ich sehr interessant. Zwar habe ich solche Vergleiche bisher selten gezogen, weil ich begierig bin, möglichst viele Werke der Musikliteratur kennen zu lernen und dadurch auch weniger spezialisiert bin. Da höre ich ein Werk oder sehe es mir an, es erfreut mich oder manchmal auch nicht. Dann liegt es wieder längere Zeit im Schrank, weil ich mir weitere Werke dieses Komponisten oder auch eines anderen vornehme. Ich stelle bei Musikstücken oder Gesang höchstens dann kleine oder größere Unterschiede fest, wenn ich sie – meist zufällig – kurz hintereinander höre oder sehe. Deshalb kann ich auch bei Vergleichen zwischen Sängern oder Orchestern kaum mitreden. Jeder hat wohl auf dem Gebiet andere Gewohnheiten. Du hast aber mit deinen Beiträgen hier manches angestoßen, was durchaus erwägenswert ist und ich habe dadurch manchen Nutzen gezogen.

Liebe Grüße
Gerhard

gunhild hat auf diesen Beitrag reagiert.
gunhild
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Da wir bei den Dirigenten verweilen, komme ich auf einen spektakulären Liebling zu sprechen: Celibidache! Hier dirigiert er Tannhäuser, ich finde nichts mit ihm und Der fliegende Holländer. Aber ich werde sowieso bald zum Tannhäuser kommen.

gunhild

 

uhrand hat auf diesen Beitrag reagiert.
uhrand
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Ich weiss, dies ist nicht Wagner. Aber ich kann Bolero n u r  mit Celibidache sehen, er ist dermassen lebendig und hundertprozentig, verzehrend, dass man es geniessen muss. Andere finden, dass er gerade das tut, was ein Dirigent nicht soll, die Musik weniger zur Geltung kommen lassen, weil er selbst so sehr in den Vordergrund tritt. Aber sonst ist Bolero unausstehlich. Ich weiss, ich fordere Euch heraus! Für mich i s t Bolero Celibidache! Und vice versa.

gunhild

Lieber Gerhard, 

wenn man Kritiken schreibt muss man selbstverständlich auf die Gesamtheit einer Opernaufführung achten, wie Musik Text, Handlung, Bild, Kostüme, Sängerleistungen Dirigent, Orchester, Chor usw.

Bei einer Liveaufführung kann sich kaum jemand das alles  merken, also wird er sich Notizen machen im Programm, Klavierauszug usw. Im Grunde werden die Eindrücke mit bereits gemachten Erfahrungen verglichen. Je häufiger man sich also mit Opern beschäftigt wird  die Wahrnehmung aller Faktoren und der Gesamtheit des Eindrucks immer mehr geschärft zur automatischen Routine. 

Das ist der Trost für Gundula. Allein, wenn sie ab heute verstärkt auf Dirigent, Orchester und musikalische Gestaltung achtet wird sie kompetenter in der Beurteilung und im Vergleich  von deren Leistungen.

Und unser Troubadour-Forum hat wieder einmal nachdrücklich bewiesen, welchen Nutzen es bringt.😀

Herzlich grüßen Ingrid und Hans die Sängerfreunde.     

 

gunhild hat auf diesen Beitrag reagiert.
gunhild

Liebe Gundula, 

verzeihe. aber Du bist offensichtlich auch eine Meisterin im Understatement. Deine Beiträge über Celibidache und was Du über seine Dirigentenpersönlichkeit aussagst beweisen, dass Du bereits weit mehr über Dirigenten und ihre Leistungen weißt, als aus Deinen Beiträgen zu entnehmen ist. Du brauchst also keinerlei Scheu zu haben, Deine Schlussfolgerungen  über einen Dirigenten und seine musikalische Leistungen hier im Forum zu äußern.

Ich würde ganz ähnlich über Celibidache schreiben und höchsten noch hinzufügen, dass er durch seine Dominanz am Pult Orchester zu Höchstleistungen antreiben konnte. Also bitte keine falsche Bescheidenheit.

Herzlichst grüßen die Sängerfreunde.

gunhild hat auf diesen Beitrag reagiert.
gunhild

Lieber Hans!
Herzlichen Dank für die wohltuenden Worte! Ich höre gern Lob! Aber ich finde, daß Celibidache so spektakulär ist, daß es leichter ist, etwas Vernünftiges über ihn zu sagen. Ich habe echt Schwierigkeiten zu sehen und hören, warum Abbado und Haitink zB gute Dirigenten sind. Ein bißchen verstehe ich, wenn die Leute sagen, daß Karajan zu glatt ist und Bernstein zu exaltiert. Der Celibidache imponiert und fasziniert mir. Ich habe andere Freunde, die das, was er tut, als Pose bezeichnen. Da bin ich aber nicht ihrer Meinung.

Ich denke wie Du, daß er dem Orchester eine Gabe der Inspiration und Intensität ist!

Ich habe Dir eine PN geschrieben: mein Name ist Gunhild, fast wagnerisch. Ich habe aber eine Freundin, die Brynhild heißt.

Liebe Grüße von Gunhild 

Vielleicht habe ich Dich aus Versehen Gerhard genannt in der PN? Dann verzeih, bitte!

Liebe Gunhild,

Wir glauben, dass zumindest jeder, der an dem Mailverkehr beteiligt ist, die Namen richtig zuordnen kann. 

Du hast  Dich in der Zeit, die wir Dich bei uns haben dürfen bereits durch zahlreiche Beiträge so profiliert, dass wahrscheinlich jeder der  regelmäßig das Forum nutzt weiß wer Gunhild ist.

Herzlichst die Sängerfreunde.

gunhild hat auf diesen Beitrag reagiert.
gunhild

Lieber Hans Vielen Dank für die Antwort! Ich freue mich sehr über den Kontakt mit Euch! Ja die Namen sind für die Identität wichtig. Und ich werde Dich auch nicht mehr mit niemanden verwechseln.

Schönen Abend noch!

Liebe Grüße von Gunhild 

gunhild

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Ich stelle hier die Kommentare Winifred Wagners zum Regitheater ein. Sie war ja langjährige Leiterin der Festspiele. 

Die Diskussion ist natürlich interessant, Das Gespräch ist wichtig bei der Beleuchtung der Musik Richard Wagners. 

Winifred Wagner war die Schwiegertochter Wagners. Sie war mit Siegfried Wagner verheiratet. Sie lebte 1897-1980.

BLEIBEN WIR EIN BIßCHEN BEI DEN DIRIGENTEN, UND ZWAR DEN WAGNERDIRIGENTEN!

Toscanini und Furtwängler waren beide Freunde und häufige Gäste der Wagnerfamilie.

Toscanini war für seinen kompromißlosen Perfektionismus und sein gewaltiges Temperament bekannt. Er nannte seine Musiker „Monkeys“.  Seine Lieblingskomponisten waren Wagner und Beethoven.

 Furtwängler hat gegen den Nazismus gesprochen, ist aber in Deutschland geblieben und ist aufgetreten. Er hat mit bewirkt, daß Juden gerettet wurden.

Andere typische Wagnerdirigenten von den älteren sind Bruno Walter und Knappertbusch. Letzterer wurde 1936 von München entlassen, da Hitler seinen Stil der Direktion nicht mochte. Er ist dann nach Wien gegangen. Nach dem 2. Weltkrieg ist er nach Deutschland zurückgekehrt. Er ist ganz besonders für eine Parsifalaufführung von 1956 bekannt.

Neuere Dirigenten sind Karl Böhm und Keilberth.Von den jetzt lebenden kann man Kirill Petrenko nennen.

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Ich werde versuchen, Wagner Werke mit diesen Dirigenten einzustellen.

Ich  hoffe, jemand aus der Gruppe hat Lust auf Kommentare zur Direktion der verschiedenen Dirigenten.

Ohne Dirigent ist schöner 🙂

Liebe Grüße
André

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Jetzt habe ich ein paar Kommentare zu den alten berühmten Dirigenten. Ein paar Vergleiche, die mein Musik- und  LiteraturFreund Lours gemacht hat. Ich weiss, ich bin noch nicht bei der Walküre, aber der Post ist wichtig zur Illustration von Bruno Walter. Lours meint, dass der Massstab Bruno Walters für alle Musik sei Mozart. Auch wenn er Wagner dirigiert. Deutlich werde dies in der Walküre im ersten Akt der Version, die ich hier eingestellt habe. Ich habe mich durch die Darstellung Lours´überzeugen lassen. 

Anders bei Knappertbusch. Er war Schüler von Hans Richter, und er wählt sehr langsame Tempi. Er hat ungern in einem Studio gerarbeitet und wollte keine Schallplatten herausgeben. Er hat das Publikum als Inspiration nötig gehabt. Der Knapprtbusch hat zudem auf seinem Trempo bestanden und hat erwartet, dass sich der Sänger fügt.

Den Unterschied zwischen Toscanini und Furtwängler beschreibt Lours auch, was ich auch sehr interessant finde: Toscanini sei quasi ein personifizierter Metronom, könne aber ohne weiteres Steigerungen machen, wenn es um Gefühle gehe. Furtwängler sei fliessender und vom Augenblick abhängig. 

Ich hoffe, ich habe die Meinung Lours´korrekt wiedergegeben.

 

Lieber Andre

Was meinst Du mit schöner ohne Dirigenten?

Liebe Grüsse gunhild

Zitat von gunhild am 30. November 2023, 16:54 Uhr

Was meinst Du mit schöner ohne Dirigenten?

Ich meine ähnlich wie beim Kondom: ohne ist schöner, alter Musiker-Witz 😂

 

gunhild hat auf diesen Beitrag reagiert.
gunhild

Ich denke, das Thema Dirigenten ist wohl für diesmal erschöpft. Es scheint kein grosses Interesse mehr. 

Ich schliesse Der fliegende Holländer mit einer phantastischen Arie ab, und zwar mit Max Lorenz!

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so zergeht mir das Herz!

Max Lorenz: Es ist unendlich, tief, verheissungsvoll!

Und hier ist der Text der Arie, den Andre eingestellt hat, und zwar in der Troubadour Gruppe. Vielen Dank, lieber Andre!

Eriks Arie:
Willst jenes Tags dich nicht mehr entsinnen,
als du zu dir mich riefest in das Tal?
Als, dir des Hochlands Blume zu gewinnen,
mutvoll ich trug Beschwerden ohne Zahl?
Gedenkst du, wie auf steilem Felsenriffe
vom Ufer wir den Vater scheiden sah’n?
Er zog dahin auf weiß beschwingtem Schiffe,
und meinem Schutz vertraute er dich an,
ja, meinem Schutz vertraute er dich an.
Als sich dein Arm um meinen Nacken schlang,
gestandest du mir Liebe nicht aufs neu‘?
Was bei der Hände Druck mich hehr durchdrang,
sag‘, war’s nicht Versich’rung deiner Treu‘?
 
Nun bin ich mit der Oper Der fliegende Holländer am Ende fùr diesmal, und ich habe die wunderschöne Arie Eriks zuletzt eingestellt, und zwar mit Max Lorenz.  Er muß mit Abstand die beste Tenorstimme gehabt haben zu der Zeit. Ich habe gelesen, daß Hitler versucht hat, Lorenz das Singen zu verbieten, daß aber Winifred Wagner dann gedroht hat, keine Opern mehr zu spielen, denn ohne Lorenz könne Bayreuth nicht existieren. Lorenz war homoseksuell und mit einer Jüdin verheiratet. Er war daher von Hitler unerwünscht. Aber Winifred Wagner hat sich durchgesetzt, und Hitler hat nachgegeben und dann gesagt: Lorenz kann singen.
 
Es wurde der Wunsch geäussert, dass ich Empfehlungen der anzuschaffenden Aufnahmen gebe.Es sind vorwiegend die alten Aufnahmen, die ich nenne, da ich der Überzeugung bin, daß die Stimmen von früher die besten sind. Nur Sinopoli ist neuer.
Ich habe zu den verschiedenen Tonträgern überhaupt nicht Stellung genommen. Das untersucht jeder lieber selbst, ob CD, DVD, Blueray etc.
Kaufen kann man viele der Opern bei Amazon.de, aber auf dem Gebiet sind die Mitgleder sicher auf dem laufenden.

KOMMENTARE Inhalt
Hier versuche ich jetzt, die Diskussionen betr. Wahl der Sänger zusammenzufassen.
Tenöre
Der Steuermann ist ein lyrischer Tenor, Erik ein dramatischer Tenor. Der Steuermann singt leise,und ruhig,  Erik ist aufgeregt und unglücklich. .Die Aufnahme mit Rudolf Schock wurde von den Sängerfreunden kommentiert, er sei ein feiner Tenor trotz der nachträglich negativen Beurteilung seiner Sängerleistung. Wolfgang Windgassen ist mein Favorit neben natürlich Max Lorenz, der jedoch nicht die ganze Partie gesungen hat, somdern nur Konzertarien wie „Willst jenes Tag’s“, Eriks Arie gesungen.Leider Gottes.

Senta
Anja Silja ist bei den Sängerfreunden sehr beliebt, während ich Astrid Varnay vorziehe. Die szenische Begabung AS‘ wird hervorgehoben, und bei AV die Stimme, während sie als matronenhaft bezeichnet wird.
Marianne Schech wird hervorgehoben als bewährte Sängerleistung, jedoch erreiche sie nicht das Niveau einer Birgit Nilsson noch einer Leonie Rysanek.
Lours kommentiert Leonie Rysanek und Astrid Varnay als geeignete Sentas. Ist Senta als empfindsam aufzufassen, kommt die LR in Frage, ist die Senta aktiv und draufgängerisch eher AV. Wie der Unterschied zwischen Sieglinde und Brünnhilde, worauf wir später kommen.
 
DIE QUAL DER WAHL
Diese Erwägungen sind unter denen, die bei der Wahl der Aufnahmen aktuell sind. Jeder muß durch und für sich entscheiden.
Mit diesen Beispielen aus den Diskussionen habe ich versucht, eine Einsicht zu gewähren .
KAUFEMPFEHLUNGEN zur Oper DER FLIEGENDE HOLLÄNDER

1. Dirigent Franz Konwitschny Berlin 1960
Holländer Dietrich Fischer-Dieskau – Senta Marianne Schech – Erik Rudolf Schock – Daland Gottlob Frick – Steuermann Fritz Wunderlich

2. Dirigent Wolfgang Sawallisch Bayreuth 1959
Holländer George London – Senta Leonie Rysanek – Erik Fritz Uhl – Daland Josef Greindl – Steuermann Georg Paskuda

3. Dirigent Wolfgang Sawallisch/Direktor Wieland Wagner Bayreuth 1961
Holländer Franz Crass – Senta Anja Silja – Erik Fritz Uhl – Daland Josef Greindl – Steuermann Georg Paskuda

4. Dirigent Hans Knappertsbusch Bayreuth 1955
Holländer Hermann Uhde – Senta Astrid Varnay – Erik Wolfgang Windgassen – Daland Ludwig Weber – Steuermann Josef Traxel

5. Dirigent Antal Dorati London 1960
Holländer George London – Senta Leonie Rysanek – Erik Karl Liebl – Daland Giorgio Tozzi – Steuermann Richard Lewis

6. Dirigent Giuseppe Sinopoli Berlin 1998
Holländer Bernd Weikl – Senta Cheryl Studer – Erik Placido Domingo – Daland Hans Sotin – Steuermann Peter Seiffert

Ich weiss, dass meine Zusammenfassung und Kaufempfehlung etwas lang geworden sind. Es ist das erste Mal, dann muss es gründlich sein. Später werden vielleicht auch nicht so viele Aufnahmen vorgeschlagen.  Es kommt ja auch auf die aktuelle Diskussion an.

Liebe Grüsse gunhild

 

Als nächste Oper von Wagner, die ich in der chronologischen Reihenfolge besprechen möchte, ist Tannhäuser. Das Modell ist noch nicht gemacht, daher stelle ich vorläufig einige Videos ein. 

Hier die Ouverture

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Hier stelle ich nun Musikstücke des 1. Aktes von Tannhäuser ein. Es ist die kronologische Reihenfolge. Ich habe versucht, eine sehr gute Rollenbesetzung zu finden, was mir mit Windgassen u.a. gelungen ist. Geniesst sie alle!

gunhild

 

Liebe Gundula, 

es ist richtig nach den ausführlich besprochenen Holländeraufnahmen jetzt den  Tannhäuser einzustellen, denn hier verwirklicht Wagner bereits weit mehr den Ansatz des ganzheitlichen Dramas..

Wir möchten auch unsere Lieblingsaufnahme vorstellen:  Auch beim Tannhäuser ist es wie  beim Holländer die Gesamtaufnahme unter Franz Konwitschny. die  auch hier wieder durch ein phantastisches Dirigat überzeugt.. Was diese Aufnahme für uns zur Referenzaufnahme profiliert ist die hervorragende Solistenbesetzung, allen voran Elisabeth Grümmer,  als aus unserer Sicht unerreichte Elisabeth, Hans Hopf als stimmgewaltiger Tannhäuser, Fischer-Dieskau als fabelhafter Wolfram, der das Lied an den Abendstern einmalig schön gestaltet, Gottlob Frick als balsamisch schön singender Landgraf. Grümmer und Frick gestalten die Szene „Dich treff‘ ich hier in dieser Halle“ im zweiten Aufzug geradezu unvergesslich. Bei den Nebenrollen, die alle gut besetzt sind, ragen Fritz Wunderlich als Walter von der Vogelweide und Lisa Otto als Hirtenknabe deutlich hervor.

Marianne Schech verkörpert die Venus solide und routiniert. Eine Sängerin wie z. B. Grace Bambry hätte die luxuriösen Besetzungen dieser Tannhäuser Aufnahme weit spektakulärer ergänzt.

Wir werden sicherlich in der nun beginnenden Diskussion noch weitere Lieblingsaufnahmen von Troubadour-Mitgliedern präsentiert bekommen. Diese Empfehlungen sind sehr nützlich, weil sie wertvolle Hinweise zur Beurteilung und zum Kauf von Tonträgern liefern.  

Herzlich grüßen die Sängerfreunde.

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gunhild

Liebe Sängerfreunde, lieber Hans!

Recht herzlichen Dank für die interessanten Empfehlungen. Eurer vorgezogenen Version kann ich mich durchaus anschließen! Sie ist in vielerlei Hinsicht auch gerade, was ich an Qualität und Niveau suche: Vorläufig nenne ich Elisabeth Grümmer, Fischer-Dieskau und Fritz Wunderlich. Sie sind auch meine Stars, und die Begründung betr. Elisabeth Grümmer liegt auf der Hand. Habe ich früher so gehört.

Ich habe, muß ich gestehen, nach Tannhäuser selbst gewählt, und zwar einen Liebling von mir: Wolfgang Windgassen. Im Moment gibt es an Heldentenören in meinem Univers zwei herausragende für Wagner, und zwar Max Lorenz und Wolfgang Windgassen. Fritz Wunderlich ist für mich eher Liedersänger und Mozart.

Wir diskutieren einfach weiter! Ich danke Euch sehr!

ich werde Eure Version einstellen!

gunhild

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Jetzt habe ich Hans Hopf gehört, und er ist nicht ein Sänger, den ich so hoch einschätze wie Windgassen, Lorenz und Melchior z.B. Er singt eher Töne als Phrasen, er strengt die Stimme sehr an, besonders, wenn er lange singen muss. Es ist natürlich immer auch Geschmackssache, welche Sänger man liebt, aber hier, denke ich, habe ich konkrete Kritikpunkte. 

Und ich habe Eure Lieblingsaufnahme eingestellt, wie Ihr seht, ich höre sie natürlich auch wegen der Elisabeth und der anderen guten. Als Venus ziehe ich aber auch andere als Marianne Schech vor, die jedoch als Senta sehr gut ist, finde ich.

Dann suche ich einfach neue Aufnahmen der einzelnen Arien und Duette zum Einstellen und zum Vergleichen!

gunhild

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