informativ

diskussionsfreudig

meinungsbildend

kooperativ

Troubadour-Forum für die Freunde der Oper, des Gesangs und der Klaviermusik

Hallo und herzlich Willkommen im Troubadour Forum!

Danke für den Besuch unserer Website. Hier kannst du als Gast in den Hauptthemenbereichen Oper, Operette, Oratorium, Lied und Klavier mitlesen, dich umfangreich informieren und den Meinungsaustausch verfolgen. Den vollen Nutzen des Forums hast du allerdings nur, wenn du angemeldet und registriert bist. Dann kannst du alle Funktionen und Bereiche des Forums uneingeschränkt nutzen. Das heißt, du kannst eigene Beiträge schreiben und einstellen, auf Beiträge anderer Nutzer antworten, eigene Threads eröffnen, mitdiskutieren und dir durch die eigene Mitwirkung ein oft durch intensive Diskussionen erhelltes Meinungsbild schaffen. Das Troubadour-Forum geht über die rein lexikalische Funktion bewusst hinaus. Deshalb haben wir einen Servicebereich aufgebaut, indem du Hilfestellungen bei Anschaffungen, Besuch von Veranstaltungen und Festivals, Aufbau von Bild- und Tonträgerdokumenten und Antwort auf deine Fragen erhalten kannst. Wir verstehen uns jedoch auch als Begegnungsstätte zwischen neuen und erfahrenen Musikfreunden, zwischen Jung und Alt, persönliche Kontakte unter den Nutzern sollen erlaubt und ermöglicht werden. Wir würden uns freuen, wenn du bei uns mitmachst und eventuell auch neue Themen und Ideen einbringst.

Bitte oder Registrieren, um Beiträge und Themen zu erstellen.

Welche Volkslieder hört oder (und) singt ihr gerne?

Parallel zum Kunstliederthread möchte ich heute einen Thread eröffnen, in dem jede (jeder) jedwedes Volkslied einstellen kann, das sie oder er gerne hört oder sogar selbst gerne singt. Gelegenheit zu Letzterem hat man ja ganz allgemein in geselliger Runde oder auch bei bestimmten Anlässen wie demjenigen, den wir erst vor wenigen Tagen erlebt haben. Dort erklang dann teilweise pünktlich um Mitternacht, drinnen oder draußen, aus wenigen oder vielen Kehlen, vorzugsweise dieses Lied:

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

In dieser Version (mit Vorsänger Rudolf Schock) werden fünf der sechs Strophen von Emanuel Geibel gesungen. Nur die 4. Strophe „Nur abends im Städtchen…“ fehlt:

Der Mai ist gekommen

Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus.
Da bleibe wer Lust hat, mit Sorgen zu Haus.
Wie die Wolken dort wandern am himmlischen Zelt,
so steht auch mir der Sinn in die Weite, weite Welt.

Herr Vater, Frau Mutter, daß Gott euch behüt‘!
Wer weiß, wo in der Ferne mein Glück mir noch blüht.
Es gibt so manche Straße, da nimmer ich marschiert;
es gibt so manchen Wein, den nimmer ich probiert.

Frisch auf drum, frisch auf im hellen Sonnenstrahl,
wohl über die Berge, wohl durch das tiefe Tal!
Die Quellen erklingen, die Bäume rauschen all-
mein Herz ist wie ’ne Lerche und stimmet ein mit Schall.

Und abends im Städtchen, da kehr‘ ich durstig ein:
Herr Wirt, mein Herr Wirt, eine Kanne blanken Wein!
Ergreife die Fiedel, du lustiger Spielmann du,
von meinem Schatz das Liedel, das sing‘ ich dazu.

Und find ich keine Herberg‘, so lieg‘ ich zur Nacht
wohl unter blauem Himmel, die Sterne halten Wacht.
Im Winde, die Linde, die rauscht mich ein gemach,
es küsset in der Früh‘ das Morgenrot mich wach.

O Wandern, o wandern, du freie Burschenlust!
Da wehet Gottes Odem so frisch in der Brust;
da singet und jauchzet das Herz zum Himmelszelt:
Wie bist du doch so schön, o du weite, weite Welt!

Liebe Grüße

Willi😀

Aus dem Lustspiel „Mumm Séis“ von Edmond de la Fontaine (genannt Dicks), stammt das Lied „Ech sinn e groussen Hexemeeschter“ (Ich bin ein großer Hexenmeister), das inzwischen in Luxemburg ein Volkslied wurde:

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Ech sinn e groussen Hexemeeschter,
Well, wann ech Hokes-Pokes so’n,
Sinn all Gespenster, wéi all Geeschter,
Mir ënnerdo’n!

Kënnt eppes an e Stall geschlach,
A muerges sinn all Kéi gestrach,
Hält sech anzwou eng Trauliicht op,
Sinn d’Wiichtelcher an enger Kichen,
A setzen d’Kribänk nuets op d’Kopp;
Da kommen d’Leit mech sichen,
A kuck elei!
Den aneren Dag ass alles an der Rei.

Ech sinn e groussen Hexemeeschter,
Well, wann ech Hokes-Pokes so’n,
Sinn all Gespenster, wéi all Geeschter,
Mir ënnerdo’n!

Ass do an deem verwënschte Schlass
Am Liichteschäin der Däiwel lass;
Wësst gier en Éiemann Bescheed,
Ob d’Fra, wann s’op dem Biesem reiden,
No Koppelescht mat danze geet,
Wien hëlleft dann de Leiden?
Mä, hei elei!
Keen aneren, keen an’re wéi deen hei.

Ech sinn e groussen Hexemeeschter,
Well, wann ech Hokes-Pokes so’n,
Sinn all Gespenster, wéi all Geeschter,
Mir ënnerdo’n!
————————————————————-
Ich bin ein großer Hexenmeister,
Denn wenn ich Hokus-Pokus sage,
Sind alle Gespenster, wie alle Geister,
mir untertan!

Kann etwas einen Stall treffen,
Und morgen sind alle Kühe gemolken,
Gibt es irgendwo ein Traulicht,
Sind die Zwerge in einer Küche,
die nachts den Tisch auf den Kopf stellen;
Dann kommen die Leute mich holen,
Und sieh es dir an!
Am nächsten Tag ist alles in Ordnung.

Ich bin ein großer Hexenmeister,
Denn wenn ich Hokus-Pokus sage,
Sind alle Gespenster, wie alle Geister,
mir untertan!

Ist in diesem Spukschloss
im Lichtschein der Teufel los;
Wüsste gern ein Ehemann bescheid
Ob die Frau, beim Reiten auf dem Besen,
nach Kopstal tanzen geht,
Wer hilft dann den Leuten?
Aber los geht’s!
Niemand sonst, niemand sonst als dieser:

Ich bin ein großer Hexenmeister,
Denn wenn ich Hokus-Pokus sage,
Sind alle Gespenster, wie alle Geister,
mir untertan!

 

Ich habe auch einen Vorschlag und der betrifft das Lied „Komm lieber Mai und mache die Bäume wieder grün“, Musik von Mozart. Ein mich zufriedenstellendes Musikbeispiel habe ich bei Youtube nicht gefunden, dafür aber Murray Perahia, der Mozarts letztes Klavierkonzert spielt. Und da hat Mozart das Mai-Lied für den letzten Satz aufgegriffen

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

 

dabei muss man aber, falls nicht das ganze KK gehört werden soll, bis 21’20 vorspielen.

LG von Manfred

Ich finde dieses Beispiel von der großen Elisabeth Schwarzkopf, die ja auch sonst in Sachen Mozart kompetent war,  sehr anrührend:

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

 

Liebe Grüße

Willi😀

Und noch eines habe ich, das mich tatsächlich sehr erfreut hat, vor allem in den letzten Wochen, da ich an meinem neuen Wohnort „mitten in der Natur“ bei meinen täglichen Spaziergängen ganz begeistert die täglich neu sprießenden Blüten allüberall wahrgenommen und fleißig fotografiert habe. Wenn ich mal weiß, wie ich meine eigenen Fotos hier einstellen kann, werde ich nachträglich hier zu diesem Thema ein passendes nachträglich einfügen. Hier sind die Sängerknaben von St. Florian:

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

 

Liebe Grüße

Willi😀

 

„Ich finde, man kann doch einem Komponisten kein größeres Kompliment machen,
als wenn man seine Melodie für ein Volkslied hält.“

Robert Stolz: Vor meinem Vaterhaus (Wer weiß, wer weiß, wann das geschieht)
Hermann Prey, Bariton
Robert Stolz, Klavier

 

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

 

Vor meinem Vaterhaus steht eine Linde
Vor meinem Vaterhaus steht eine Bank
Und wenn ich sie einst wiederfinde
Dann bleib ich dort mein Leben lang
Dann wird die Linde wieder rauschen
Ihr liebes altes Heimatlied
Mein ganzes Herz wird ihr dann lauschen
Das oft in Träumen heimwärts zieht
Mein ganzes Herz wird ihr dann lauschen
Wer weiß, wer weiß wann das geschieht
In dieser fremden großen Stadt
In diesem Meer aus Stein
Da grüßt dich kaum ein Blütenblatt
Mit süß vertrautem Schein
Vor meinem Vaterhaus da steht ein Brunnen
Sein Wasser rinnt und rauscht so silberhell
Die Mädchen gehn zu diesem Brunnen
Erzählen sich vom Liebsten schnell
Nur eine schweigt zu all den Sachen
Die einst ihr Herz an mich verriet
Doch kehr ich heim dann wird sie lachen
Und aller Schmerz und Kummer flieht
Doch kehr ich heim dann wird sie lachen
Wer weiß, wer weiß wann das geschieht
Jaja – wer weiß, wer weiß wann das geschieht
Bruno Hardt-Warden ❤

Erich Ruthner und Attila haben auf diesen Beitrag reagiert.
Erich RuthnerAttila

Ich möchte hier noch an den unvergessenen Bariton Wolfgang Anheisser erinnern. Ich habe ihn noch vor seinem tragischen Tod einigemale in Köln erlebt.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

LG Attila

uhrand hat auf diesen Beitrag reagiert.
uhrand

Gerade hörte ich dieses wunderbare Lied mit dem Bariton Heinrich Schlusnus;

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

De Feierwon ist ein Lied von Michel Lentz, das zum ersten Mal am 4. Oktober 1859 gesungen wurde, um den ersten Zug zu feiern, der an diesem Tag den Hauptbahnhof Luxemburg verließ.

Auf der Treppe vor dem Rathaus der Stadt Luxemburg, wurde es von einem Chor aufgeführt und der Text auf Flugblättern an die Bevölkerung verteilt. Der Originaltitel war D’Lëtzeburger. Das Lied wurde schnell im ganzen Land bekannt und beliebt. Es wird manchmal als das nationale Motto Luxemburgs angesehen (was es nicht ist).

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

De Feierwon deen ass bereet,
E päift duerch d’Loft a fort e geet,
Am Dauschen iwwer d’Strooss vun Eisen,
An hie geet stolz den Noper weisen,
Datt mir nun och de Wee hu fonnt,
Zum éiweg grousse Vëlkerbond,

Refrain:
Kommt hier aus Frankräich, Belgie, Preisen,
Mir wëllen iech ons Heemecht weisen,
Frot dir no alle Säiten hin,
Mir wëlle bleiwe wat mir sinn.

Mir hale fest un onser Scholl,
Vu Léift fir d’Land sin d’Hierzer voll;
Wa mir och keng Milliounen zielen,
Dir gëtt ons uechter d’Welt ze wielen;
Mir ruffen all aus engem Monn:
Kee bessert Land beschéngt jo d’Sonn!

An huet dir dann de Wäert erkannt
Vum klenge Lëtzebuerger Land,
An dir musst fort rem vun eis goen,
Da kënnt dir an der Heemecht soen:
‚t ass d’Gréisst net grad, déi d’Gléck bedeit,
Well an deem Land si glécklech Leit!
————————————————————–
Die Dampflok ist bereit,
pfeift durch die Luft und weg ist sie,
Im Nebel über der Straße aus Eisen,
Und stolz fährt sie um den Nachbarn zu zeigen,
Dass wir nun auch den Weg gefunden haben,
zur ewig großen Liga der Nationen.

Refrain:
Kommt her aus Frankreich, Belgien, Preußen,
Wir wollen euch unsere Heimat zeigen,
Fragt nach allen Seiten hin,
Wir wollen bleiben, was wir sind.

Wir bleiben unserer Scholle treu,
Die Herzen sind voller Liebe zum Land;
Auch wenn wir nicht Millionen zählen,
stellst du uns die ganze Welt zur Auswahl:
Wir rufen alle mit einer Stimme:
Kein besseres Land ist unter der Sonne!

Und hast du dann den Wert erkannt
vom kleinen Luxemburger Land,
Und musst dann von uns gehen,
Dann kannst du zu Hause sagen:
Es ist nicht gerade die Größe, die das Glück bedeutet,
Weil es in diesem Land glückliche Menschen gibt!

Kontakt
Telefon: 0178-1069333
E-Mail: info@troubadour-forum.de

Gestaltung Agentur kuh vadis