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Wotan 22 – nicht nur in Bayreuth

Liebe Opernfreunde,

in diesem Jahr geht Wagners Ring-Tetralogie gleich an mehreren Opernhäusern wieder auf die Bühne.

Den Anfang machte die Staatsoper Stuttgart. Gestern war die Premiere der Walküre. Das Vorspiel Rheingold wurde schon im letzten November aufgeführt. Siegfried und Götterdämmerung folgen im Oktober und Januar 23.

Die Oper Zürich startet am 30. April mit Rheingold, die Walküre folgt am 22. September, Siegfried am 5. März und Götterdämmerung am 5. November 2023. Der komplette „Ring“ wird dann in der Saison 23/24 aufgeführt werden.

Bei den Bayreuther Festspielen im Juli/August steht dieses Jahr auch ein neuer Ring auf dem Programm.

Nur drei Beispiele zeigen: Wagner-Freunde haben die Qual der Wahl, sich für ihren „Ring“ zu entscheiden.

Meine Frage nun zielt auf die zentrale Figur des Göttervaters Wotan hin: Welche Sängerdarsteller sind euch als Wotan/Wanderer besonders in Erinnerung geblieben bzw. ans Herz gewachsen? Und warum?

Zahlreiche Persönlichkeiten der Oper begannen ihre Weltkarriere mit dieser Rolle, andere hatten sich daran versucht und sind gescheitert. Und wieder andere haben ihr sängerisches Lebenswerk damit gekrönt.

Deshalb finde ich, die Wertigkeit dieser Rolle hat es verdient, dass wir uns darüber austauschen.

Lieber Wolansky,

ganz schnell aus dem Gedächtnis: Hans Hotter, Ferdinand Franz, Sigmund Nimsgern, George London, Oskar Hillebrandt. Wer sich so unauslöschlich im Gedächtnis eingegraben hat, war zumindest für uns von bleibendem Rang.

Herzlichst 

die Sängerfreunde 

Lieber Wolansky,

meine „Wotans“ stammen aus der Vorzeit: Hotter, Wiener und London“  (Die ersten beiden gerade noch live erlebt), zuletzt war Terfel für mich beeindruckend.

LG – Erich

Ich habe nur einen Ring live gesehen, zu Beginn der 2000-er Jahre in Chemnitz. Den allerdings mehrmals. Wotan war immer Hans-Peter Scheidegger, der sehr gute und weniger gute Tage hatte.

Allerdings habe ich etliche Ringe auf DVD und im TV/YT gesehen.

Alle anderen Ringe in meinem Einzugskreis (Chemnitz 2018, Weimar, Meiningen, Leipzig, Dresden) scheiterten, nachdem die Trailer zu mir sagten: „Geh nicht, Du wirst Dich ärgern.“ So hab ich´s gemacht. Bayreuth scheidet ebenfalls aus, zusätzlich durch die nicht meiner Rente freundlichen Eintrittspreise.

Herzlichst Sir Morosus

Da kommen doch schon einige Götterväter zusammen. Danke für eure Beiträge!

Meine (ohne Radio-Übertragungen) auf der Bühne erlebten Wotan-Darsteller waren:

Donald McIntyre (Jahrhundert-Ring Bayreuth; Chéreau/Boulez) 1979/80. Durch seine zahlreichen Opern-Auftritte und Übertragungen in Funk und Fernsehen dürfte ER einer der bekanntesten Wotan-Darsteller der letzten Jahrzehnte geworden sein. Nachdem ihn Königin Elizabeth II zum  Sir geadelt hatte, wollte die Gottlob-Frick-Gesellschaft auch nicht zurückstehen und hat ihm bei einem Festakt im Jahr 2014 als Ehrengast die Gottlob-Frick-Medaille verliehen.

Wolfgang Probst (Stuttgart; Ponnelle/Kuhn) 1981 und (Stuttgart/Ponnelle/P. Schneider) 1987

und im Rheingold (Stuttgart/Schlömer/Zagrosek) 2002

Jan-Hendrick Rootering Walküre (Stuttgart/Nel/Zagrosek) 2002

Wolfgang Schöne Siegfried-Wanderer (Stuttgart/Wieler&Morabito/Zagrosek) 2002

Kammersänger Wolfgang Probst, der über 40 Jahre dem Ensemble der Stuttgarter Oper angehörte, bestach neben seiner Musikalität auch durch seine klare Diktion und sein nahezu unbegrenztes Stehvermögen. Da er kein Jetlag-Getriebener war, ließ er im Gegensatz zu Kollegen der reisenden Zunft bei keiner Vorstellung auch nur die kleinste Ermüdungserscheinung erkennen. Das muss der Opernbesucher dankend anerkennen!

Lieber Wolansky,

auch wenn ich jetzt vom Wotan abweiche – Wolfgang Probst war der beste Hans Sachs, den ich erleben durfte (90-er Jahre in Chemnitz). 

Herzlichst Sir Morosus

Lieber Wolansky,

es stimmt Wolfgang Probst war über viele Jahre eine der verlässlichsten Stützen des gerade im Wagner Fach so renommierten  Stuttgarter Ensembles. Als Wotan erlebte ich ihn auch verlässlich, sicher und voll  überzeugend an seinem Stuttgarter Stammhaus. Die Inszenierung ist uns noch durch ein zu häufiges Aufzugfahren von den Erdlingen zu den Götter in Walhall und umgekehrt in Erinnerung. Erstaunlich, was manchmal als Eindruck haften bleibt.

Auch heute noch scheint Probst seine Ruhe in seiner bayerischen Heimat, in die er sich nach seinem Bühnenabschied zurückgezogen hat, sehr zu genießen. Bereits X-Mal haben wir ihn zu unseren Künstlertreffen eingeladen. Er antwortet immer sehr nett, ist jedoch nicht mehr aus der Alpenrepublik ins Schwabenländle zu locken. Schade, aber gönnen wir ihm seine Ruhe.

Herzlichst die Sängerfreunde

Lieber Wolansky,

ich habe einige Wotan-Favoriten, sowohl ältere als auch neuere. Zu meinen Lieblingen in dieser Rolle zählen Siegmund Nimsgern, James Morris, George London, Friedrich Schorr, Rudolf Bockelmann, John Lundgren, Wolfgang Koch und Terje Stensvold. Es sind diejenigen Rollenvertreter, die allesamt mit einer vorbildlichen italienischen Technik aufwarten. Und darauf lege ich allergrößten Wert. 

Herzlichst

Lustein

Lieber Lustein,

du scheinst einen großen „Ring“-Erfahrungsschatz zu besitzen. Respekt!

Was mir bei Wagner-Gesang allerdings  noch nicht begegnet ist, das ist die „italienische Technik“.  Könntest du uns darüber aufklären? 

Lieber Wolansky,

Lustein kann Dir über die Italienische Technik noch weit mehr und sicher auch sehr kompetent über Gesangstechnik berichten,  denn gerade ist sein zweites Buch, das sich genau mit dieser Thematik befasst in den Druck gegangen. Wir sind darauf gespannt, denn wir wissen  bisher ansatzweise auch nur, dass richtiges Atmen eine große Rolle dabei spielt und die Stimme völlig mit dem Körper verbunden werden und frei aus diesem strömen muss. Hans lernte es im Gesangsunterricht als die sogenannte Stütze, auf die wahrscheinlich bei jedem Gesangsunterricht hoher Wert gelegt wird. Aber Lustein wird es uns allen sicherlich genau erklären.

Liebe Grüße

Herzlichst die Sängerfreunde.

Liebe Sängerfreunde,

danke für den Hinweis auf eine neue Lektüre, die sicher interessant sein wird.

Als langjähriger Projektsänger habe ich auch Gesangsunterricht genossen, zeitweise von praktizierenden Opernsängern, so dass mir Stütze und Atemtechnik auch eingetrichtert wurden. Mir ist nur das „italienische“ im Zusammenhang mit der Musik des deutschesten aller Komponisten kein Begriff. Doch diesem Unwissen wird sicher Abhilfe geboten werden können.

 

Lieber Wolansky,

gerne gebe ich Dir einige Informationen darüber, was es mit der von mir propagierten italienischen Gesangstechnik auf sich hat. Grundlage jedes guten klassischen Gesangs ist zuerst einmal, dass die Stimme vorbildlich im Körper verankert ist, und nicht in der Maske, im Kopf oder im Hals, wie es bei einigen, auch berühmten Sängern leider der Fall ist. Wie gesagt, im Körper muss man ausschließlich singen. Der Ort der richtigen Stütze ist das Brustbein. Um richtig zu stützen, muss man das Brustbein leicht einziehen und dabei gleichzeitig eine kleine Gegenbewegung machen. Auf diese Weise bekommt man die Stimme gut in den Körper. Das ist aber noch nicht alles. Damit aus einer trefflichen körperverankerten auch noch eine italienisch geschulte Stimme wird, ist zusätzlich noch ein weiterer Aspekt von enormer Wichtigkeit: Und zwar das Gähnen. Das Gähnen ist es, was eine im Körper verankerte Stimme letztlich zu einer italienisch geschulten Stimme macht. Nur dadurch gewinnt die Stimme ein Maximum an Resonanz, Größe, Kraft und Wohlklang. Diesen Aspekt kann man sich beispielsweise sehr gut an der Sopranistin Nina Stemme veranschaulichen: Sie ist sicher eine tolle Isolde, lässt aber beispielsweise als „Forza“-Leonore zu wünschen übrig. Das kommt, daher, dass sie zwar schön im Körper singt, was für Wagner vielleicht ausreicht, die Töne aber nicht angähnt, was sie für das italienische Fach m. A, nach ungeeignet macht. Wichtig ist dabei noch das Gefühl des Sängers, beim Singen überhaupt nichts machen zu wollen. Denn sobald der Sänger denkt, er müsse mit der Stimme etwas tun, fängt er häufig an, auf diesselbe zu drücken, oder macht sonst welche technisch nicht akzeptable Sachen mit ihr, was der Stimme letztendlich schadet. Paradebeispiel dafür ist Cesare Siepi, der seiner Stimme durch ständiges Drücken in der Tiefe Schaden zugefügt hat, sodass sie in seinen späteren Aufnahmen recht klanglos wirkt. Er wolle unbedingt ins tiefe Bass-Fach, war aber in Wirklichkeit ein basso-cantate mit einer höheren Tessitura. 

Zu diesem Thema erscheint übrigens um Pfingsten herum ein neues Buch von mir mit dem Titel „Vom Singen und von italienischer Gesangstechnik“, in dem ich diese Problematik ausführlich schildere. Das Verlagshaus Schlosser wird das Buch, in dem neben dem bereits erwähnten Artikel auch noch zehn andere Essays enthalten sind, herausgeben. Vielleicht hast Du oder haben andere Troubadour-Forum-Leser ja Lust, es sich anzuschaffen. Ich wäre auf eure Feedbacks gespannt.

Herzliche Grüße

Lustein

Hab besten Dank für deine Erläuterungen, lieber Lustein. 

Lieber Lustein, 

vielen Dank für Deine kurzen jedoch aussagekräftigen Erläuterungen zur italienischen Gesangstechnik. Das mit dem so bewussten Gähnen war uns noch nicht so deutlich bekannt. Selbstverständlich werden wir das Buch nach Erscheinen  hier vorstellen und auch besprechen. Wenn ein Mitglied  wie Du publiziert wird das nach Möglichkeiten und mit Kräften unterstützt. Das muss Stil im Troubadour-Forum werden oder bereits sein.

Liebe Grüße

Herzlichst die Sängerfreunde.

 

 

 

 

 

 

Ja, das Gähnen ist das Wichtige um den Rachen weit zu machen, sonst könnte man Schlagersänger werden. Wenn im gemütlichen Kreise von Schülernjemand mal gähnt, weil er tatsächlich müde ist, dann ist immer die Ausrede „ich übe“…

Der HNO Arzt brauchte bei mir nie ein hässliches Stäbchen um in den Hals zu schauen, Mund auf, Hals weit und das war es.

Aber auch das geht nicht ohne die Atemstütze, die Atmung ist das Werkzeug des Sängers.

 

>>>>>>Ja so ein Göttervater hat es nicht leicht!<<<<<<

Ich kenne so einige Wotans, sowohl Live als auch von CD……

LIVE …..

Wolfgang Probst war der erste, im Berghaus Ring in Ffm. Robert Hale, Terje Stensvold und einmal als Ersatz für Stensvold Tomasz Konieczny, alle Ffm, Tomlinson in München, Albert Dohmen in Amsterdam, und Michael Volle in der Walküre in Wien, und Wolfgang Koch in Bayreuth (im mit vielen Buhs bedachten Castorf Ring), aber das Dirigat von Petrenko war SUPER!

CD……

Donald McIntyre, James Morris*, Brian Terfel, Thomas Steward, Egils Silins, George Lobdon, René Pape, Matthias Goerne, James Rutherford, Ralf Polke.

Ihr denkt bestimmt der hat den Hotter vergessen, NEIN, man verzeihe mir, ich mag ihn nicht, (leider ist er auf vielen Aufnahmen zu hören) wenn von den alten Recken dann doch einer, dann am liebsten Ferdinand Frantz! 

Von den neueren auf CD gefällt mir ausgesprochen gut Matthias Goerne! *Wenn es um den reinen schönen Gesang geht ist mein Favorit James Morris. 

LG tiranno 

Lieber tiranno,

danke für diesen Beitrag und den Mut, Hans Hotter aus dem Kreis der großen Wotan-Sänger auszuschließen.

Das Schönste jedoch ist, dass Du wieder an Bord bist und wir uns wieder an  Deinen kompetenten Beiträgen erfreuen dürfen. Hoffentlich trifft jetzt die heitere Weisheit zu “Drei Tage war der Frosch sehr krank, jetzt hüpft er wieder Gott sei Dank!. 

Mit den besten Grüßen für eine rasche, vollständige Genesung.

Herzlichst die Sängerfreunde.

 

Aber fragt nicht wie lange ich für den Beitrag gebraucht habe! Uff!

LG tiranno

 

Lieber Tiranno,

ich kann Deine Vorbehalte gegen Hans Hotter gut verstehen und bin durchaus damit einverstanden, ihn aus dem Kreis der großen Wotan-Sänger auszuschließen. Auch ich tue mich mit ihm schwer. Bis Ende der 1940er Jahre war er schon toll, dann aber bekam er eine Stimmkrise, ab der er nie mehr an seine frühere Qualität in seinen jungen Jahren anknüpfen konnte. Die Krise hatte zur Folge, dass er einmal des Öfteren die hohen Töne oft recht unschön hochschleifte, und zum anderen, dass er mit Mund und Nase technisch äußerst fragwürdige Sachen machte, für die es wohl nicht mal einen Namen gibt und die für mich nicht gut zu ertragen sind. Deshalb stehe auch ich Hotter sehr kritisch gegenüber und kann Deine Ablehnung dieses Sängers sehr gut nachvollziehen. 

Herzliche Grüße

Lustein

Zitat von lustein am 1. Mai 2022, 10:50 Uhr

….. und zum anderen, dass er mit Mund und Nase technisch äußerst fragwürdige Sachen machte, für die es wohl nicht mal einen Namen gibt und die für mich nicht gut zu ertragen sind. 

Herzliche Grüße

Lustein

Lieber Lustein, hier hast du den Nagel auf den Kopf getroffen, das durch die Nase singen stört mich auch ungemein, das geht ja bis zum Nuscheln! Vielen Dank fur deine Ergänzung und ich fühle mich nicht so alleine! >>>>Schmunzeln<<<<

Ich finde z.B. bei Wontans „Abschied von Brünhilde“, wird leider zu oft auf die Tube gedrückt, leiser und mit bedacht gefällt es mir wesentlich besser, gerade dan wenn Wotan singt …..der freier als ich, der Gott! ……und das Gott eher izurückhaltendend interpretiert wird, hat es auf mich mehr Wirkung, und bei freier ….passt es auch >leiser< besser zur Situation.

LG tiranno 

Bevor dieser Thread hier zum Hotter-Bashing ausartet, schlage ich doch vor, ein neues Kapitel zu starten, etwa mit dem Titel: „Die Macken der Sänger“. 
Wie gut das bei unseren Mitgliedern vom Fach aufgenommen wird, sei allerdings dahingestellt.

Im Nachgang zu der für meine Begriffe etwas zu herb ausgefallenen Kritik an Hans Hotter habe ich mir seine Wotan-Aufnahmen nochmal angehört.Sie sollen hier in loser Folge veröffentlicht werden, damit sich jeder von euch sein eigenes Bild machen kann.

Die Walküre von Richard Wagner

Aufnahmejahr 1957

Musikalische Leitung Herbert von Karajan

Orchester der Wiener Staatsoper

Siegmund – Ludwig Suthaus

Sieglinde – Leonie Rysanek

Hunding – Gottlob Frick

Brünhilde – Birgit Nilsson

Wotan – Hans Hotter

Fricka – Jean Madeira

Gerhilde – Gerda Scheyrer

Ortlinde – Judith Hellwig

Waltraute – Christa Ludwig

Schwertleite – Hilde Rössl-Majdan

Helmwige – Ljuba Welitsch

Siegrune – Margarethe Sjöstedt

Grimgerde – Martha Rohs

Roßweiße – Rosette Anday

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Lieber Wolansky,

die Karajan-Aufnahme der Walküre, die Du eingestellt hast, gehört in den Kreis der anerkanntesten Aufnahmen dieses Werkes: Die Besetzung ist mit das Beste, was es damals gab. Suthaus als Siegmund, Rysanek als Sieglinde, Frick als Hunding, Nilsson als Brünnhilde, Hotter als Wotan, Madeira, Ludwig als Waltraude und welcher Luxus Welitsch als eine der Walküren. Besser geht es kaum.

Hotter war trotz der berechtigten stimmlichen Einwände auf der Bühne ein monomentales Ereignis. Da er starker Asthmatiker war, hatte er stimmliche Probleme, die er auf der Bühne durch Erscheinung, Darstellung und geistige Durchdringung des Werkes  kompensieren konnte.  Für uns war er die Inkarnation des Göttervaters und für eine ganze Generation von Wagner-Freunden ebenso. Im Studio wurden die stimmlichen Defizite gnadenlos aufgedeckt und die Gloriole der Erscheinung fiel weg. Können  wir uns darauf einigen: Ein großartiges Denkmal mit Risssen.

Es grüßen die Sängerfreunde.

Liebe Sängerfreunde,

habt herzlichen Dank für eure empathischen Worte. Aus euch spricht die Weisheit gereifter Kenner des musikalischen Betriebs. Und eingedenk der Tatsache, dass all diese musikschaffenden Künstler empfindsame Menschen sind und keine auf Knopfdruck funktionierende Maschinen, habe sie allesamt ein hohes Maß an Wertschätzung verdient. Mich erfasst jedes Mal ein großes Unbehagen, wenn von Außenstehenden allzu schnell der Stab über vermeintlich „schlechte Leistungen“ eines Künstlers gebrochen wird. – Dass die schwere Asthma-Erkrankung Hans Hotters Leistungsvermögen zusehends einschränkte, war schlimm genug. Auch ein hochgeschätzter „Troubadour“ aus unseren Reihen hatte seine Karriere wegen Atemproblemen vorzeitig beenden müssen. Ausgesucht hat sich das keiner.

Die Walküre von Richard Wagner

Aufnahme 5. Dezember 1965

Dirigent Berislav Klobučar

 

Wiener Staatsoper

 
   

Siegmund

Wolfgang Windgassen

Hunding

Walter Kreppel

Wotan

Hans Hotter

Sieglinde

Leonie Rysanek

Brünnhilde

Birgit Nilsson

Fricka

Regina Resnik

Gerhilde

Gerda Scheyrer

Ortlinde

Judith Hellwig

Waltraute

Gertrude Jahn

Schwertleite

Annemarie Ludwig

Helmwige

Lotte Rysanek

Siegrune

Margareta Sjöstedt

Grimgerde

Dagmar Hermann

Roßweiße

Margarita Lilowa

Walkürenrufe

Laurence Dutoit, Liselotte Maikl

(Verstärkung während des Walkürenritts)

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https://www.bing.com/videos/search?q=you+tube+Wagner+Hotter&&view=detail&mid=278A18CA670E5BA29B06278A18CA670E5BA29B06&rvsmid=8FDC7D2AE99110AC76818FDC7D2AE99110AC7681&FORM=VDMCNR

 

Dieser Link geht zu Ausschnitten aus der Walküre mit Hotter aus dem Jahr 1942, Das ist Hotter at his best. Von den stimmlichen Problemen des späteren Asthmatikers ist noch nichts zu merken. Das ist einer seiner besten Aufnahmen. Als Walküren-Wotan seine beste. 

Hoffe, dass ihr das Video aufrufen könnt. Ich hatte etwas Probleme damit. Stelle den Link aber hier trotzdem mal ein, da das Video den jungen Hotter ganz trefflich vorstellt.

Herzliche Grüße

Lustein

 

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