Danke für den Besuch unserer Website. Hier kannst du als Gast in den Hauptthemenbereichen Oper, Operette, Oratorium, Lied und Klavier mitlesen, dich umfangreich informieren und den Meinungsaustausch verfolgen. Den vollen Nutzen des Forums hast du allerdings nur, wenn du angemeldet und registriert bist. Dann kannst du alle Funktionen und Bereiche des Forums uneingeschränkt nutzen. Das heißt, du kannst eigene Beiträge schreiben und einstellen, auf Beiträge anderer Nutzer antworten, eigene Threads eröffnen, mitdiskutieren und dir durch die eigene Mitwirkung ein oft durch intensive Diskussionen erhelltes Meinungsbild schaffen. Das Troubadour-Forum geht über die rein lexikalische Funktion bewusst hinaus. Deshalb haben wir einen Servicebereich aufgebaut, indem du Hilfestellungen bei Anschaffungen, Besuch von Veranstaltungen und Festivals, Aufbau von Bild- und Tonträgerdokumenten und Antwort auf deine Fragen erhalten kannst. Wir verstehen uns jedoch auch als Begegnungsstätte zwischen neuen und erfahrenen Musikfreunden, zwischen Jung und Alt, persönliche Kontakte unter den Nutzern sollen erlaubt und ermöglicht werden. Wir würden uns freuen, wenn du bei uns mitmachst und eventuell auch neue Themen und Ideen einbringst.
Die Frage ist (nicht) einfach zu beantworten: Im aktuellen Ensemble der Bayerischen Staatsoper ist keine deutsche Sängerin, und es sind genau zwei deutsche Sänger, der Bariton Konstantin Krimmel und der Bass-Bariton Christian Rieger. Wie dem auch sei, wünsche ich allen, die sich keine Gedanken über die Besetzung von Opernrollen machen und eine Karte für die morgige Premiere nachen, viel Vergnügen: Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube. Liebe Grüße Willi😀 Die Frage ist (nicht) einfach zu beantworten: Im aktuellen Ensemble der Bayerischen Staatsoper ist keine deutsche Sängerin, und es sind genau zwei deutsche Sänger, der Bariton Konstantin Krimmel und der Bass-Bariton Christian Rieger. Wie dem auch sei, wünsche ich allen, die sich keine Gedanken über die Besetzung von Opernrollen machen und eine Karte für die morgige Premiere nachen, viel Vergnügen: Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube. Liebe Grüße Willi😀 Lieber Willi, man sagt immer, es liegt an der Ausbildung. Wie sind denn unsere früheren Sänger ausgebildet worden, waren sie schlechter als die jetzigen von heute? Es waren Weltstars, die es heute wohl nicht mehr gibt. Wo sind unsere Sänger? Ich habe das schon mal geschrieben, meine ehemalige Schülerin war lange Jahre an einem großen Opernhaus, zuletzt sang sie die Traviata, hatte einen Bombenerfolg. Dann trat ein Wechsel der oberen Etage ein, es wurden über 20 Sänger gekündigt, dafür alles ausländische Sänger eingestellt, die sicherlich nicht besser waren und sind, als die gekündigten. Ich gehe in keine Oper mehr, in der keine hiesigen Sänger singen. Ich bin halt von der alten Schule, „früher war alles anders“, sagt man und es stimmt, auf jeden Fall in diesem Fall. musika Lieber Willi, man sagt immer, es liegt an der Ausbildung. Wie sind denn unsere früheren Sänger ausgebildet worden, waren sie schlechter als die jetzigen von heute? Es waren Weltstars, die es heute wohl nicht mehr gibt. Wo sind unsere Sänger? Ich habe das schon mal geschrieben, meine ehemalige Schülerin war lange Jahre an einem großen Opernhaus, zuletzt sang sie die Traviata, hatte einen Bombenerfolg. Dann trat ein Wechsel der oberen Etage ein, es wurden über 20 Sänger gekündigt, dafür alles ausländische Sänger eingestellt, die sicherlich nicht besser waren und sind, als die gekündigten. Ich gehe in keine Oper mehr, in der keine hiesigen Sänger singen. Ich bin halt von der alten Schule, „früher war alles anders“, sagt man und es stimmt, auf jeden Fall in diesem Fall. musika Hier steht die Zukunft … Foto: ©studio visuell Meine liebe Musika, da muss und kann ich Dir heftig widersprechen und darf sogar hoffen, dass Du dich darüber ein bisschen freust. Die Stipendiaten gestalteten dann am Sonntag ihr Abschlusskonzert auf ganz hohem künstlerischem Niveau! Also was die ›Mädels‹ da geboten haben war einfach wunderschön! Und Hampson stand da, wies auf seine Schützlinge und sagte stolz: »Das ist die Zukunft!« Zum Schluss zogen die Stipendiaten aus dem Saal und unter Jubel mit Sonnenblumen wieder ein. Anstatt Notenblätter hatte man Tablets mitgebracht und stimmte gemeinsam, also die Pianisten eingeschlossen, das Brahms-Lied ›Da unten im Tale‹ an; das war Chorgesang höchster Qualität. Thomas Hampson ehrte man schließlich für seine nun zwanzigjährige Heidelberger Präsens mit dem Lied ›Alt Heidelberg du feine‹. Schau es Dir bitte bei YouTube an – das ist die Zukunft aus meiner Sicht … Hier steht die Zukunft … Foto: ©studio visuell Meine liebe Musika, da muss und kann ich Dir heftig widersprechen und darf sogar hoffen, dass Du dich darüber ein bisschen freust. Die Stipendiaten gestalteten dann am Sonntag ihr Abschlusskonzert auf ganz hohem künstlerischem Niveau! Also was die ›Mädels‹ da geboten haben war einfach wunderschön! Und Hampson stand da, wies auf seine Schützlinge und sagte stolz: »Das ist die Zukunft!« Zum Schluss zogen die Stipendiaten aus dem Saal und unter Jubel mit Sonnenblumen wieder ein. Anstatt Notenblätter hatte man Tablets mitgebracht und stimmte gemeinsam, also die Pianisten eingeschlossen, das Brahms-Lied ›Da unten im Tale‹ an; das war Chorgesang höchster Qualität. Thomas Hampson ehrte man schließlich für seine nun zwanzigjährige Heidelberger Präsens mit dem Lied ›Alt Heidelberg du feine‹. Schau es Dir bitte bei YouTube an – das ist die Zukunft aus meiner Sicht … Lieber Belcanto, vielen Dank für die Information, es war sicherlich ein großartiger Kurs und ich bin auch mit Dir einer Meinung, dass die Beteiligten ein Konzert auf hohem künstlerischem Niveau absolvierten. Thomas Hampson ist ein guter Sänger und Lehrer, er wird sich die Schützlinge schon richtig ausgesucht haben, ein Prozess, an dem viele junge Sänger schon scheitern. Ich weiß nicht, ob sich deutsche Sänger beworben haben, was da im Hintergrund bei der Vorentscheidung für Hampson wichtig war. Auf jeden Fall freue ich mich auf unseren Meisterkurs Ende Juli, mit Prof. KS Renate Behle. Da sind allerdings nur deutsche Teilnehmer dabei. musika Lieber Belcanto, vielen Dank für die Information, es war sicherlich ein großartiger Kurs und ich bin auch mit Dir einer Meinung, dass die Beteiligten ein Konzert auf hohem künstlerischem Niveau absolvierten. Thomas Hampson ist ein guter Sänger und Lehrer, er wird sich die Schützlinge schon richtig ausgesucht haben, ein Prozess, an dem viele junge Sänger schon scheitern. Ich weiß nicht, ob sich deutsche Sänger beworben haben, was da im Hintergrund bei der Vorentscheidung für Hampson wichtig war. Auf jeden Fall freue ich mich auf unseren Meisterkurs Ende Juli, mit Prof. KS Renate Behle. Da sind allerdings nur deutsche Teilnehmer dabei. musika Liebe Musika, Das Bild oben zeigt von links nach rechts: Sina Günther begann ihre sängerische Ausbildung im Mädchenchor Hannover. Und wenn Du fragst: Nun, Peter Anders ging mit 15 Jahren bei einem Steuerprüfer in die Lehre und Rudolf Schock machte eine sehr harte Lehrzeit als Frisör durch, Martha Mödl kam als Büro-Hilfskraft über die Runden, bevor sie zum professionellen Gesang kam. Du sagst: »früher war alles anders«; das ist in der Tat so, die obigen Beispiele zeigen es – mit allen positiven und negativen Auswirkungen. Viele Sängerinnen und Sänger kamen aus ›normalen‹ Berufen heraus, fielen im Gesangverein auf und wurden mehr oder weniger von ihrem sozialen Umfeld zur Bühne gedrängt. »Wie sind denn unsere früheren Sänger ausgebildet worden, waren sie schlechter als die jetzigen von heute?« Generell lässt sich zur Stimmausbildung wenig Allgemeingültiges sagen, aber feststellen, dass es früher wohl mehr Stimmen gab, die man sofort erkannte, die Individualität ist so wie in alter Zeit nicht mehr gegeben. Objektiv ist festzustellen, dass handwerklich-technisch heute in der Breite so perfekt gesungen wird wie nie zuvor. Unten füge ich nochmal ein Foto vom Heidelberger Abschlusskonzert an, wie man sieht, wird nicht mehr vom Notenblatt, sondern vom Tablet gesungen, ja, die Zeiten haben sich geändert … Liebe Musika, Das Bild oben zeigt von links nach rechts: Sina Günther begann ihre sängerische Ausbildung im Mädchenchor Hannover. Und wenn Du fragst: Nun, Peter Anders ging mit 15 Jahren bei einem Steuerprüfer in die Lehre und Rudolf Schock machte eine sehr harte Lehrzeit als Frisör durch, Martha Mödl kam als Büro-Hilfskraft über die Runden, bevor sie zum professionellen Gesang kam. Du sagst: »früher war alles anders«; das ist in der Tat so, die obigen Beispiele zeigen es – mit allen positiven und negativen Auswirkungen. Viele Sängerinnen und Sänger kamen aus ›normalen‹ Berufen heraus, fielen im Gesangverein auf und wurden mehr oder weniger von ihrem sozialen Umfeld zur Bühne gedrängt. »Wie sind denn unsere früheren Sänger ausgebildet worden, waren sie schlechter als die jetzigen von heute?« Generell lässt sich zur Stimmausbildung wenig Allgemeingültiges sagen, aber feststellen, dass es früher wohl mehr Stimmen gab, die man sofort erkannte, die Individualität ist so wie in alter Zeit nicht mehr gegeben. Objektiv ist festzustellen, dass handwerklich-technisch heute in der Breite so perfekt gesungen wird wie nie zuvor. Unten füge ich nochmal ein Foto vom Heidelberger Abschlusskonzert an, wie man sieht, wird nicht mehr vom Notenblatt, sondern vom Tablet gesungen, ja, die Zeiten haben sich geändert … Hallo Ich gebe zu ich verstehe die ganze Diskussion nicht . Kultur ist international. In allen Opern, die ich in den letzten Monaten gesehen habe, waren deutsche, polnische, russische, koreanische u.a. Sängerinnen und Sänger dabei. Und wenn ich es auswerten würde, wären diejenigen deutscher Nationalität wahrscheinlich stärker vertreten, als Künstler einer individuellen anderen Nation. Das mag früher anders gewesen sein. Beurteilen kann ich das nicht. Und wenn es tatsächlich anders war, kann ich nicht beurteilen, ob es besser war. Sollte die Meinung bestehen, dass eine weniger internationale Besetzung zur Qualität der Inszenierung beitragen würde, müssten wir das anders diskutieren. Hier ein Link auf das aktuelle Stuttgarter Opernensemble. https://www.staatsoper-stuttgart.de/haus/ensemble/ Gruß Wolfgang Hallo Ich gebe zu ich verstehe die ganze Diskussion nicht . Kultur ist international. In allen Opern, die ich in den letzten Monaten gesehen habe, waren deutsche, polnische, russische, koreanische u.a. Sängerinnen und Sänger dabei. Und wenn ich es auswerten würde, wären diejenigen deutscher Nationalität wahrscheinlich stärker vertreten, als Künstler einer individuellen anderen Nation. Das mag früher anders gewesen sein. Beurteilen kann ich das nicht. Und wenn es tatsächlich anders war, kann ich nicht beurteilen, ob es besser war. Sollte die Meinung bestehen, dass eine weniger internationale Besetzung zur Qualität der Inszenierung beitragen würde, müssten wir das anders diskutieren. Hier ein Link auf das aktuelle Stuttgarter Opernensemble. https://www.staatsoper-stuttgart.de/haus/ensemble/ Gruß Wolfgang Lieber Belcanto, vielen Dank, für deinen ausführlichen Beitrag. Natürlich meine ich nicht nur die Herren Sänger, sondern auch die Damen. Ich umgehe das gendern, ich bin halt altmodisch. Deine Aufzählung der Teilnehmer an dem Kurs zeigt zumindest, dass die deutschen Hochschulen ja doch nicht so schlecht sind wie ihr Ruf. So wie es an der Bayerischen Staatsoper mit La Traviata mit der Besetzung geht, sieht man es nicht nur dort. Vielleicht bin ich wirklich zu alt und denke an die Vergangenheit, „schön war es, doch nun ist es eben anders.“ musika Lieber Belcanto, vielen Dank, für deinen ausführlichen Beitrag. Natürlich meine ich nicht nur die Herren Sänger, sondern auch die Damen. Ich umgehe das gendern, ich bin halt altmodisch. Deine Aufzählung der Teilnehmer an dem Kurs zeigt zumindest, dass die deutschen Hochschulen ja doch nicht so schlecht sind wie ihr Ruf. So wie es an der Bayerischen Staatsoper mit La Traviata mit der Besetzung geht, sieht man es nicht nur dort. Vielleicht bin ich wirklich zu alt und denke an die Vergangenheit, „schön war es, doch nun ist es eben anders.“ musika Lieber Wolfgang, ob besser oder nicht, jede Zeit hat sein Gutes und weniger Gutes. Ich bin halt damit aufgewachsen, habe studiert und 24 Jahre auf der Bühne gestanden. Damals gab es keine Sänger aus anderen Nationen, vielleicht weil in der Operette auch viel Text war. Auch in deutschen Opern sehe ich lieber deutsche Sänger, besonders in Wagner Opern. Mögen sie stimmlich noch so gut sein, es stört mich, wenn der Text nicht 100%ig ist. Ich sehe es nicht so, dass eine weniger internationale Besetzung zur Qualität der Inszenierung beiträgt, doch die wenigen hiesigen Sänger haben kaum eine Chance, ich kriege es hautnah mit. musika Lieber Wolfgang, ob besser oder nicht, jede Zeit hat sein Gutes und weniger Gutes. Ich bin halt damit aufgewachsen, habe studiert und 24 Jahre auf der Bühne gestanden. Damals gab es keine Sänger aus anderen Nationen, vielleicht weil in der Operette auch viel Text war. Auch in deutschen Opern sehe ich lieber deutsche Sänger, besonders in Wagner Opern. Mögen sie stimmlich noch so gut sein, es stört mich, wenn der Text nicht 100%ig ist. Ich sehe es nicht so, dass eine weniger internationale Besetzung zur Qualität der Inszenierung beiträgt, doch die wenigen hiesigen Sänger haben kaum eine Chance, ich kriege es hautnah mit. musika Lieber Wolfgang, wenn ich lese »Qualität der Inszenierung« dann sollte man dies am besten überspringen, denn sonst wird´s hier richtig lustig … Um bei der von mir angesprochenen Veranstaltungsreihe zu bleiben – da hörte ich vor wenigen Tagen den koreanischen Tenor Tae Hwan Yun mit Liedern von Wilhelm Killmayer, Johannes Brahms und dem Schumann-Zyklus »Dichterliebe« op. 48. Einerseits eine ganz große und bewunderungswürdige Leistung, die allergrößten Respekt verdient (!!!), andererseits – man schämt sich fast es zu sagen – ein ganz, ganz leichter Akzent der stört, weil eben der Liedgesang ein äußerst sensibles Terrain ist. Auf dem Gebiet der Oper ist es so, dass die deutsche Spieloper fast gänzlich aus den Spielplänen der Opernhäuser verschwunden ist, genauso wie die Ensembles, die früher über Jahrzehnte Bestand hatten, wenn eine singende Fachkraft benötigt wird, lässt man sie von irgendwoher kommen, wie ein Ersatzteil, wenn das Auto kaputt ist. Erfreut war ich darüber, in Deinem Link, der das aktuelle Ensemble der Stuttgarter Staatsoper zeigt, zu lesen, dass Diana Haller nun ›KS‹ vor ihrem Namen stehen hat, Ich kann Musika vollkommen verstehen und glaube zu wissen was sie meint, die Theaterzeiten der 1960er Jahre sind verschwunden und werden so nicht wieder kommen. Lieber Wolfgang, wenn ich lese »Qualität der Inszenierung« dann sollte man dies am besten überspringen, denn sonst wird´s hier richtig lustig … Um bei der von mir angesprochenen Veranstaltungsreihe zu bleiben – da hörte ich vor wenigen Tagen den koreanischen Tenor Tae Hwan Yun mit Liedern von Wilhelm Killmayer, Johannes Brahms und dem Schumann-Zyklus »Dichterliebe« op. 48. Einerseits eine ganz große und bewunderungswürdige Leistung, die allergrößten Respekt verdient (!!!), andererseits – man schämt sich fast es zu sagen – ein ganz, ganz leichter Akzent der stört, weil eben der Liedgesang ein äußerst sensibles Terrain ist. Auf dem Gebiet der Oper ist es so, dass die deutsche Spieloper fast gänzlich aus den Spielplänen der Opernhäuser verschwunden ist, genauso wie die Ensembles, die früher über Jahrzehnte Bestand hatten, wenn eine singende Fachkraft benötigt wird, lässt man sie von irgendwoher kommen, wie ein Ersatzteil, wenn das Auto kaputt ist. Erfreut war ich darüber, in Deinem Link, der das aktuelle Ensemble der Stuttgarter Staatsoper zeigt, zu lesen, dass Diana Haller nun ›KS‹ vor ihrem Namen stehen hat, Ich kann Musika vollkommen verstehen und glaube zu wissen was sie meint, die Theaterzeiten der 1960er Jahre sind verschwunden und werden so nicht wieder kommen. Hallo Das stimmt selbstverständlich bei deutschsprachigen Opern wie dem Freischütz. So wie sicherlich eine deutsche Sopranistin oder ein deutscher Tenor seine Grenzen hat, wenn es um italienische oder französische Opern geht. Ich wundere mich nur über den Umstand, dass wir uns in einem Gesangforum befinden, das zwar sicherlich nur äußerst begrenzten Einfluss auf das Operngeschehen hat, wir aber selbst diesen Einfluss nicht nutzen. Selten, dass ein junger Sänger oder eine Sängerin hier im Forum tatsächlich einen breiten Raum eingenommen hat. Wir könnten das beispielsweise über den / die Troubadour Sänger (in) des Monats tun. Hier könnten wir die Entwicklung junger Talente vertiefen. Ebenso schreiben wir selten ein einmal erstelltes Portrait fort. Verfolgen wir doch die jungen Operkarrieren: Konstantin Krimmel / Benjamin Appl / Mauro Peter / Christiane Karg / Diana Haller / Anna Lucia Richter / Samuel Hasselhorn… Und das sind nur diejenigen, die ich mit meinem Liedfokus erkenne. Und die internationalen Interpretinnen und Interpreten sollten wir dabei nicht aus den Augen verlieren. Nimm´s mir nicht übel Erika: Vielleicht sollten wir uns das vornehmen anstatt darüber zu klagen, dass es nicht mehr so ist, wie es früher vielleicht mal war. Ein aktuelles und zukunftsorientertes Opernforum, das junge Talente erkennt und begleitet. Das ist es, was ich mir wünschen und woran ich mich sehr gerne beteiligen würde. Gruß Wolfgang Hallo Das stimmt selbstverständlich bei deutschsprachigen Opern wie dem Freischütz. So wie sicherlich eine deutsche Sopranistin oder ein deutscher Tenor seine Grenzen hat, wenn es um italienische oder französische Opern geht. Ich wundere mich nur über den Umstand, dass wir uns in einem Gesangforum befinden, das zwar sicherlich nur äußerst begrenzten Einfluss auf das Operngeschehen hat, wir aber selbst diesen Einfluss nicht nutzen. Selten, dass ein junger Sänger oder eine Sängerin hier im Forum tatsächlich einen breiten Raum eingenommen hat. Wir könnten das beispielsweise über den / die Troubadour Sänger (in) des Monats tun. Hier könnten wir die Entwicklung junger Talente vertiefen. Ebenso schreiben wir selten ein einmal erstelltes Portrait fort. Verfolgen wir doch die jungen Operkarrieren: Konstantin Krimmel / Benjamin Appl / Mauro Peter / Christiane Karg / Diana Haller / Anna Lucia Richter / Samuel Hasselhorn… Und das sind nur diejenigen, die ich mit meinem Liedfokus erkenne. Und die internationalen Interpretinnen und Interpreten sollten wir dabei nicht aus den Augen verlieren. Nimm´s mir nicht übel Erika: Vielleicht sollten wir uns das vornehmen anstatt darüber zu klagen, dass es nicht mehr so ist, wie es früher vielleicht mal war. Ein aktuelles und zukunftsorientertes Opernforum, das junge Talente erkennt und begleitet. Das ist es, was ich mir wünschen und woran ich mich sehr gerne beteiligen würde. Gruß Wolfgang Lieber Wolfgang, warum sollte ich die Zeit von früher vergessen? Vergessen wir auch die damaligen hochkarätigen Sänger und Sängerinnen? Ich arbeite seit 40 Jahren mit jungen Sängern und gebe ihnen die Chance Konzerte zu veranstalten, sie selber mit in meine Konzerte mit einzubinden, sie zu unterrichten und ihren Weg zu verfolgen. Warum habe ich denn mein Ensemble BelVoce gegründet? Bestimmt nicht für mich, meine Zeit ist längst vorbei. Aber es fehlen auch bei mir die „jungen Sänger“. Nicht oft, dass junge Sänger , die nach vielen vergeblichen Vorsingen bei den Agenturen sich bei mir melden. Bis heute waren es nur Deutsche, die einfach nicht weiterkamen. Es ist auch Glücksache, welche Rollen besetzt werden müssen bei bestimmten Opern. Ein aktuelles und zukunftsorientertes Opernforum, das junge Talente erkennt und begleitet. Das ist es, was ich mir wünschen und woran ich mich sehr gerne beteiligen würde. Dafür haben wir unser Sängerforum mit den Oberthemen „Junge Opernsterne auf ihrem Weg nach oben“ und „Sänger und Sängerinnen des Monats.“ Dort kannst du, was du ja auch teilweise schon machst, dich ausbreiten und deine Beiträge schreiben. Wir können nichts von den sog. Goldkehlchen hier im Forum erwarten, sie schreiben nicht, das interessiert sie überhaupt nicht. musika Lieber Wolfgang, warum sollte ich die Zeit von früher vergessen? Vergessen wir auch die damaligen hochkarätigen Sänger und Sängerinnen? Ich arbeite seit 40 Jahren mit jungen Sängern und gebe ihnen die Chance Konzerte zu veranstalten, sie selber mit in meine Konzerte mit einzubinden, sie zu unterrichten und ihren Weg zu verfolgen. Warum habe ich denn mein Ensemble BelVoce gegründet? Bestimmt nicht für mich, meine Zeit ist längst vorbei. Aber es fehlen auch bei mir die „jungen Sänger“. Nicht oft, dass junge Sänger , die nach vielen vergeblichen Vorsingen bei den Agenturen sich bei mir melden. Bis heute waren es nur Deutsche, die einfach nicht weiterkamen. Es ist auch Glücksache, welche Rollen besetzt werden müssen bei bestimmten Opern. Ein aktuelles und zukunftsorientertes Opernforum, das junge Talente erkennt und begleitet. Das ist es, was ich mir wünschen und woran ich mich sehr gerne beteiligen würde. Dafür haben wir unser Sängerforum mit den Oberthemen „Junge Opernsterne auf ihrem Weg nach oben“ und „Sänger und Sängerinnen des Monats.“ Dort kannst du, was du ja auch teilweise schon machst, dich ausbreiten und deine Beiträge schreiben. Wir können nichts von den sog. Goldkehlchen hier im Forum erwarten, sie schreiben nicht, das interessiert sie überhaupt nicht. musika Ich darf vielleicht noch ergänzend die Frage hinzufügen, lieber Wolfgang, worin insbesondere die Zukunfstorientierung eines Opernforums bestehen soll, etwa an der immer weiter um sich greifenden „Zukunftsorientierung“ der Opernhäuser, deren Hauptinteresse darin zu bestehen scheint, die „rückwärtsgewandte“ Orientierung traditioneller Inszenierungen noch wirklicher Könner in ihrem Fach wie Otto Schenk, August Everding und Franco Zeffirelli endgültig zu beerdigen und die „zukunftsorientierten“ Inszenierungen moderner Regisseure wie Calixto Bieito, Dmitri Tcherniakov und Barry Kosky zu bevorzugen und zudem noch in der Hauptsache an jungen Sängerinnen und Sängern das ausländische Personal, wiederum in der Hauptsache aus östlichen Ländern, zu engagieren, weil die finanziell günstiger sind, dann frage ich mich, wie lange es noch dauert, bis dieser zukunftsorientierte Zug vor die kulturelle Wand fährt und ein riesiges Loch in die kulturelle Landschaft fabriziert. Nebenbei bleibt in dieser Entwicklung schon heute immer mehr von dem treuen Opernbesucherkern diesen Inszenierungen fern und gehen die Besucherzahlen generell zurück, auch wenn neue Besucher unter denjenigen Gruppen gewonnen werden, die die alten Strukturen nicht kennen und die neuen Inszenierungen aus diesem Grund kritiklos annehmen. Auch wird gerne hervorgehoben, dass die Besucherzahlen gegenüber den Pandemiezeiten wieder ansteigen, aber nicht immer kann man lesen, dass sie vor der Pandemie wesentlich höher waren. Liebe Grüße Willi😀 Ich darf vielleicht noch ergänzend die Frage hinzufügen, lieber Wolfgang, worin insbesondere die Zukunfstorientierung eines Opernforums bestehen soll, etwa an der immer weiter um sich greifenden „Zukunftsorientierung“ der Opernhäuser, deren Hauptinteresse darin zu bestehen scheint, die „rückwärtsgewandte“ Orientierung traditioneller Inszenierungen noch wirklicher Könner in ihrem Fach wie Otto Schenk, August Everding und Franco Zeffirelli endgültig zu beerdigen und die „zukunftsorientierten“ Inszenierungen moderner Regisseure wie Calixto Bieito, Dmitri Tcherniakov und Barry Kosky zu bevorzugen und zudem noch in der Hauptsache an jungen Sängerinnen und Sängern das ausländische Personal, wiederum in der Hauptsache aus östlichen Ländern, zu engagieren, weil die finanziell günstiger sind, dann frage ich mich, wie lange es noch dauert, bis dieser zukunftsorientierte Zug vor die kulturelle Wand fährt und ein riesiges Loch in die kulturelle Landschaft fabriziert. Nebenbei bleibt in dieser Entwicklung schon heute immer mehr von dem treuen Opernbesucherkern diesen Inszenierungen fern und gehen die Besucherzahlen generell zurück, auch wenn neue Besucher unter denjenigen Gruppen gewonnen werden, die die alten Strukturen nicht kennen und die neuen Inszenierungen aus diesem Grund kritiklos annehmen. Auch wird gerne hervorgehoben, dass die Besucherzahlen gegenüber den Pandemiezeiten wieder ansteigen, aber nicht immer kann man lesen, dass sie vor der Pandemie wesentlich höher waren. Liebe Grüße Willi😀 Es passt nicht ganz hierher, aber ich habe erfahren, dass sich in der Arena von Verona, nach der Pause eines Arienabends (auch Jonas Kaufmann war dabei), der Dirigent Riccardo Muti an das Publikum eine Ansprache gehalten hat über das Ende der Oper. Hat das jemand gesehen, bzw. kann jemand den Inhalt uns weitergeben? Es wäre doch interessant, was der Maestro von sich gegeben hat. Erich Es passt nicht ganz hierher, aber ich habe erfahren, dass sich in der Arena von Verona, nach der Pause eines Arienabends (auch Jonas Kaufmann war dabei), der Dirigent Riccardo Muti an das Publikum eine Ansprache gehalten hat über das Ende der Oper. Hat das jemand gesehen, bzw. kann jemand den Inhalt uns weitergeben? Es wäre doch interessant, was der Maestro von sich gegeben hat. Erich Hallo Zunächst war mein Reflex, eine ausführliche Entgegnung auf Eure Antworten, lieber Willi, liebe Erika, zu verfassen. Das mache ich doch nicht, zumal Deine Antwort Willi, mich in meiner Befürchtung bestätigt, dass dieses Forum breite Teile des aktuellen deutschen Operngeschehens bewusst unbeachtet lässt. Ich frage mich aber, wie wollen wir junge Talente fördern, wenn wir die Opern nicht anschauen, in denen sie ihre Sporen verdienen? Wie wollen wir ihre Leistung erkennen? Was die aktuelle statistische Entwicklung der Besucherzahlen anbelangt, sollten wir nicht den Fehler machen, Annahmen in den Raum zu stellen, ohne sie zu belegen. Die Opernhäuser, die ich innerhalb des letzten Jahres besucht habe – und das waren immerhin vier – waren allesamt gut bis sehr gut besucht. Dann bitte Butter bei die Fische und Zahlen auf den Tisch. Hier ein Link, der als Diskussionsgrundlage dienen könnte: https://miz.org/de/statistiken/veranstaltungen-besuche-musiktheater-tanz Ich bin 2013 dem Tamino-Forum beigetreten und kenne seither die Weissagung, dass die Oper untergeht. Wie übrigens auch das Buch seit Jahrzehnten stirbt. Vom Kino ganz zu schweigen. Bemerkt habe ich davon bisher – Gott sei Dank – wenig. Wenngleich es in allen Bereichen zum Teil gravierende strukturelle Veränderungen gab. Tut mir leid, wenn das etwas sarkastisch klingt, aber mich wühlt das Troubadour-Thema auf. Ich empfinde uns überwiegend als sehr „museal“. Ich weiß, dass der Spruch sehr abgedroschen ist, dennoch hat er einen wahren Kern: Tradition bedeutet nicht, die Asche zu bewahren, sondern das Feuer weiterzugeben. Erika: Das bedeutet nicht, das Vergangene zu vergessen. Die Würdigung des Vergangenen entsteht nach meiner Überzeugung in der Anerkennung des Beitrages, den es zum Hier und Jetzt geleistet hat. Abschließend habe ich noch die Frage, wo wir hinsichtlich der Weiterentwicklung des Forums stehen, die mit Wechsel des Anbieters angekündigt war. In der Angelegenheit habe ich seit Längerem nichts gehört (oder ich habe es nicht registriert, dann tut es mir leid). Nichts für Ungut Gruß Wolfgang Hallo Zunächst war mein Reflex, eine ausführliche Entgegnung auf Eure Antworten, lieber Willi, liebe Erika, zu verfassen. Das mache ich doch nicht, zumal Deine Antwort Willi, mich in meiner Befürchtung bestätigt, dass dieses Forum breite Teile des aktuellen deutschen Operngeschehens bewusst unbeachtet lässt. Ich frage mich aber, wie wollen wir junge Talente fördern, wenn wir die Opern nicht anschauen, in denen sie ihre Sporen verdienen? Wie wollen wir ihre Leistung erkennen? Was die aktuelle statistische Entwicklung der Besucherzahlen anbelangt, sollten wir nicht den Fehler machen, Annahmen in den Raum zu stellen, ohne sie zu belegen. Die Opernhäuser, die ich innerhalb des letzten Jahres besucht habe – und das waren immerhin vier – waren allesamt gut bis sehr gut besucht. Dann bitte Butter bei die Fische und Zahlen auf den Tisch. Hier ein Link, der als Diskussionsgrundlage dienen könnte: https://miz.org/de/statistiken/veranstaltungen-besuche-musiktheater-tanz Ich bin 2013 dem Tamino-Forum beigetreten und kenne seither die Weissagung, dass die Oper untergeht. Wie übrigens auch das Buch seit Jahrzehnten stirbt. Vom Kino ganz zu schweigen. Bemerkt habe ich davon bisher – Gott sei Dank – wenig. Wenngleich es in allen Bereichen zum Teil gravierende strukturelle Veränderungen gab. Tut mir leid, wenn das etwas sarkastisch klingt, aber mich wühlt das Troubadour-Thema auf. Ich empfinde uns überwiegend als sehr „museal“. Ich weiß, dass der Spruch sehr abgedroschen ist, dennoch hat er einen wahren Kern: Tradition bedeutet nicht, die Asche zu bewahren, sondern das Feuer weiterzugeben. Erika: Das bedeutet nicht, das Vergangene zu vergessen. Die Würdigung des Vergangenen entsteht nach meiner Überzeugung in der Anerkennung des Beitrages, den es zum Hier und Jetzt geleistet hat. Abschließend habe ich noch die Frage, wo wir hinsichtlich der Weiterentwicklung des Forums stehen, die mit Wechsel des Anbieters angekündigt war. In der Angelegenheit habe ich seit Längerem nichts gehört (oder ich habe es nicht registriert, dann tut es mir leid). Nichts für Ungut Gruß Wolfgang Wo sind die deutschen Opernsänger?
Vom aktuellen Ensemble singen in der Traviata nur Emily Sierra (Annina, 2024) und Martin Snell (Dr. Grenvil) mit.
An den Sommerferien kann es nicht liegen, denn die beginnen in Bayern traditionell immer am Schluss, in diesem Jahr am 29. 7, und für das Fehlen der deutschen Sängerinnen und Sänger sind sie sowieso unerheblich.
Eine mögliche und sinnvolle Erklärung wäre es, dass möglichweise die ausländischen Sängerinnen und Sänger in jeder Hinsicht (Schulausbildung, Hochschulstudium) gründlicher ausgebildet werden als die deutschen.
Eine weniger akzeptable Erklärung wäre es, dass bei gleicher Qualifikation prinzipiell die ausländischen Sängerinnen und Sänger bevorzugt würden, da sie „billiger zu haben sind“.
Eine „Xeonphobie“ (Fremdenfeindlichkeit) scheidet Gottseidank aus (s.o.)
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Vom aktuellen Ensemble singen in der Traviata nur Emily Sierra (Annina, 2024) und Martin Snell (Dr. Grenvil) mit.
An den Sommerferien kann es nicht liegen, denn die beginnen in Bayern traditionell immer am Schluss, in diesem Jahr am 29. 7, und für das Fehlen der deutschen Sängerinnen und Sänger sind sie sowieso unerheblich.
Eine mögliche und sinnvolle Erklärung wäre es, dass möglichweise die ausländischen Sängerinnen und Sänger in jeder Hinsicht (Schulausbildung, Hochschulstudium) gründlicher ausgebildet werden als die deutschen.
Eine weniger akzeptable Erklärung wäre es, dass bei gleicher Qualifikation prinzipiell die ausländischen Sängerinnen und Sänger bevorzugt würden, da sie „billiger zu haben sind“.
Eine „Xeonphobie“ (Fremdenfeindlichkeit) scheidet Gottseidank aus (s.o.)
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Gerade in der letzten Woche nahm ich an einer Meisterklasse von Thomas Hampson in Heidelberg Teil – natürlich passiv, was denn sonst …
Wenn ich allerdings Deine Frage – »Wo sind unsere Sänger?« ganz wörtlich nehme, werde ich rot, denn bei den Vokalisten war es tatsächlich so, dass den sieben Damen nur ein Bariton gegenüber stand, und der kam aus Irland, aber man ist ja schließlich nicht engstirnig national …
Gerade in der letzten Woche nahm ich an einer Meisterklasse von Thomas Hampson in Heidelberg Teil – natürlich passiv, was denn sonst …
Wenn ich allerdings Deine Frage – »Wo sind unsere Sänger?« ganz wörtlich nehme, werde ich rot, denn bei den Vokalisten war es tatsächlich so, dass den sieben Damen nur ein Bariton gegenüber stand, und der kam aus Irland, aber man ist ja schließlich nicht engstirnig national …![]()
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im Anschluss an #34 kann ich das noch präzisieren …
Thomas Hampson (Künstlerische Leitung) / Sina Günther (Mezzosopran) / Anna Gebhardt (Klavier) / Catalina Geyer (Mezzosopran) / Luiza Ernst (Mezzosopran) / Leonie Paulus (Sopran) / David Kennedy (Bariton) / Michèle Bréant (Sopran) / Wan-Yen Li (Klavier) / Maria Tilibtsev (Mezzosopran) / Aiko Bormann (Sopran) / Lucas Huber Sierra (Klavier) / Susan Manoff (Dozentin) / Elitsa Desseva (Studienleiterin)
Catalina Geyer studiert seit September 2023 an der Theaterakademie München.
Luiza Ernst studiert an der Freiburger Musikhochschule.
Leonie Paulus ist Österreicherin und studiert zurzeit an der Musikhochschule in München.
David Kennedy ist in Irland aufgewachsen und studiert an der Royal Irish Academy of Music.
Michèle Bréant hat in Paris und Leipzig studiert.
Maria Tilibtsev ist eine deutsche Sängerin, die zurzeit in Hamburg studiert.
Aiko Bormann ist gebürtige Berlinerin und schloss 2023 ihr Masterstudium in Berlin ab.
»Wie sind denn unsere früheren Sänger ausgebildet worden, waren sie schlechter als die jetzigen von heute?«
Geht man etwas weiter zurück, kommt man zu Karl Erb, der sich als Kassierer der Gas- und Wasserwerke in seiner Geburtsstadt Ravensburg betätigte, oder zu Heinrich Schlusnus, der im kaiserlichen Postdienst tätig war, und der fulminante Bayreuther Lohengrin, Franz Völker, war bei einer Bank beschäftigt.
Das fällt mir so spontan ein, sicher lassen sich noch andere Beispiele finden, wenn man danach sucht.
Als der oben erwähnte Karl Erb seine ersten solistischen Gehversuche machte und ängstlich war, sagte ihm der Freundeskreis:
»Du wirscht doch kei Lampefieber habe, du kannscht doch dei Sach, des isch doch für di a Nasewässerle.«
Du weißt das ja eigentlich viel besser als unsereiner, ich möchte nur darauf hinweisen, dass, wenn da keine ganz außergewöhnliche Grundsubstanz vorhanden ist, auch nichts Besonderes herauskommen wird, dann sind eben natürliche Grenzen gesetzt.
Um nochmal auf Karl Erb zurückzukommen, der fürchtete sich instinktiv vor Gesangsstunden, er fühlte, dass er das Wunder seiner Stimme vor jedem fremden Zugriff schützen musste.
im Anschluss an #34 kann ich das noch präzisieren …
Thomas Hampson (Künstlerische Leitung) / Sina Günther (Mezzosopran) / Anna Gebhardt (Klavier) / Catalina Geyer (Mezzosopran) / Luiza Ernst (Mezzosopran) / Leonie Paulus (Sopran) / David Kennedy (Bariton) / Michèle Bréant (Sopran) / Wan-Yen Li (Klavier) / Maria Tilibtsev (Mezzosopran) / Aiko Bormann (Sopran) / Lucas Huber Sierra (Klavier) / Susan Manoff (Dozentin) / Elitsa Desseva (Studienleiterin)
Catalina Geyer studiert seit September 2023 an der Theaterakademie München.
Luiza Ernst studiert an der Freiburger Musikhochschule.
Leonie Paulus ist Österreicherin und studiert zurzeit an der Musikhochschule in München.
David Kennedy ist in Irland aufgewachsen und studiert an der Royal Irish Academy of Music.
Michèle Bréant hat in Paris und Leipzig studiert.
Maria Tilibtsev ist eine deutsche Sängerin, die zurzeit in Hamburg studiert.
Aiko Bormann ist gebürtige Berlinerin und schloss 2023 ihr Masterstudium in Berlin ab.
»Wie sind denn unsere früheren Sänger ausgebildet worden, waren sie schlechter als die jetzigen von heute?«
Geht man etwas weiter zurück, kommt man zu Karl Erb, der sich als Kassierer der Gas- und Wasserwerke in seiner Geburtsstadt Ravensburg betätigte, oder zu Heinrich Schlusnus, der im kaiserlichen Postdienst tätig war, und der fulminante Bayreuther Lohengrin, Franz Völker, war bei einer Bank beschäftigt.
Das fällt mir so spontan ein, sicher lassen sich noch andere Beispiele finden, wenn man danach sucht.
Als der oben erwähnte Karl Erb seine ersten solistischen Gehversuche machte und ängstlich war, sagte ihm der Freundeskreis:
»Du wirscht doch kei Lampefieber habe, du kannscht doch dei Sach, des isch doch für di a Nasewässerle.«
Du weißt das ja eigentlich viel besser als unsereiner, ich möchte nur darauf hinweisen, dass, wenn da keine ganz außergewöhnliche Grundsubstanz vorhanden ist, auch nichts Besonderes herauskommen wird, dann sind eben natürliche Grenzen gesetzt.
Um nochmal auf Karl Erb zurückzukommen, der fürchtete sich instinktiv vor Gesangsstunden, er fühlte, dass er das Wunder seiner Stimme vor jedem fremden Zugriff schützen musste.
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eine ganz ausgezeichnete kroatische Sängerin, die ich vor mehr als einem Dutzend Jahren als eine ›Hampson-Stipendiatin‹ in Heidelberg kennenlernen durfte.
Ende der 1950er Jahre hatte ich im Mannheimer Nationaltheater zu tun und erlebte wie die Amerikaner Thomas Tipton und Jean Cox sich als Anfänger auf deutschen Bühnen orientierten und dann später nach Bayreuth kamen.
Thomas Tipton selbst macht es in seinem Buch zum Thema, dass es beim »Freischütz« sprachliche Schwierigkeiten gab und er vor jeder »Freischütz«-Aufführung wegen des für ihn vertrackten ›ü‹ betete – die ›Meisterschisse‹ waren das Problem …
Es waren Ensemblemitglieder, die man kaum als ›Ausländer‹ wahrnahm, sondern als hervorragend singende Bühnenfiguren, 1966 kam noch der herrlich singende Bariton Michael Davidson zum Ensemble hinzu; diese Leute gehörten zwanzig und mehr Jahre ganz selbstverständlich dazu …
eine ganz ausgezeichnete kroatische Sängerin, die ich vor mehr als einem Dutzend Jahren als eine ›Hampson-Stipendiatin‹ in Heidelberg kennenlernen durfte.
Ende der 1950er Jahre hatte ich im Mannheimer Nationaltheater zu tun und erlebte wie die Amerikaner Thomas Tipton und Jean Cox sich als Anfänger auf deutschen Bühnen orientierten und dann später nach Bayreuth kamen.
Thomas Tipton selbst macht es in seinem Buch zum Thema, dass es beim »Freischütz« sprachliche Schwierigkeiten gab und er vor jeder »Freischütz«-Aufführung wegen des für ihn vertrackten ›ü‹ betete – die ›Meisterschisse‹ waren das Problem …
Es waren Ensemblemitglieder, die man kaum als ›Ausländer‹ wahrnahm, sondern als hervorragend singende Bühnenfiguren, 1966 kam noch der herrlich singende Bariton Michael Davidson zum Ensemble hinzu; diese Leute gehörten zwanzig und mehr Jahre ganz selbstverständlich dazu …![]()
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