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Zofia Posmysz gestorben

Für alle Freunde und Bewunderer von Mieczyslaw Weinbergs grandioser Oper „Die Passagierin“ dürfte die Nachricht ein Schock sein: Zofia Posmysz, die Autorin der gleichnamigen Romanvorlage ist heute morgen – 8.8.2022 –  in einem Auschwitzer Hospiz im Alter von 98 Jahren – wenige Tage vor ihrem 99. Geburtstag – verstorben. Als 18jährige Gymnasiastin wurde sie im Jahre 1942 unter dem Vorwurf des Widerstands gegen die Nazis in das KZ Auschwitz-Birkenau eingeliefert. Überlebt hat sie nicht zuletzt durch die Hilfe der Aufseherin Anneliese Franz, dem Vorbild der Lisa in Weinbergs „Passagierin“-Oper, deren bevorzugter Häftling sie war. Nach ihrer Zeit in Auschwitz gelangte Frau Posmysz in das deutsche Frauen-KZ Ravensbrück. Im Mai 1945 wurde sie in Neustadt-Glewe befreit. In der Folge setzte sie sich als Journalistin und erfolgreiche Schriftstellerin mit ihrer Zeit in Auschwitz auseinander. Sie schrieb einige bemerkenswerte Bücher zu diesem Thema. Mit dem Roman „Die Passagierin“ hatte sie besonders großen Erfolg. Dieser war, wie gesagt, so erfolgreich, dass Schostakowitsch ihn seinem Freund Weinberg als Opernstoff empfahl. In den letzten Jahren hat Zofia Posmysz an fast allen Premieren dieser grandiosen, wohl bedeutendsten Oper der Jetztzeit teilgenommen. Meistens ist sie beim Schlussapplaus auf die Bühne gerufen worden und hat den Applaus und Standing Ovations des begeisterten Publikums vollauf genießen können. Ich durfte sie bei der Premierenfeier der Karlsruher Erstaufführung der „Passagierin“ im Mai 2013 kennenlernen. Ich habe sie als sehr liebenswerten und umgänglichen Mensch in Erinnerung, der von meinen Forschungen über ihre Aufseherin Anneliese Franz sehr angetan war. In letzter Zeit konnte sie gesundheitsbedingt nicht mehr zu den Aufführungen fahren. So verpasste sie beispielsweise die hervorragende Inszenierung von Nadja Loschky an der Oper Graz. Diese sehr empfehlenswerte Aufführung der „Passagierin“ ist übrigens vor einigen Wochen bei dem Label NAXOS Auf DVD erschienen. Diese lege ich jedem Opernfreund dringend ans Herz. Der Kauf lohnt sich! Ich werde Frau Posmysz immer in sehr guter Erinnerung behalten. Sie war ein prachtvoller Mensch, den man sehr  vermissen wird! Möge sie in Frieden ruhen.

Lustein

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